Russland – und die Macher im Hintergrund

Zu meiner Übersetzung des Artikels von Jewgeni Super „Shahid-Diplomatie – warum sie Russland sprengen und unsere Antwort darauf“ entspann sich ein kleiner Disput mit Martin Bartonitz.

Meine Antwort auf seinen letzten Kommentar halte ich für so wichtig, dass ich ihn hier als eigenen Artikel wiederhole:

Die System in Russland wurde durch die gleichen Macher implementiert, die den 1. und 2. Weltkrieg führte. Wieso sollte also dieses System dem gemeinen Menschen mehr gedient haben solllen.
Das Besitztum mag zwar für den gemeinen Menschen in diesem System aufgehoben worden sein, aber die Menschen im Parteiapparat nutzten doch genauso ihre Vorteil wie in sonstigen Machthierarchien.

Du sagst es richtig: implementiert.
Aber selbst das stimmt nicht ganz, denn von denen Du sprichst, das waren die Leute um Trotzki, die (NACH Lenin und seiner Mannschaft) aus den USA kam und sich später mit Bucharin (rechts außen) zusammenschloss, um die Sowjetmacht zu stürzen! Bei diesem Vorhaben wurde ihm von außen geholfen: Durch den Interventionskrieg der altbekannten unheiligen Allianz: GB/USA/F/D – sie hatten sich im Osten noch Japan ins Boot geholt – und die ja kurz vorher angeblich gegeneinander Krieg führten! Ziel damals wie immer: Zerstörung und Zerstückelung Russlands, um die Beute dann unter sich aufzuteilen.
Es waren Trotzki und seine Leute, die nicht nur die Zarenfamilie auslöschte und Kirchen und Klöster schleifte, sondern auch das Gold der Zarenfamilie, der Kirchen und Klöster in die USA verschiffte, also das Land ausraubte, ganz ähnlich wie das später Gorbatschow und Jelzin gemacht haben!
Diese Verbrecher waren es auch, die Lenin mit Syphillis infizierten, ihn also umbrachten – und Lenins Frau, die Krupskaja, spielte hier eine ziemlich undurchsichtige Rolle, hatte sie es doch verhindert, dass sowohl Ärzte als auch Leute, die NICHT in Trotzkis Dunstkreis gehörten, zu Lenin Kontakt halten konnten! Dadurch kam das berüchtigte Testament zustande, das vor Stalin warnte und das er im Übrigen später widerrief!

Stalin räumte mit dieser Verbrecherbande auf – und wurde darum prompt zum Diktator – später gar schlimmer als Hitler – gemacht. ER hat nämlich die Verbrecher bestraft und aus den verantwortungsvollen Posten im Land verjagt. Das wurde dann die Große Säuberung genannt. In den Massenmedien der sattsam bekannten Propagandisten wurde daraus die Repression, Verfolgung und Massenmorde. Wie war das mit den Hunden, die geschlagen werden?

Als Stalin und seine Mannschaft nach dem Krieg und dem Wiederaufbau der Sowjetunion Pläne ausgearbeitet hatten, die dem Volk viel mehr Mitsprache und Mitbestimmung garantierte, die es ermöglichten, auf Grund von Voten der Bürger unfähige und korrupte Beamte aus dem Amt zu jagen, sahen sich Chrustschow und seine Apparatschiks, die es sich in der Zwischenzeit in den Sesseln bequem gemacht hatten, bedroht. Zumal Stalin Chrustschow als Verräter erkannt hatte, der wie einst Trotzki handelte. Darum hatte Stalin ihn aus dem inneren Kreis der Beratungen ausgeschlossen und der Ausschluss aus dem ZK stand bevor. Das alles zusammen führte zu Stalins Todesurteil derselben Mächte, die einst verhindern wollten, dass Stalin überhaupt an die Macht kam. Stalin war also dabei, den verheerenden pyrimidialen Machtaufbau – wie er während des Krieges und kurz danach notwendig war – aufzulösen und dem Volk die Macht (zurück-)zu geben. Dafür musste er sterben.

So wurde Stalin aus dem Weg geräumt, sein Wirken in Mißkredit gebracht und der Sozialismus langsam aber stetig von innen her zersetzt und ausgehöhlt.

In der DDR lief dasselbe Szenario ab, hier hießen die Verräter Honnecker, Tisch und Schalck-Golodkowski!

Warum sollten die heutigen Mächtigen in Russland anders mit der Macht umgehen?
Dass auch diese Mächtigen nur am Profit interessiert sind, ist doch den genannten Projekten in dem anderen Artikel auch zu sehen.
Für mich istehen hier zwei Machthaber gegenüber, die ihr Spielchen spielen, zu ihrem Vorteil, aber weniger zum Vorteil der Menschen, die sie beherrschen …

Es gibt heute wie damals und wie immer und wie überall sehr verschiedene Strömungen und Anschauungen in Russland. Es gibt keine homogene Masse.
Schauen wir uns die Politik von Putin (er handelt NIE allein, sondern es sind immer Ergebnisse kollektiver Prozesse) an, so hat er Russland aus den Klauen der Oligarchen befreit: Er hat Chodorkowsky ins Gefängnis gesteckt, Beresowsky ist nach GB geflohen, wo er nun dem britischen Geheimdienst nichts mehr nützte und folgerichtig eines merkwürdigen Todes starb, den man versuchte dem FSB (russischer Geheimdienst) anzuhängen, was aber nicht gelang! Mehrere weitere Oligarchen flohen ganz plötzlich nach Israel, in die USA und nach GB (beachte die Länder, in die sie flohen!)

Putin hat den Knebelvertrag zur Förderung von Erdöl ausländischer Unternehmen, die sich in Russlands Tundra wie die Schweine benommen haben, beendet und damit Russland die Möglichkeit gegeben, diesen Saustall wieder aufzuräumen (so das überhaupt möglich ist, siehe Nigeria) und den Ertrag aus dem Öl für Russland zu verwenden! Die USA hatten einen Knebelvertrag abgeschlossen (wie sie das überall tun), wonach Russland aus dem geförderten Öl nicht das schwarze unter dem Fingernagel blieb.
Er hat angefangen, die durch Gorbatschow und Jelzin völlig zerstörte Wirtschaft und Infrastruktur wieder aufzubauen.
Er hat den Beamten des Staates verboten, Konten im Ausland zu haben und die müssen nun ihr sonstiges Vermögen im Ausland munitiös auflisten, so sie ihre Posten und Pöstchen nicht verlassen haben. Damit hat er es bewerkstelligt, dass Geschäftsmänner die Politik des Staates nun nicht mehr bestimmen! “Da Sie Geschäfstmänner sind, kümmern Sie sich um ihre Geschäfte und mischen sich nicht in die Politik ein!” Da Leute wie Chodorkowski ins Gefängnis gesteckt wurden, haben nun solche “Geschäftsleute” auch plötzlich gar keine Lust mehr, sich in politischen Ämtern zu tummeln, um durch die Immunität der Gerichtsbarkeit zu entgehen und ungestört ihre Verbrechen begehen zu können, denn sie haben gelernt: In Russland funktioniert das nicht!

Er hat die angloamerikanisch finanzierten “NGO”s stark zurück gedrängt, die sich massiv in die Politik Russlands, also in die inneren Angelegenheiten Russlands, einmischten. Es war nicht nötig, sie zu verbieten, es reichte, dass sie offenlegen müssen, von wem und von wo aus sie finanziert werden und sich ergo öffentlich als das erkennen geben zu müssen, was sie tatsächlich sind: Agenten eines fremden Landes! Viele dieser ach, so engagierten NGOs haben ihre Pforten daraufhin geschlossen!

Dieses Video gibt Dir anschaulicher Bescheid über die Verdienste Putins als ich es hier vermag.

Putin ist heute dabei, die völlige Souveränität und Unabhängigkeit Russlands von den Angloamerikanern wieder herzustellen! Das aber ist ausschließlich im Interesse des Volkes! Gorbatschow und Jelzin hat das gar nicht interessiert, wie es auch Merkel und Bande gar nicht interessiert! Ganz im Gegenteil, die Regierungen der EU/NATO verschleiern und vertuschen bis heute, dass nicht nur die BRD eine faktische Kolonie der USA ist und sie dienen den USA/GB und Israel

Das alles ist im Interesse der Menschen! So handelt nur die Regierung eines Staates, dem die Interessen des Volkes am Herzen liegen und die in deren Interessen handelt. Wenn Du meinst, dass dies nicht so ist – schau Dich in der BRD um, vergleiche die Politik hier und deren Ergebnisse für die Menschen.

Darum ist der Westen so wütend auf Putin und Russland und fährt die Hetze und Kriegspropaganda hoch. Darum wird Putin zum “Diktator” stilisiert! Da hilft auch nicht das Honig ums Maul schmieren, indem Putin zum Mann des Jahres gekürt wird, um das zu verschleiern! Erinnere Dich an die Kampagne um die Votzen-Aufstände und Chadarkowski!

Und dabei spreche ich noch gar nicht von den außenpolitischen Erfolgen Russlands, die zustande kamen, weil die Interessen der Menschen im Vordergrund standen: Der verheerende Weltenbrand wurde auf politischem Gebiet verhindert! Und das gleich zweimal! In Bezug auf Syrien und auf Iran.
Russland, weil es im Interesse der Menschen handelt, hat verhindert, dass sich die Ukraine der EU anschloss, was für die Menschen der Ukraine verheerende Folgen gehabt hätte! Dass bei diesem Coup auch Sicherheits- und ökonomische Interessen Russlands eine Rolle spielten, wer will das verübeln? Allerdings hat sich Russland nicht in die inneren Angelegenheiten der Ukraine eingemischt, wie das die BRD, die USA und die anderen der unheiligen Allianz ganz offen und unverblümt taten! Russland hat immer betont, die Entscheidung liege beim ukrainischen Volk. Und das war in der Mehrheit (80 %) gegen eine Anbindung an die EU. Dass die 20 % lauter gebrüllt haben mit dem Geld des Westens, ändert an dieser Tatsache gar nichts.

Nein, es sind nicht einfach zwei Mächte, die sich gegenüber stehen! Es sind zwei völlig unterschiedliche Ansätze des Handelns im Inneren und im Äußeren! Es sind wieder zwei Ideologien, die sich gegenüberstehen. Putin umschrieb es etwas höflicher: Was uns von den USA unterscheidet, ist nicht die Ideologie, sondern die Kulturologie. Die USA setzen auf das Individuum, wir auf das Kollektiv.

Dieser Satz sagt bereits alles aus! Die USA handeln im Interesse einzelner (weniger) Individuen. Russland handelt im Interesse des Kollektivs – der Mehrheit der Menschen. Er hat das woanders auch noch deutlicher ausgedrückt.

Und das ist KRIEG! Der wieder von der unheiligen Allianz gegen Russland geführt wird – wie schon seit 400 Jahren. Und sie werden wieder scheitern.

P.S. Die “Neuen Imperien” sind Imperien wie die ALBA-Länder, die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, die Eurasische Union und so weiter. Ich habe absichtlich auf die englische Version verlinkt, denn die deutsche ist sowas von nichts sagend, wie das nur von der deutschen Propaganda erwartet werden kann. (Die BRD wird ideologisch wieder als Rammbock gegen den Osten vorbereitet!)
Diesen “Imperien” gemeinsam ist, dass sie die Interessen der Menschen in den Vordergrund stellen, die transnationalen Konzerne und Banken zurückdrängen, Chancengleichheit für alle Menschen anstreben, für gleichberechtigte Partnerschaft eintreten, Handel zum gegenseitigen Vorteil treiben und die Souveränität und Unverletzlichkeit der Grenzen aller Länder anerkennen und das ist Friedenspolitik! Friedenspolitik wird aber grundsätzlich NIE von den “alten” imperialistischen Mächten angestrebt. Denn die brauchen den Krieg wie die Luft zum Atmen. Das Wort “Imperium” wird benutzt, um deutlich zu machen – und das wird in den Artikeln auch deutlich gemacht – dass es sich um große Zusammenschlüsse von Staaten/Nationen/Völkern handeln muss, um dem angloamerikanischen Imperialismus, ja Faschismus, die Stirn bieten zu können.
Du kennst ja das Gleichnis mit dem einen und den hundert Ästen!

Syrien – Absichten und Hintergründe enthüllt

Übernahme des Artikels vom heutigen Tag, 11. März 2013 von denkbonus

Faisal al-Hamad – Geheimplan geleaked

Faisal al-Hamad – Geheimplan geleaked

 

Faisal al-Hamad wird Ärger bekommen, wenn er ihn nicht schon hat. Das Mitglied des Generalsekretariats der kuwaitischen Nationalpartei lüftete das Geheimnis um die wahren Absichten hinter dem Überfall auf Syrien

Wie der kuwaitische Politiker jetzt in die Welt zwitscherte, kam es bei der letzten Konferenz der ‘Freunde Syiens’ in Katar zu einer geheimen Abmachung zwischen den Terrorbanden auf

syrischem Boden und den Hauptaggressoren und Finanziers im Krieg gegen das vom Westen geschundenen Land. In diesem Geheimvertrag findet sich die fast vollständige Agenda wieder, welche sich die kriegführende ‘westliche Wertegemeinschaft’ auf die Fahne geschrieben hat. Die Betonung liegt hierbei auf ‘gemein’, denn der Plan sieht mehr vor, als nur die komplette Zerstörung Syriens als souveränen Nationalstaat.

Am Tisch dieser illustren Runde saß neben dem katarischen Außenminister Hamad Bin Jassim Al-Thani auch dessen türkischer Amtskollege Ahmad Daoud Ugly. Der emiratische Außenminister Abdullah bin Zayid Al Nahyan gehörte ebenfalls zu den Unterzeichnern des Geheimabkommens gemeinsam mit dem syrischen Oppositionellen Riyad Saif, einem Vertreter des Istambuler Rates sowie Mohammed Riad Shaqfeh, der die Muslimbrüderschaft vertrat. Dirigiert wurde das geheime Sextett vom amerikanischen Botschafter Robert Ford. Die Punkte der geheimen Agenda geben Aufschluss über die mittelfristigen Ziele der USA und ihrer Verbündeten auf deren Nah Ost- Feldzug.

Uncle Sam at work

Uncle Sam at work

Entmachtung und Entwaffnung Syriens

Die syrische Armee soll diesen Plänen zufolge künftig auf maximal 50 000 Soldaten reduziert werden. Dahinter mag die Sorge stecken, dass die syrische Armee sich nach ihrem Niedergang im Geheimen reorganisieren könnte wie es derzeit bei den grünen Streitkräften der Jamahiriya in Libyen geschieht. Ein weiterer Punkt ist die Beseitigung aller chemischen und biologischen Waffen in dem Mittelmeerstaat. Außerdem soll Syrien auf die Rückgabe eines ehemaligen und wichtigen Teil seines Staatsgebietes durch die Türkei verzichten. Die Rede ist von der Sandschak Alexandrette, einem Gebiet etwa von der Größe des Saarlandes, welches im Süden der Türkei an Syrien angrenzt. Seit die Türkei sich das kleine Stück Land erobert hatte, trägt es den Namen Hatay und reicht bis Iskenderun an der Mittelmeerküste. Weiterhin sollen sämtliche Mitglieder der kurdischen Arbeiterpartei PKK aus Syrien vertrieben, deren Führungsköpfe ausgeliefert und die PKK auf die Liste der terroristischen Organisationen gesetzt werden.

Chinas wirtschaftlichen Aufstieg stoppen

Dem Geheimplan zufolge sollen sämtliche Verträge zwischen chinesischen Unternehmen und dem syrischen Staat abgeschafft werden. Dies betrifft gleichermaßen die Exploration von Ressourcen wie auch Veträge über die Lieferung von Waffen. Nicht dass es nennenswerte Handelsbeziehungen zwischen China und Syrien gäbe. Im Jahr 2008 lag der Import chinesischer Handelsgüter nach Syrien jedoch bei immerhin 8,8 Prozent. Dennoch handelt es sich hierbei um ein Spiel über Bande. Denn die eigentliche Stoßrichtung zielt auf den Iran. Sollte Syrien fallen, dann bräche dem Iran ein wichtiger wirtschaftlicher und strategischer Partner weg, was das Land zusätzlich destabilisieren würde. Sollte dann auch noch der Iran zur Beute des Westlichen Raubmordzuges werden, wäre China in der Tat angeschmiert.

Etwa 48 Prozent der chinesischen Ölimporte stammen aus dem Iran und das persische Öl ist bekannt für seine hohe Qualität. China wäre gezwungen, sich seinen Ölnachschub aus teureren Quellen zu organisieren und müsste auch wieder in Dollar abrechnen, während man sich mit dem iranischen Nachbarn auf einen Transfer in der jeweiligen Landeswährung geeinigt hatte. Am Dollar vorbei mit Öl zu handeln ist aus amerikanischer Sicht ein Sakrileg, das bestraft gehört. Dies musste Libyen bereits leidvoll erfahren. Der brutale Überfall auf das Land galt nicht nur dessen Bodenschätzen sondern sollte zugleich eine offene Drohung sein für andere Länder, die ihren Petrohandel gerne in einer anderen Währung als dem wertlosen Dollar betreiben würden. Das ‘grüne Band der Sympathie’ umspannt die Erde mit Waffengewalt.

Russland Schaden zufügen

Naheliegenderweise sollen laut dem Papier auch sämtliche Verträge zwischen Syrien und Russland für null und nichtig erklärt werden. Auch hier geht es weniger um Rohstoffe, obwohl Syrien als souveräner Mittelmeerstaat durchaus Anspruch hätte auf Teile der im Levantebecken gefundenen Gasvorkommen. Aber Syrien ist ein guter Abnehmer russischer Militärtechnik. Flugzeuge, Artillerie und Boden-Luft-Raketen wie die Jachont-Rakete, eine moderne Antischiffs- Lenkwaffe.

Israels Position stärken

Wie das Geheimpapier desweiteren ausweist, verlöre Syrien jeden Anspruch auf die Golanhöhen. Das Recht auf Rückgabe wird an Verhandlungen mit Israel geknüpft, welches an einem solchen Schritt wenig Interesse haben dürfte. Zudem soll Wasser vom Atatürk- Staudamm in der Südtürkei über syrisches Territorium und den Golan nach Israel geleitet werden.

Exklusive Sonderrechte für den Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE)

Syrien ist reich an Bodenschätzen

Syrien ist reich an Bodenschätzen

Katar und die VAE verpflichten sich zum Wiederaufbau Syriens unter der Bedingung, dass ausschließlich deren Unternehmen den Wiederaufbau sowie die Öl- und Gasexploration in

Syrien und im Mittelmeer übernehmen. Syrien verfügt über große Öl- und Gasvorkommen. Hinzu kommen zig Milliarden Kubikmeter an Gas vor den Küsten Zyperns, die dann von den beiden Golfstaaten ausgebeutet und per Pipeline nach Europa gleitet werden sollen. Durch diesselben Rohre flösse dann natürlich auch emiratisches und katarisches Gas über Syrien und die Türkei auf dem Festland bis nach Europa. Rohstoffe wie Öl und Gas sind wertlos, solange man sie nicht verkaufen kann, daher müssen sie nach Europa. Die Gaspipelines durch den Restirak und Syrien sind eine ungleich elegantere Lösung als die bisherige Verschiffung. Die Route sähe dann folgendermaßen aus: Katar + VAE, Irak, Syrien, Türkei, Griechenland und Europa. Die beiden Golfstaaten verpflichten sich weiterhin, ihre Handelsbeziehungen zu Russland, China und dem Iran künftig einzudämmen und ihre Beziehungen zur Hisbollah und dem palästinensischen Widerstand abzubrechen.

Terroristenverarsche

Von Al Qaida bis hin zur al Nusra- Front kämpfen fanatische Islamisten erbittert für einen fundamentalistischen Gottesstaat in Syrien. Sie masakrieren Dorfbevölkerungen, vergewaltigen, plündern, brandschatzen und entführen. Dafür werden sie zu tausenden von der syrischen Armee aufgerieben, die schon lange keine Gefangenen mehr macht. Die Salafisten, Wahhabiten und Takfiristen wissen es noch nicht, aber sie kämpfen vergebens. Sollte Assad gestürzt und das derzeitige Schlachthaus in ein komplettes Tollhaus verwandelt werden, so ist den Geheimplänen zufolge, die nun nicht länger geheim sind, geplant, einen islamischen Staat zu errichten, nicht jedoch einen islamistischen. Dies könnte der Hauptgrund dafür sein, dass dieses Abkommen bislang so geheim gehandelt wurde.

Ach ja, übrigens, in seinem letzten Tweet weist Hamad noch süffisant darauf hin, dass im Kampf der „Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten gegen die ‘syrische Revolution’ keines der Ziele während des gesamten Zeitraumes der Revolution erreicht werden konnten.“ Lediglich konnten in der Katar- Konferenz die ‘Angelegenheiten’ mit „einigen Parteien“ geregelt werden.

Quellennachweis und weiterführende Links

Diktatur Spanien: Ausweisung – nach friedlicher Demo und ohne Gerichtsverfahren

José Morales (Foto) kann es nicht fassen! Weil er friedlich gegen die Ölbohrungen neben den Kanarischen Inseln protestiert hat, wird er nun des Landes verwiesen. Er hat 48 Stunden Zeit, um seine Sachen zu packen und das Land zu verlassen sonst drohen ihm ab Freitag Festnahme und Anschiebung. Der Bolivianer, der seit zehn Jahren auf Lanzarote wohnt und eine Tochter hat, die auf den Kanaren geboren (und damit Spanierin) ist, ist am Boden zerstört.

Ich erlebe sehr bittere Momente in dieser Situation unglaublicher Verägerung über solche diktatorischen und faschistischen Massnahmen, mittels derer soziale Bewegungen und alle Aktivisten kriminalisiert werden sollen“, sagt der Bolivianer kopfschüttelnd, der schon lange integraler Teil der Gesellschaft der Kanaren-Insel ist. Wenn er in 48 Stunden nicht verschwunden ist, will man ihn aus dem Land werfen. Wegen “Störung öffentlicher Ordnung”; wegen einer Demonstration gegen die Ölbohrungen, bei der er sich vorbildlich verhalten hat – so wie alle, die dabei waren.

José Manuel Soria, der Ölminister der PP – angeblich zuständig für Tourisms und Industrie – war an diesem Tag auf Lanzarote gewesen. Eine Gruppe von Menschen hatte sich spontan zu einer Demo zusammen gefunden, um gegen die Ölbohrungen unweit der Strände zu protestieren. Eine vollkommen friedliche Veranstaltung, bei der niemand Gewalt anwendete, die Polizei keinerlei Arbeit hatte. José Morales nahm sein Demonstrationsrecht wahr wie andere, ohne in irgendeiner Weise ausfallend zu werden. Es gibt reichlich Kamera-Aufnahmen, die genau das beweisen. Das Ergebnis der Versammlung: Gegen sieben Teilnehmer wird ermittelt, um ihnen eine Geldstrafe zu verpassen – im Falle von José Morales endete in seiner eiligen Ausweisung innerhalb von 48 Stunden.

Tausende von Kriminellen … die Diktatur von Mariano Rajoy hat noch viel zu tun.

Von niemandem war Identifikation verlangt worden, es hatte keine einzige Festnahme gegeben, niemand hatte sich als Polizist vorgestellt, um in irgendeiner Weise einzugreifen. Doch nach der Demonstration, überdie sich der Herr Minister offensichtlich schrecklich geärgert hatte, hagelte es Gerichtsbescheide. Auf der kleinen Insel Lanzarote kennt man die Leute. Es war also sehr einfach, ein Exempel zu statuieren, um zu zeigen, was Leuten passiert, die aufmucken. Hier wird knallhart das Ausländerrecht ohne jedes Gerichtsurteil angewendet. Eine Massnahme, die auf Kuba oder in Nordkorea an der Tagesordnung ist, aber in Spanien?

José Morales lebt seit einem Jahrzehnt legal auf Lanzarote, alle seine Papier sind in Ordnung. Seine Tochter ist Canaria, sie wurde auf der Insel geboren. Der Bolivianer ist bekannt und beliebt auf der Insel. Weil er sich friedlich aber engagiert für die Umwelt seiner Heimat einsetzte, soll er jetzt ausgewiesen werden. Wie verzweifelt muss eine konservative Regierung sein, wenn sie eine Massnahme nach der anderen trifft, die alle dazu geeignet sind, ein Land in den Bürgerkrieg zu treiben. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, Spanien sei auf dem Weg zurück in die Diktatur. José Morales kann es bestätigen!

via uhupardos  Diktatur Spanien: Ausweisung – nach friedlicher Demo und ohne Gerichtsverfahren.

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