Winston Churchill und der „Geist Schillers“

Vor einiger Zeit las ich ein Zitat, nachdem Winston Churchill gesagt haben soll:

Den Deutschen muss der Geist Schillers ausgetrieben werden.

Winston_Churchill

Sofort fragte ich mich: Was ist der „Geist Schillers“?

Als nächstes stellte ich fest, dass Schiller im Kulturleben der Bundesrepublik tatsächlich kaum eine Rolle spielt!

Als mir dann dieses Zitat noch einmal über den Weg lief, begab ich mich auf die Suche nach dem „Geist Schillers“, der „den Deutschen ausgetrieben werden“ müsse.

Ich bin fündig geworden!

Friedrich-von-Schiller

Das Buch von Rüdiger Safranski: „Friedrich Schiller oder der Erfinder des deutschen Idealismus“ klärte mich auf. Es ist ein biographischer Roman, der Schiller in seiner Zeit schildert und seine Beziehung zu den großen Autoren, Geschichtsschreibern und Philosophen seiner Zeit darstellt, von denen er selbst einer war. Sein Werdegang wird von Rüdiger Safranski anschaulich beschrieben, wobei er es geschafft hat, mir das ausgehende 18. und beginnende 19. Jahrhundert so gut zu beschreiben, dass mir auch andere Zusammenhänge klarer geworden sind. Aber darum soll es hier nicht gehen…

Beim Lesen des Buches eröffnete sich mir der Charakter Schillers, die Umstände, die ihn formten, sein Schaffensdrang, der ihn vorwärtstrieb. Und ich fand den „Geist Schillers“, den Churchill so unbedingt ausmerzen wollte!

Nach der Lektüre dieses Buches möchte ich am liebsten allen zurufen:

Beschäftigt Euch mit Friedrich Schiller! Lest seine Werke, seine Theaterstücke, Gedichte, Balladen und Briefe mit offenem Herzen und wachem Geist!

Ich stellte während des Lesens immer wieder fest, dass Friedrich Schiller heute so aktuell ist wie im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert.

Der „Geist Schillers“ wird besonders in seiner Philosophie der Freiheit, in seinen Briefen zur „ästhetischen Erziehung des Menschen“ deutlich, aber auch in seiner „Philosophie der Liebe“ seiner Jugendzeit, in deren Rausch er die „Ode an die Freude“ verfasste!

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng getheilt,
Bettler werden Fürstenbrüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.

Seid umschlungen Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder – überm Sternenzelt
Muß ein lieber Vater wohnen.

Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu seyn,
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!
Ja – wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer’s nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund!

Was den großen Ring bewohnet,
Huldige der Sympathie!
Zu den Sternen leitet sie,
Wo der Unbekannte thronet.

Freude trinken alle Wesen
An den Brüsten der Natur,
Alle Guten, alle Bösen
Folgen ihrer Rosenspur.
Küße gab sie uns und Reben,
Einen Freund, geprüft im Tod,
Wollust ward dem Wurm gegeben,
Und der Cherub steht vor Gott.

Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahndest du den Schöpfer, Welt?
Such ihn überm Sternenzelt,
Ueber Sternen muß er wohnen.

Rettung von Tirannenketten,
Großmut auch dem Bösewicht,
Hoffnung auf den Sterbebetten,
Gnade auf dem Hochgericht!
Auch die Toden sollen leben!
Brüder trinkt und stimmet ein,
Allen Sündern soll vergeben,
und die Hölle nicht mehr seyn.

Eine heitre Abschiedsstunde!
süßen Schlaf im Leichentuch!
Brüder – einen sanften Spruch
Aus des Todtenrichters Munde!

(Ursprüngliche Fassung, die 1785 im „Thalia“ erschien)

Von seiner „Philosophie der Liebe“ hat sich Schiller später verabschiedet. Diese Ode steht jedoch noch heute als Monument, als Gesang für die Liebe zwischen allen Wesen auf unserer Erde, für die Liebe zwischen den Menschen, Völkern und zur Natur! Sie ist ein Gesang auf die Macht der Liebe.

Die Essenz seiner Freiheits-Philosophie fasst Rüdiger Safranski zusammen, indem er Fichtes Auffassung von Freiheit:

„Freiheit kann nur im politischen Kampf um sie erlernt werden“

der Schillers gegenüber stellt, der meint, dass der Mensch die Freiheit:

„erst durch die ästhetische Bildung und im Spiel der Freiheit erlernen und verinnerlichen muss, um sie dann in der äußeren politischen Welt errichten zu können.“

Weiter führt Friedrich Schiller aus:

„In einer Gesellschaft der Unfreien wird die Macht der Willkür und des Egoismus angebetet. Napoleon kann ein Abgott nur für diejenigen sein, die nicht ihre Freiheit wollen, sondern die Macht anbeten, die sie selbst nicht haben.“

Was aber Churchill meinte, wenn er vom „Geist Schillers“ sprach, den er so sehr fürchtete, dass er ihn den Deutschen „austreiben“ wollte, ist deutlich in Schillers „Wilhelm Tell“ ausgesprochen, im Schwur vom Rütli:

„Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht,
Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden,
Wenn unerträglich wird die Last – greift er,
Hinauf getrosten Mutes in den Himmel,
Und holt herunter seine ewgen Rechte,
Die dort oben hangen unveräußerlich
Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst –
Der alte Urstand der Natur kehrt wieder.“

Es ist bezeichnend, dass Hitler die Aufführung des „Wilhelm Tell“ verboten hatte!

Weiter geht es mit dem „hochgefährlichen“ Friedrich Schiller, der in seinem Gedicht „Der Antritt des neuen Jahrhunderts“ (nämlich des neunzehnten) den Frieden von Lunéville mit Napoleon anprangerte, den er als „Untergang der europäischen Freiheit“ ansah, und in dem er noch einmal seine Philosophie der Freiheit deutlich machte. Die Freiheit Europas sei zur Beute der kontinentalen (Frankreich) und maritimen (England) Hegemonialmächte geworden:

„Und das Band der Länder ist gehoben,
Und die alten Formen stürzen ein;

Zwo gewaltige Nationen ringen
Um der Welt alleinigen Besitz,
Aller Länder Freiheit zu verschlingen,
Schwingen sie den Dreizack und den Blitz!“

Friedrich Schiller war es auch, der den Begriff der „Kulturnation“ für das deutsche Volk prägte. Im selben Gedicht fragt er:

„Edler Freund! Wo öffnet sich dem Frieden
Wo der Freiheit sich ein Zufluchtsort?“

und antwortet:

„In des Herzens heilig stille Räume
Mußt du fliehen aus des Lebens Drang.
Freiheit ist nur in dem Reich der Träume
Und das Schöne blüht nur im Gesang.“

Er begann an dem Gedicht „Deutsche Größe“ zu arbeiten, dass er unvollendet und unveröffentlicht ließ. In Vorarbeiten zu dem Gedicht heißt es:

„Darf der Deutsche sich in diesem Augenblicke, wo er ruhmlos aus seinem tränenvollen Kriege geht… darf er sich seines Namen rühmen und freu’n? …
Ja, er darf’s! Deutsches Reich und deutsche Nation sind zweierlei Dinge. Die Majestät des Deutschen ruhte nie auf dem Haupt seiner Fürsten. Abgesondert von dem politischen hat der Deutsche sich seinen eigenen Wert gegründet, und wenn auch das Imperium unterginge, so bliebe die deutsche Würde unangefochten.
Sie ist eine sittliche Größe, sie wohnt in der Kultur.“

er setzt fort:

„endlich muss die Sitte und die Vernunft siegen, die rohe Gewalt der Form erliegen – und das langsamste Volk wird alle die schnellen flüchtigen einholen.“
„Deutschland wird an dem ewigen Bau der Menschenbildung arbeiten“
„Jedes Volk hat seinen Tag in der Geschichte, doch der Tag der Deutschen ist die Ernte der ganzen Zeit.“

Friedrich Schiller stellte in seinem „Wilhelm Tell“ künstlerisch dar, dass „Freiheit im Bewahren liegen“ kann. Freiheit muss also nicht unbedingt zu etwas Neuem führen, sondern kann darin bestehen, das Bestehende zu erhalten, wenngleich sich die Bedingungen des Zusammenlebens, die Gesellschaft, die einzelnen Menschen durch den Freiheitskampf gewandelt und erhöht haben.

Gottfried Keller schrieb 50 Jahre später zum „Wilhelm Tell“, dass dieses Stück auf vollkommen neue Weise den eigentlichen Beruf der Dichtung erfülle und in einem Gedicht auf Friedrich Schiller formuliert er:

„die das Gewordene als edles Spiel verklärt,
Das seelenstärkend neuem Werden ruft,

Bis einst die Völker selbst die Meister sind,
Die dichterisch handelnd ihr Geschick vollbringen.“

Hitler war eine Puppe des Westens im Spiel gegen das russische Volk

Der Historiker und Publizist Nikolai Starikow bezieht neben dem aktuellen Geschehen in Russland auch häufig zu Stalin Stellung (er veröffentlichte meherere Bücher zu Stalin) und so muss er sich zwangsläufig auch mit Hitler beschäftigen. Auch die Artikel, die zu diesem Thema von ihm auf seinem Blog veröffentlicht wurden, werde ich in loser Folger übersetzen und damit auch hier, in Deutschland, zur Dikussion stellen. Der vorliegende ist seine neueste Veröffentlichung zu diesem Thema.

Unautorisierte eigene Übersetzung des Originalartikels des Historikers und Publizisten Nikolai Starikov vom
8. Februar 2013:

Am 30. Januar 1933, vor praktisch 80 Jahren, gab es ein Ereignis, das die einfachen Menschen dieser Zeit überhaupt nicht bemerkten. Sie zogen ihre Kinder auf, liebten ihre Frauen und Männer – mit einem Wort, sie lebten ihr normales leben. Und bemerkten nicht, dass ihr Leben in eine vollkommen andere Etappe eintrat.
Die Bewohner Stalingrads, Moskaus oder Kiews wandten auf dieses Ereignis keinerlei Aufmerksamkeit.
An diesem Tag wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler Deutschlands ernannt.

Entgegen der vorherrschenden Meinung, war die Ernennung Hitlers auf den Posten des Kanzlers (d.h. des Premiers) nicht durch einen Sieg der Nazisten in den Wahlen bedingt. Die NSDAP erhielt nicht mehr als
50 % der Stimmen in den Parlamentswahlen. Aber der Präsident Hindenburg ernannte Hitler. Warum? Weil es Zeit war, einen Krieg zu beginnen. Und London mit Washington zogen die Strippen. Als Kopf in Deutschland brauchten sie einen Fanatiker, der bereit war mit Russland Krieg zu führen, der bereit war, Blut zu vergießen.

Pünktlich zum Tag der Ernennung des Hauptfeindes des russischen Volkes auf seinen Posten, beschloss das Portal KM.ru den Hauptgedanken meines Buches: „Wer zwang Hitler, über Stalin herzufallen? – den Führer brachten ausländische Kräfte zur Macht“ mit Experten zu besprechen.

Quelle: http://www.km.ru/world/2013/01/30/istoriya-vtoroi-mirovoi-voiny/702840-gitler-byl-peshkoi-v-igre-zapada-protiv-russko

Am 30 Januar 1933, wurde der 44jährige Adolf Hitler Reichskanzler Deutschlands. Wie in der Analogie Woland in Bulgakows „Der Meister und Margarita“ sagte: „Annuschka hat schon das Öl verschüttet.“ Der weitere Verbleib Hitlers am Steuer des Landes – das war einer der großen historischen Vorbereitungen zum wichtigsten und schlimmsten Abenteuer seiner persönlichen Biographie wie auch der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Aber hätte es auch anders sein können? Diese Frage beschäftigt seit langem die Historiker der ganzen Welt, und es gibt die verschiedensten Versionen. Eine der populären ist, dass Hitler den Krieg nicht selbständig führte. Der Krieg war keineswegs seine Schöpfung. Verschiedene Historiker – Anhänger der gegebenen Theorie – divergieren manchmal einzig in der Beurteilung der Selbständigkeit der genannten Person.

Einer der stärksten Anhänger dieser Theorie ist zum Beispiel der bekannte russische Historiker und Publizist Nikolai Starikow. In seinem Artikel „Wurde Hitler zum Überfall auf die UdSSR durch England und die USA gezwungen?“ schreibt er im Einzelnen:

Adolf Hitler wurde durch London und Washington und mit geringerem Anteil durch Paris zur Macht gebracht. Das war eine Art Kettenhund, der mit einem Ziel groß gezogen wurde – dem Überfall auf Russland. Sie selbst mögen nicht Krieg führen, irgend jemand muss das für sie tun. Sie brachten einen entschlossenen Menschen, einen Fanatiker an die Macht, gaben ihm Geld, Kredite, hörten auf die Reparationen Deutschlands zu erheben, bauten die Industrie auf. Aber wie konnte Hitler einen Krieg mit der UdSSR beginnen, wenn sich zwischen ihnen ein Staat befand?

In der Unterhaltung mit dem Kolumnisten von KM.ru kommentierten unsere Experten die These.

Publizist, Politologe Anatoli Wasserman:

Mein alter Freund, der Historiker und Publizist Lew Removitsch Wershinin bemerkte nicht nur einmal, dass viele Einzelheiten der jähen Karriere Adolf Hitlers nur aus der Schlussfolgerung erklärt werden könnten, dass ausländische Kräfte ihn speziell aus der Menge der konkurrierenden Führer ausgesucht haben. Wobei sie ihn nach einem ziemlich ungewöhnlichen Kriterium auswählten: diese ausländischen Kräften selbst (insbesondere die britischen und amerikanischen) brauchten einen ausreichend fanatischen Menschen, der alle seine Versprechen, ohne Rücksicht auf die möglichen Folgen, erfüllen würde. Aber sie rechneten ziemlich einfach: Das Programm, dass rings um die Unabhängigkeit von anderen Völkern errichtet wurde, musste unweigerlich den Zusammenhalt dieser anderen Völker gegen Deutschland hervorrufen.

Der Gedanke zu dieser Auswahl war, dass zum ersten der Sieg Deutschlands im bevorstehenden Weltkrieg sicher ausgeschlossen wurde und zum zweiten, um durchzusetzen, dass auch nach dem Krieg die Reputation Deutschlands für viele weitere Jahre beschädigt wurde. Aber so eine Auswahl war vor allem deshalb möglich und notwendig, damit niemand an der Unausweichlichkeit des Krieges selbst zweifeln konnte, dass alle interessierten Personen und Organisationen hervorragend verstanden, dass er unumgänglich ist und noch schlimmer als der Erste Weltkrieg werden würde.

Als der Versailler Friedensvertrag geschlossen worden war, äußerte der Oberste Hauptkommandierende der Streitkräfte der Entente, Marschall Frankreichs Ferdinand Bertronowitsch Fosch, der mit den Bedingungen des Vertrages vertraut war, sofort: „Das ist kein Frieden, das ist ein Waffenstillstand für zwei Jahrzehnte.“ Und das erwies sich als absolut richtig: Der Krieg begann ausgerechnet zwanzig Jahre nach dem Abschluss des Versailler Vertrages. Das Problem besteht darin, dass der Gegensatz zwischen den Ländern und den Gruppen der Länder, die den Ersten Weltkrieg hervorgerufen haben, nirgends verschwanden und nicht verschwinden können, solange die Marktwirtschaft besteht: Sie gebiert unbedingt die Gegensätze solcher Art, sie benötigt unbedingt wieder und wieder einmal eine Aufteilung der Welt, darum war die Fortführung des Krieges wissentlich notwendig. Und mithin versuchten die verschiedenen Länder sich mit verschiedenen Mitteln darauf vorzubereiten. Insbesondere Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Amerika bereiteten sich frühzeitig auf einen ihnen genehmen Gegner vor.

Und was die Perspektive betrifft, dass sich die Rassentheorie allmählich in Massenmord verwandelt, so hat sich darüber niemand ernsthaft beunruhigt, denn damals waren alle großen Länder besessen von verschiedenen Formen der Rassentheorie und natürlich rechnete jeder damit, dass gerade seine Rasse sich als die höhere erweisen würde. Im Grunde genommen gab Hitler in seinen Arbeiten und seiner Sache die Theorie ziemlich genau wieder, die bis dahin von dem Engländer Chamberlain und dem Franzosen Gobineau ausgearbeitet worden waren. So, dass dies niemand besonders beunruhigte: Jeder rechnete damit, dass der Schlag den anderen treffen würde. Im Prinzip begeisterten sich in dieser oder einer anderen Form damals alle westlichen Länder für die Rassentheorien. Das einzige große Land, indem für solche Theorien niemals ein fruchtbarer Nährboden gefunden wurde – das war unser Land.

Dementsprechend kann Deutschland zwar der Teil der, wie die Juristen sagen, exzessiven Ausführung zugerechnet werden, aber diese Exzesse gab es möglicherweise nicht in Deutschland, aber in anderen Ländern länger.

Experte des Zentrum für geopolitische Gutachten Natalja Makejewa

Die von Starikow vorgeschlagene Theorie hat nach meiner Ansicht Existenzberechtigung und im Prinzip sieht sie völlig logisch aus. Sie sieht so logisch aus wie eine andere Theorie, die das Ereignis des Zweiten Weltkrieges bloß in der Menge des Schrecklichkeiten als Kopien die Ereignisse des Krieges von 1812 wiederholte . Nach Meinung des russischen Historikers Alexei Edrichin, der unter dem Familiennamen Wandam publizierte, hätte Napoleon theoretisch mit England Krieg führen müssen, aber statt dessen führte er Krieg gegen Russland.

(Anmerkung von mir: Alexey Efimowitsch Wandam, (Alexey Efimowitsch Edrichin) 17 März 1867, Minsker Governement, Nord-Westlicher Kreis, Russisches Imperium – 16. September (in Erinnerung des entsprechenden Datums 6. September) 1933, Talin – General-Major (1917), Militärschriftsteller, Autor zu Arbeiten auf dem Gebiet der Geopolitik, der Geostrategie und der strategischen Geographie. Quelle: https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%92%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D0%B0%D0%BC,_%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B5%D0%B9_%D0%95%D1%84%D0%B8%D0%BC%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87)

Die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges müssten sich in einem analogen Muster entwickelt haben, das heißt, Deutschland hätte sich mit Russland solidarisieren müssen (streng genommen, gingen unsere Länder auch diesen Weg) und gegen die USA, gegen England, gegen diesen atlantischen Vektor auftreten müssen. Allerdings geschah dies auffälliger Weise nicht, entgegen aller geopolitschen Logik und gesundem Menschenverstand. Außerdem, die Rassentheorie, weswegen die ganze Welt bis heute Hitler hasst, war ursprünglich in seinem politischen Leben nicht vorhanden. Ursprünglich schlug seine Tätigkeit nichts davon vor. Innerhalb der deutschen Eliten kämpften zwei Vektoren, einer schlug die Theorie des Rechtes der Völker vor, aber der andere brachte diese monströse Rassentheorie hervor, die bis heute bei allen Schrecken erzeugt.

So war, was in den dreißiger bis vierziger Jahren geschah, nicht prädestiniert, und nach meiner Meinung waren dies offensichtlich das Resultat äußerer Spiele (hinsichtlich Deutschland). Die Frage liegt nur darin, wessen Geheimdienste das waren – Englands oder der USA oder der Länder, die irgendwie zusammen arbeiteten, in deren Resultat Hitler die ganze Macht seiner Armee nicht nach Westen, sondern nach Osten führte.

Hier ist alles ziemlich kompliziert miteinander verflochten. Erstens, wurde er durch die eigene Elite beeinflusst, das heißt, er war nicht selbständig, wie wir aus der Geschichte wissen, selbst nicht in der Beziehung zu den eigenen Eliten, die auf ihn Einfluss ausübten. Natürlich, darf man nicht seine eigenen Ambitionen und Eitelkeiten außer Acht lassen, aber er war keine eigenständige Figur. Nur so geschah, dass in den deutschen Eliten in der Summe der entsprechende Vektor gewann, der im weiteren mit den Opponenten abrechnete.

Was den Einfluss aus dem Westen betrifft – den es zweifellos gab, kann nur darüber diskutiert werden, wie stark er war. Wir können kaum hundertprozentig erfahren, ob es dort subtile diplomatische Spiele gab oder ob Hitler sie unter direkter Kontrolle hatte. Das heißt, es darf auch nicht die Variante ausgeschlossen werden, dass er seine Kräfte ursprünglich auf den Westen und den Osten ausrichten konnte.

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