Mitwisser und Profiteure

Übernahme des Artikels von german-foreign-policy, wo die Quellen und weiterführende Links zu finden sind

Die sich am Ende des Artikels befindlichen Bilder wurden von mir hinzugefügt.

11.12.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) – Der jetzt veröffentlichte US-Senatsbericht über die Folterpraktiken der CIA wirft erneut Fragen zur Mitwirkung Deutschlands an Verbrechen im „Anti-Terror-Krieg“ auf. Der Bericht erwähnt den Fall eines Deutschen, der in ein geheimes Haftzentrum in Afghanistan verschleppt wurde. Obwohl der Bundesnachrichtendienst (BND) frühzeitig über die Entführung informiert wurde, leitete Berlin keine Schritte gegen die Straftat an. Späte Bestrebungen der Justiz, den Fall vor Gericht zu bringen, wurden von der Bundesregierung vereitelt. Details aus dem US-Senatsbericht rufen weitere deutsche Fälle in Erinnerung, etwa denjenigen eines Mannes aus Bremen, der in Kandahar (Afghanistan) gefoltert wurde. Das dortige Internierungslager, in dem Verbrechen bis hin zu Mord geschahen, wie sie in dem US-Bericht geschildert werden, wurde von deutschen Elitesoldaten bewacht. Aussagen des damaligen CIA-Europachefs deuten darauf hin, dass das Bundeskanzleramt schon im Oktober 2001 zumindest über die CIA-Verschleppungen informiert gewesen ist; Kanzleramtschef war damals Frank-Walter Steinmeier. Bundesjustizminister Heiko Maas fordert: „Alle Beteiligten müssen auch strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.“ Ermittlungen zumindest gegen mutmaßliche Mitwisser, deren Stillschweigen half, die Taten zu verüben, könnten in Deutschland aufgenommen werden.

Offiziell bestätigt
Weltweites Entsetzen hat die Veröffentlichung des Berichts über die CIA-Folterpraktiken im „Anti-Terror-Krieg“ hervorgerufen, den der Geheimdienstausschuss des US-Senats am Dienstag offiziell vorgelegt hat.[1] Der Bericht, der mehr als 500 insgesamt stark zensierte Seiten umfasst, weist im Detail nach, was im Grundsatz bereits lange bekannt ist: dass die CIA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 brutale, auch tödliche Folter gegen eine Vielzahl an Verdächtigen angewandt hat. Der Bericht dokumentiert zum Beispiel simuliertes Ertränken (als „Waterboarding“ berüchtigt) und Schlafentzug von bis zu 180 Stunden; Gefangene wurden von CIA-Männern in Eiswasser getaucht, gegen Zellenwände geschleudert, in Kisten gesperrt oder verprügelt. Dabei wurden Menschen zu Tode gebracht, ohne dass die Täter, sofern sie überhaupt ermittelt wurden, auch nur irgendwie zur Rechenschaft gezogen wurden. Damit sind – nach verdienstvollen Recherchen einiger US-amerikanischer Journalisten, die zahlreiche Praktiken des „Anti-Terror-Kriegs“ offengelegt haben [2] – die Staatsverbrechen eines der engsten Verbündeten der Bundesrepublik im gemeinsam geführten „Anti-Terror-Krieg“ nun auch offiziell bestätigt.

„Keine Straflosigkeit!“
Bei den Vereinten Nationen werden Rufe nach strafrechtlicher Verfolgung der Täter und ihrer Auftraggeber laut. „Jetzt ist die Zeit zu handeln – die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, fordert der UN-Sonderberichterstatter für Terrorismusbekämpfung und Menschenrechte, Ben Emmerson: Schließlich seien „systematische Verbrechen und grobe Verletzungen der internationalen Menschenrechtsgesetze“ begangen worden. Straflosigkeit müsse im Fall der dokumentierten Folter unbedingt vermieden werden, verlangt der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Zeid Ra’ad al Hussein: Die UN-Anti-Folter-Konvention „entlässt niemanden aus der Verantwortung – weder die Folterer selbst, noch die politischen Entscheidungsträger, noch die Beamten, die die Politik bestimmen oder die Befehle geben.“[3]

„Unsere rechtsstaatlichen Werte“
Forderungen, den Tätern umgehend den Prozess zu machen, werden nun auch in Deutschland laut. „Die Folterpraxis der CIA ist grauenhaft. Solche Methoden sind durch nichts gerechtfertigt“, lässt sich etwa Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zitieren: „Das ist eine grobe Verletzung unserer rechtsstaatlichen Werte. Alle Beteiligten müssen auch strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.“[4] Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann erklärt: „Ich erwarte, dass sich die Bundesregierung für eine Strafverfolgung der Verantwortlichen einsetzt“.[5] Die Regierung könnte in der Tat sofort beginnen – im eigenen Land.

Außenpolitische Folgen
Der US-Senatsbericht schildert beispielsweise den Fall des deutschen Staatsbürgers Khaled el Masri, der Ende 2003 auf einer Auslandsreise in Mazedonien festgehalten, dann in ein Geheimgefängnis in Afghanistan verschleppt und dort gefoltert worden war. Einige Monate später wurde er entlassen. Obwohl ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes schon im Januar 2004 über die Entführung informiert wurde, schritt die Bundesregierung nicht gegen das Verbrechen ein. Auch als US-Botschafter Daniel Coats im Mai 2004 Bundesinnenminister Otto Schily offiziell über die Verschleppung in Kenntnis setzte und erklärte, El Masri werde nun wieder freigelassen, unternahm Berlin nichts. Aktiv wurde die Bundesregierung hingegen, als die Staatsanwaltschaft München – erklärtermaßen nur unter dem „Druck der Medien“ – Anfang 2007 Ermittlungen gegen 13 CIA-Agenten einleitete, die verdächtigt wurden, in El Masris Entführung involviert gewesen zu sein.[6] Auf besorgte Anfragen von US-Stellen habe das – heute von Heiko Maas geführte – Bundesjustizministerium beruhigen können, heißt es in einem Bericht, der auf der Auswertung von WikiLeaks-Dokumenten beruht: Internationale Haftbefehle könnten nur nach behutsamer Prüfung des Ministeriums unter Berücksichtigung der „außenpolitischen Folgen“ ausgestellt werden. Dass Berlin im Fall El Masri die „außenpolitischen Folgen“ verständnisvoll abwägen werde, ließ sich Washington danach auch vom Auswärtigen Amt bestätigen. Noch 2007 entschied die damalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries – wie Maas Mitglied der SPD -, sich nicht um die Auslieferung der verdächtigen CIA-Agenten zu bemühen.[7] Der Justizminister dürfte hinlänglich Akten im eigenen Hause finden, um im Fall El Masri erneut die Strafverfolgung einzuleiten.

Im Folterzentrum
In dem US-Senatbericht wird ebenfalls erwähnt, dass Gefangene in geheimen US-Haftzentren an die Decke gekettet wurden. Dies ist auch dem Deutschen Murat Kurnaz widerfahren, der bereits Ende 2001 in ein Internierungslager im afghanischen Kandahar verschleppt worden war. Kurnaz hing dort fünf Tage lang an der Decke eines unbeheizten Flugzeugschuppens – und musste mit ansehen, wie ein Mitgefangener durch diese Foltermethode ums Leben kam und ein zweiter von US-Militärs zu Tode geprügelt wurde. Erstaunlicherweise verfügten die Folterer bereits während Kurnaz‘ ersten Verhörs über detaillierte Kenntnisse seines deutschen Lebensumfelds, wie man sie von deutschen Geheimdiensten erwarten würde. Aufklärung darüber, wie es dazu kommen konnte, ist nie erfolgt. Kurnaz hat seinen Leidensweg und seine Erlebnisse in einem Buch festgehalten, in dem er unter anderem auch beschreibt, wie er in dem US-Haftzentrum in Kandahar von Soldaten der deutschen Elitetruppe „Kommando Spezialkräfte“ (KSK) misshandelt wurde.[8] Die deutsche Justiz hat Ermittlungen aufgenommen, sie aber nach einiger Zeit ergebnislos wieder eingestellt. Vor dem Hintergrund des aktuellen US-Berichts könnte die Bundesregierung allerdings prüfen, wie die Tatsache zu bewerten ist, dass deutsche Elitesoldaten ein Internierungslager bewachten, in dem Verbrechen verübt wurden, die jetzt weltweit für Entsetzen sorgen.

Verdächtige Verhöre
Niemals aufgeklärt worden sind beispielsweise auch Vorwürfe, die ein Beamter des Bundeskriminalamts (BKA) im Jahr 2005 erhoben hat. Der Mann war im Herbst 2002 nach Beirut entsandt worden, um einen dort inhaftierten, aus Deutschland eingereisten Terrorverdächtigen zu vernehmen. Im Verlauf des Verhörs, bei dem er nicht selbst zugegen sein, sondern nur schriftliche Fragen einreichen durfte, schöpfte der professionell geschulte BKA-Mann begründet Verdacht, es werde Folter angewandt – eine beklemmende Vermutung, die bald durch Berichte von Menschenrechtsorganisationen unterfüttert wurde. Ähnliches ist offenkundig auch deutschen Verschleppungsopfern in Gefängnissen in Damaskus widerfahren.[9] Der in Beirut eingesetzte BKA-Beamte informierte seinen Behördenleiter und, weil Reaktionen ausblieben, schließlich auch Abgeordneter sämtlicher Bundestagsparteien, unter ihnen die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel.[10] Der Fall wurde ausgesessen. Die offenkundige Involvierung in Folterverhöre im Ausland, von denen deutsche Behörden profitierten, könnte jederzeit zum Gegenstand von Ermittlungen der deutschen Justiz werden.

Im Kanzleramt
Zumindest einen Anfangsverdacht könnten auch Aussagen des ehemaligen CIA-Europachefs Tyler Drumheller begründen. Drumheller hat schon vor Jahren berichtet, er habe sich im Oktober 2001 in Europa aufgehalten und auch „bei Uhrlau im Kanzleramt gesessen“.[11] Ernst Uhrlau, von Dezember 2005 bis Dezember 2011 Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), war im Herbst 2001 als Geheimdienstkoordinator der Bundesregierung auch mit den damaligen Aktivitäten des BND-Partnerdienstes CIA befasst. Sein unmittelbarer Vorgesetzter war Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier. Drumheller erinnert sich: „Die Hauptsorge unserer Verbündeten war: Unilaterale US-Aktionen auf europäischem Boden, Terroristen abfischen ohne ihre Genehmigung, um die dann in einen Drittstaat zu schicken.“ Auf diese Einwände hin habe er „versprochen, unsere Verbündeten bei Operationen einzubeziehen“. Treffen Drumhellers Aussagen zu, dann waren zumindest Teile der rot-grünen Bundesregierung von Anfang an Mitwisser der verbrecherischen US-Verschleppungen.

Inakzeptabel
Bundesaußenminister Steinmeier hat die CIA-Folterpraktiken gestern als einen „schweren Fehler“ eingestuft und erklärt: „Was damals im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus für richtig befunden und dann getan wurde, war inakzeptabel“.[12] Die Rolle Berlins und auch seines damaligen Kanzleramtschefs und heutigen Außenministers im „Anti-Terror-Krieg“ ist nie wirklich aufgearbeitet worden. Auch jetzt richten sich die Aufklärungsforderungen von Justizminister Maas (SPD) nur gegen US-Stellen, nicht gegen Mitglieder seiner Partei, die in der fraglichen Zeit den Bundeskanzler und dessen Amtschef stellte.

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Ein Kriegsgefangener der ukrainischen Nationalgarde berichtet

Die ukrainischen Truppen folterten einen gefangenen Miliz-Soldaten, brannten eine Swastika in seine Haut.

Das Transkript auf deutsch. Übersetzung: Solveigh Calderin
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Internetkanal „Noworossija“, die legendäre Einheit Motorolas.

„Sie sehen einen Soldaten, der in ukrainischer Gefangenschaft war. Er wird Ihnen jetzt offenbaren, wie er gefangen genommen wurde und was mit den Gefangenen dort geschieht.“

„Stellen Sie sich bitte vor.“
„Stankjewitsch, Stanislaw Nikolajewitsch, geboren auf der Krim, Jankoj. Ich diente im Schachtjorsk-Zug, war Kommandeur der Gruppe. Der Wagen kam zum falschen Checkpoint, wir wurden umzingelt, wir, der Fahrer und ich, schafften es, aus dem Auto zu springen“
„Wo war das?“
„In der Nähe von Krasnyj Luch.“
„Wie lange ist das her?“
„24. August“
„Ich war seit Anfang Juli im Dienst, kam am 24. August in Gefangenschaft. Wir schafften es mit dem Fahrer aus dem Auto zu kommen, ein Mann blieb in dem beschossenen Auto, sie warfen seinen Körper auf ihr „Armor“ [bewaffnetes Fahrzeug]. Der Fahrer und ich wurden nach Kramatorsk gebracht, wo sie uns folterten.“
„Durch wen wurden Sie in Gefangenschaft genommen?“
„Durch die Nationalgarde.“
„Durch die Nationalgarde.“
„Sie rissen mir mein Kruzifix ab, brannten „Separatist“ auf meine Brust, auf mein Hinterteil das deutsche Kreuz“
„Können Sie das zeigen?“
„Ja, natürlich.“
„Es ist in den zwanzig Tagen ein bißchen abgeheilt.“
„Womit haben sie das eingebrannt?“
„Mit einer glühend rot erhitzten Kette und dem Bajonett“
„Und hinten?“
„Verstanden. – Warum die Swastika? Was wollten sie damit sagen?“
„Ich weiß es nicht. Sie waren auf irgendwelchen Drogen und Energy-Drinks, wahnsinnig im Hass, besonders gegenüber ethnischen Russen, unmöglich, es zu beschreiben. In Kramatorsk, als ich in einer Grube saß, sah ich viele Menschen, die an Ketten zu ähnlichen Gruben ringsum gezogen wurden.“
„An Ketten?“
„Ja, an Ketten. Aneinander gekettet. Sie halten da viele Menschen. In der Nähe ist ein Minenfeld. Ich sah Teile zerrissener Körper, sie zwingen die sie nicht leiden können, über das Feld zu laufen. Und die Menschen sterben da, angekettet, sie werden gezwungen über die Minen zu laufen und werden durch Maschinengewehrfeuer zur Eile „angetrieben“. Bevor wir Kramatorsk befreien, müssen wir die Menschen da befreien, weil sie werden sonst in diesen Gruben sterben, es gibt da viele Gruben. Ich habe ungefähr zwei Dutzend gesehen.“
„Sind da nur Kriegsgefangene oder auch Zivilisten?“
„Viele Zivilisten“
„Und Frauen?“
„Frauen, ja.“
„Also Frauen gibt es da.“
„Ja. Junge Mädchen. Angekettet, sie foltern sie, aber sie versuchen es nachts zu tun, so dass die Kommandeure es nicht sehen können. So wie die Dämmerung hereinbricht, fängt die Hölle an. Die Menschen schreien, ich hörte, wie acht Soldaten in den Gruben gefoltert wurden.“
„Hier ist die Haltung gegenüber den Gefangenen sehr tolerant. Es gab sogar die berühmte „Parade“ der Kriegsgefangenen, jeder konnte sehen, dass sie in guter Verfassung waren, genährt, wenn sie in Kriegsgefangenschaft genommen werden, das ist auch meine Erfahrung, agieren sie sehr zuversichtlich, sie wissen, dass sie nicht gefoltert werden. Manchmal sind sie sogar grob, provozierend oder fordern, sie noch ehrfurchtsvoller zu behandeln. Aber sie behandeln unsere Gefangenen wie Tiere. Wie sollte dieses Problem gelöst werden? Ein zweites Nürmberg?“
„Ja, nur so.“
„Aber während Ihrer Zeit da, wie viele Menschen halten sie da insgesamt fest, nach Ihrer Ansicht?“
„Ich habe ungefähr dreißig gesehen, das ist was ich sehen konnte. Sowohl Zivilisten als auch Militärs.“
„Aber wie lange, was ist die längste Zeit da?“
„Ich weiß nicht, ich war da für drei Tage. Sie haben uns ständig rotiert, warfen uns von einer Grube in eine andere, nahmen jemanden weg, nahmen jemanden, um ihn zu foltern, andere sonst wohin.“
„Und was ist das weitere Schicksal dieser Menschen, wenn sie das Minenfeld überleben, werden sie woanders hingebracht?“
„Natürlich. Die Menschen sagen, dass viele von ihnen nie wieder zurückkommen, ich hörte, dass in Charkow ein SBU-Gefängnis ist… Sie brachten mich nach Charkow zum Abwehrdienst. Dort wurde ich bis zu den letzten Tagen festgehalten. Ich wurde vorgestern freigelassen, zusammen mit anderen, wenn ich auch dachte, ich werde diesen Ort nie lebendig verlassen.“
„… und ihre Nazi-Ideologie, die in die Bevölkerung infiltriert wurde, glauben sie wirklich, dass sie eine höhere Rasse sind und wir sind minderwertige Untermenschen, die ausgerottet werden müssen, woher kommt das? Ich frage das jeden. Sind die Menschen, die aufgewachsen sind, hauptsächlich in der Sowjetunion aufgewachsen sind, tatsächlich so vollkommen um-identifiziert, umstrukturiert, um-formiert? Sind die Menschen wirklich solche Kreaturen, dass sie jeden Nonsens glauben können, der durch diese Psychoprogrammierer in ihre Köpfe gelegt wurde? Nach Ihrer Meinung, woher ist das gekommen, warum? Vielleicht gibt es tiefere Tendenzen, dass sie diese menschenhassende Ideologie akzeptiert haben?“
„Wenn ich ihre Gespräche beurteile… Ich denke sie wurden gravierenden Arbeiten an ihrem Geist unterzogen, denn sie sprachen wie Roboter. Sie haben eine Weltsicht…“
„Vollkommen umgebaut.“
„Ja, so kann man das nennen.“
„So, um diesen Krieg zu gewinnen, reicht es nicht aus, die Grenzen zu erreichen, es ist nicht genug, nur den militärischen Aspekt zu gewinnen, wir brauchen einen ideologischen, spirituellen Sieg. Was möchten sie selbst sagen? Ich sehe, es fällt Ihnen schwer zu sprechen, nach allem, was Sie durchgemacht haben.“
„Volk, steh‘ auf. Das ist alles, was ich Euch sagen kann.“
„Ich danke Ihnen.“

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Kurze Geschichte des ukrainischen Bandera-Nazismus – Teil 1

Selten ist mir die Übersetzung eines Artikels so schwer gefallen. Zu schlimm sind die hier geschilderten Ungeheuerlichkeiten und Bestialitäten.

Ich habe die Übersetzung trotzdem immer wieder fortgesetzt und setze sie weiter fort, weil ich der Überzeugung bin, dass wir, die Menschen, wissen müssen, was damals geschah, von wem es inszeniert und gezüchtet worden ist, damit wir verstehen, was heute geschieht und damit deutlich wird, dass jede Verharmlosung des Faschismus, die gerade jetzt verstärkt wird, nicht nur diese Verbrechen relativiert und damit die Opfer noch einmal verhöhnt, sondern dass sie den Verbrechen von heute Vorschub leistet und auch die heutigen Verbrechen der heutigen Faschisten überall auf unserer Erde verharmlost und damit den Anti-Faschisten den Mund verschließen will…

Es geht nicht nur um die Ukraine, es geht um das faschistische Unwesen überall, wie wir es in den USA und durch deren Söldner in Kroatien, Serbien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und jetzt auch in der Ukraine erleben.

Lest diesen und die folgenden Artikel, lest alles, damit Euch die Ungeheuerlichkeit dieses Artikels: „Umstrittener ukrainischer Nationalist Bandera“, der am 06. März 2014 im „Spon“ erschien und von Lügen, Verdrehungen und Verharmlosung nur so strotzt, vollkommen bewusst wird! Ich wollte, der Spon bekommt nun einen Shitstorm bisher ungekannten Ausmaßes!

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Ich habe den Originalartikel entsprechend der einzelnen Kapitel in mehrere Artikel aufgeteilt.

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Übersetzung des Artikels vom 11. März 2014 auf rugraz.net: Solveigh Calderin

Die Ukraine brennt in der Hölle. Die Flammen sind noch schwach, aber die Helden des Maidan fügen dem Feuer ständig Brennholz hinzu, zünden unsere Bruderrepublik an. Sie haben vor, aus deren Asche einen faschistischen Staat zu errichten. Sein Fundament wurde 1939 noch von Adolf Hitler mit Hilfe west-ukrainischer Schläger gelegt, und 2014 gab die EU den Befehl, den Bau zu reaktivieren. Die Methoden haben sich in den 75 Jahren nicht verändert. Das Baumaterial wird heute wie damals Blut sein. Weil die Banderowzy [Anhänger Banderas – Anm. d. Ü.], die in der Ukraine als Nationalhelden angesehen werden, nicht anders können. So möchte man auch die Ukrainer fragen: „Wollt Ihr das wirklich?“

Am 12. September 1939, während einer Beratung im Zug, gab Hitler dem Chef der Militäraufklärung der Spionageabwehr Canaris die Aufgabe: „… sich mit der Vorbereitung ukrainischer Organisationen, die mit Ihnen zusammenarbeiten und dieselben Ziele haben, aber speziell die Vernichtung der Polen und Juden, zu beschäftigen“. Mit „ukrainischen Organisationen“ war die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) gemeint. Gesagt – getan. Nach zwei Monaten begannen vierhundert ukrainische Nationalisten die Ausbildung in Lagern der Abwehr in Zakopane, Komarno, Kirchendorf und Hackelstein. 1941 werden diese Schläger der Kern der künftigen Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA), die das erste Mal im „Proklamierungsakt des ukrainischen Staates“ vom 30. Juni 1941 genannt wird. Entsprechend des „Ausrufungsaktes des ukrainischen Staates“ „führt“ die UPA „den Krieg an der Seite Deutschlands und wird ihn gemeinsam mit der deutschen Armee so lange führen, bis er an allen Fronten des gegenwärtigen Krieges gewonnen ist.“

Als im Juni 1941 gemeinsam mit den führenden deutschen Abteilungen das ukrainische Bataillon „Nachtigall“ unter dem Kommando Roman Schuchewitschs in Lwow eindrang, beteiligte es sich aktiv am Massenprogrom an den Lwower Juden.

Nach einigen Berichten erschossen die „Nachtigallen“ unter dem Kommando ihres Führers am Tag der Verabschiedung des Proklamierungsaktes mehr als dreitausend Lwower Polen, darunter 70 Gelehrte mit weltberühmten Namen. Innerhalb einer Woche wurden noch ungefähr siebentausend Juden, Russen und Ukrainer bestialisch abgeschlachtet.

Als ihren Götzen wählten die Banderlogen den Zwerg-Sadisten Stepan BANDERA, der wegen einer in der Kindheit durchgemachten Rachitis nur 1,57 m groß wurde. Seine Klassenkameraden erinnerten sich an ihn als den, der um seinen Charakter zu stärken, Katzen erdrosselte und ertränkte (Foto: Oskar Jansons/“Komsomolskaya Prawda“)

Als ihren Götzen wählten die Banderlogen den Zwerg-Sadisten Stepan BANDERA, der wegen einer in der Kindheit durchgemachten Rachitis nur 1,57 m groß wurde. Seine Klassenkameraden erinnerten sich an ihn als den, der um seinen Charakter zu stärken, Katzen erdrosselte und ertränkte (Foto: Oskar Jansons/“Komsomolskaya Prawda“)

Während Lwow von den Leichen gereinigt wurde, verrichtete der Metropolit Andrej Scheptizkij auf dem Hof des Swjatojursker Doms eine Andacht für die „unbesiegbare deutsche Armee und ihren Hauptführer Adolf Hitler“. Mit dem Segen des Oberhaupts der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche begann die Massenvernichtung friedlicher Bewohner der Ukraine durch die Banderowzy, Nachtigallen, UPA-Leute und Krieger der SS-Division „Galizien“.

Als im Sommer 1941 Lwow genommen wurden, führten die Banderowzy ein Massaker an Polen und Juden durch. Die Frauen wurden vor der Erschießung vergewaltigt und nackt durch die Straßen geführt.

Als im Sommer 1941 Lwow genommen wurden, führten die Banderowzy ein Massaker an Polen und Juden durch. Die Frauen wurden vor der Erschießung vergewaltigt und nackt durch die Straßen geführt.

Die Nationalisten gingen so vehement zur Sache, dass Hitler schon am 5. Juli 1941, schockiert über die Meldungen ihrer Bestialitäten, Himmler befahl, „Ordnung mit diesen Banden zu schaffen“. Zum Schluss vertrieben die Deutschen lediglich die OUN-Führer, aber Stepan Bandera schickten sie für ein paar Jahre zum Luft holen ins KZ Sachsenhausen, wirklich in den gemütlichen Block für die privilegierten Gefangenen. Sie haben ihn erst in der Kriegsmitte entlassen, als die Rote Armee zur Offensive überging. Und damals, 1943, entwickelte sich die UPA zur vollen Kraft.

Täglich starben tausende Ukrainer eines furchtbaren, qualvollen Todes. Die Nationalisten sprengten gleichsam alle Bande. Jeder Mord wurde von ihnen in eine raffinierte Folter verwandelt, als wollten sie mit den anderen in ihrer Bestialität konkurrieren. Später, als die Untersuchungsbrigaden des NKWD die Verbrechen der Banderowzy untersuchten, erstellten sie eine Liste der 135 von den Kämpfern der OUN-UPA an der friedlichen Bevölkerung am häufigsten verwendeten Foltern. Hier eine Liste des größten Teils von ihnen:

– Einen großen und dicken Nagel in den Schädel einschlagen

– Die Haare mit der Haut vom Schädel abziehen (skalpieren)

– Beibringen eines Schlages mit dem Axtrücken auf den Schädel

– Beibringen eines Schlages mit dem Axtrücken auf die Stirn

– Einen „Adler“ auf die Stirn einritzen

– Ein Bajonett in die Schläfe einschlagen

– Ein Auge einschlagen

– Beide Augen einschlagen

– Abschneiden der Nase

– Abschneiden eines Ohres

– Abschneiden beider Ohren

– Kinder mit einem Pflock durchstechen

– Durchstoßen mittels eines spitzen dicken Drahtpflockes von Ohr zu Ohr

– Abschneiden der Lippen

– Abschneiden der Zunge

– Kehle durchschneiden

– Kehle durchschneiden und durch die Zunge durch den Spalt herausziehen.

– Durchschneiden der Kehle und in die Öffnung Stücke einführen

– Zähne herausreißen

– Kiefern brechen

– Aufreißen des Mundes von Ohr zu Ohr

– Verstopfen der Münder durch Werg während des Transports der noch lebenden Opfer

– Durchschneiden des Halses mit einem Messer oder einer Sichel

– Vertikale Spaltung des Kopfes durch eine Axt

– Kopf nach hinten verdrehen

– Zerschmettern des Kopfes, durch Einspannen in einen Schraubstock und ihn zudrehen

– Abschneiden des Kopfes mittels einer Sichel

– Abschneiden des Kopfes mit einer Sense

– Abhacken des Kopfes mittels einer Axt

– Mit einem Beil Schläge auf die Kiefer beibringen

– Beibringen von Stichwunden am Kopf

– Vom Rücken Hautstreifen herausschneiden und zusammenziehen

– Beibringen anderer Hackwunden auf dem Rücken

– Beibringen von Bajonettsschlägen auf dem Rücken

– Rippenbrüche des Brustkorbes

– Beibringen von Messer- oder Bajonettschlägen ins Herz oder neben das Herz

– Beibringen von Stichwunden auf der Brust durch Messer oder Sicheln

– Den Frauen die Brüste mit einer Sichel abschneiden

– Den Frauen die Brüste abschneiden und die Wunden mit Salz bestreuen

– Mit einer Sichel die Genitalien der männlichen Opfer abschneiden

– Die Körper mit einer Tischlersäge in zwei Hälften zersägen

– Beibringen von Stichwunden am Bauch durch Messer oder Bajonett

– Durchlöcherung des Bauches einer schwangeren Frau mit dem Bajonett

– Öffnen des Bauchs und Herausziehen des Darms bei Erwachsenen

– Weites Öffnen des Bauches einer schwangeren Frau und anstelle des herausgenommenen Fötus zum Beispiel einen lebenden Kater hineinlegen und Zunähen des Bauches

– Öffnen des Bauches und kochendes Wasser hineingießen

– Öffnen des Bauches und ihn mit Steinen füllen, anschließend in den Fluss werfen

– Schwangeren Frauen den Bauch öffnen und mit Glasscherben füllen

– Herausreißen der Sehnen von der Leiste bis zum Fuß

– Heißes Eisen von der Leistengegend bis zur Vagina einführen

– In die Vagina Tannenzapfen einführen, die Vorderseite nach oben

– In die Vagina spitzen Pflock einführen und ihn bis zur Kehle durchstoßen

– Den Frauen den Vorderkörper mit einem Gartenmesser von der Vagina bis zum Hals aufschneiden und die Eingeweide herausholen

– Die Opfer an den Eingeweiden aufhängen

– In die Vagina Glasflaschen einführen und sie zerschlagen

– In die Afteröffnung Glasflaschen einführen und sie zerschlagen

– Öffnen des Bauches und Herausnahme der Innereien als Futter, so genanntes Futtermehl, für die hungrigen Schweine, die mit diesen herausgerissenen Därmen und anderen Innereien gefüttert wurden

– Mit der Axt eine Hand abhacken

– Mit der Axt beide Hände abhacken

– Die Handfläche mit einem Messer durchstechen

– Die Finger mit einem Messer von der Hand abschneiden

– Abschneiden der Handfläche

– Fersen abschneiden

– Abscheiden des Fußes über dem Fersenbein

– Den Arm an mehreren Stellen durch einen stumpfen Gegenstand brechen

– Die Beine an mehreren Stellen durch einen stumpfen Gegenstand brechen

– Um beide Seiten des Körpers Bretter legen, ihn mit einer Zimmermannssäge in zwei Teile zersägen

– Den Körper mit einer Spezialsäge in zwei Hälften zersägen

– Mit einer Säge beide Beine absägen

– Die zusammengebundenen Beine mit glühender Kohle bestreuen

– Die Hände an einen Tisch und die Füße an den Boden nageln

– Die Hände und Füße an ein Kreuz in der Kirche annageln

– Den Nacken des Opfers auf den Boden legen und mit einer Axt Schläge beibringen

– Den gesamten Körper mit der Axt schlagen

– Den ganzen Körper mit der Axt in Teile zerhacken

– Den Lebenden die Hände und Beine im so genannten Tragriemen brechen

– Die Zunge eines kleinen Kindes mit dem Messer an den Tisch nageln, der später an ihm hing

– Ein Kind mit dem Messer in Stücke schneiden und sie umher werfen

– Den Kindern den Bauch aufschneiden

– Ein kleines Kind mit dem Bajonett an den Tisch spießen

– Kinder männlichen Geschlechts an den Genitalien an einer Türklinke aufhängen

– Einem Kind die Beingelenke herausschlagen

– Einem Kind die Handgelenke herausschlagen

– Ein Kind ersticken, indem es in mehrere Lappen gewickelt wurde

– Kleine Kinder in einen tiefen Brunnen werfen

– Kinder in die Flammen eines brennenden Hauses werfen

– Den Kopf eines Babys zerschmettern, in dem es an den Beinchen genommen und gegen die Wand oder den Ofen geschlagen wurde

– Mönche an den Beinen neben der Kanzel in der Kirche aufhängen

– Ein Kind auf einen Pfahl setzen

– Frauen mit den Beinen nach oben an einer Tür aufhängen und sie verhöhnen – Abschneiden der Zunge und der Brüste, Öffnen des Bauches, Herausstechen der Augen, aber auch Stücke des Körpers mit dem Messer herausschneiden

– Ein kleines Kind an die Tür die Nageln

– An eine Tür mit dem Kopf nach oben hängen

– An eine Tür mit den Beinen nach oben hängen

– An eine Tür mit den Beinen nach oben hängen und den Kopf von unten durch ein unter dem Kopf entzündetes Feuer versengen

– Von einer Klippe hinunterwerfen

– Im Fluss ertränken

– Ertränken durch Werfen in einen tiefen Brunnen

– Ertränken im Brunnen, indem die Opfer mit Steinen beworfen wurden

– Nachdem Stücke des Körpers auf dem Feuer gebraten worden waren, auf der Gabel aufspießen

– Einen Erwachsenen auf einer Waldlichtung in die Flammen eines Feuers werfen, um das ukrainischen Mädchen zu den Klängen einer Ziehharmonika sangen und tanzten

– Einen Pfahl durch den Bauch schlagen und ihn in der Erde befestigen

– Einen Menschen an die Tür rufen und ein Zielschießen auf ihn veranstalten

– Im Frost nackt oder in Unterwäsche wegführen

– Strangulation mit einem eingeseiften Seil, das als Lasso um den Hals gebunden wurde

– An einem Seil, dass um den Hals gebunden war, einen Körper durch die Straße ziehen

– Die Beine einer Frau an zwei Bäumen anbinden, die Hände höher als der Kopf und aufschneiden des Bauches vom Damm bis zur Brust

– Aufreißen des Körpers mit Hilfe einer Kette

– Einen an einen Wagen gebundenen über die Erde ziehen

– Eine Mutter mit drei Kindern über die Erde ziehen, die an einem mit einem Pferd bespannten Wagen gebunden sind. Und zwar so, dass ein Bein der Mutter vollkommen an den Wagen gebunden ist, aber das andere Bein der Mutter an ein Bein des ältesten Kindes, an dessen anderes Bein das eine Bein des jüngeren Kindes gebunden ist und an dessen anderes Bein ist das jüngste Kind gebunden

– Einen Körper mit einem Karabinerlauf durchstoßen

– Das Opfer mit Stacheldraht zusammenbinden

– Zwei Opfer gleichzeitig mit Stacheldraht zusammenbinden

– Mehrere Opfer gleichzeitig mit Stacheldraht zusammenbinden

– Periodisches Zusammenziehen des Rumpfes durch Stacheldraht, alle paar Stunden die Opfer mit kaltem Wasser begießen, mit dem Ziel sie ins Bewusstsein zu holen und den Schmerz und das Leid zu empfinden zu lassen

– Das Opfer bis an den Hals senkrecht in der Erde eingraben und es dort lassen

– Lebendig bis zum Hals in die Erde graben und später den Kopf mit einer Sense abtrennen

– Den Körper mit Hilfe von Pferden in zwei Hälften reißen

– Das Opfer ans zwei Punkten an heruntergebogenen Bäumen festbinden und den Körper zerreißen, in dem die Bäume losgebunden werden

– Erwachsene in die Flammen eines brennenden Gebäudes werfen

– Die Opfer mit Benzin übergießen und anzünden

– Das Opfer mit Stroh umbinden und wie die „Fackel Neros“ entzünden

– Ein Messer in den Rücken des Opfers stechen und es da lassen

– Ein Baby auf eine Forke spießen und es in die Flammen eines Feuers werfen

– Mit einem Messer die Haut vom Gesicht schneiden

– Zwischen die Rippen Eichenpfähle einhämmern

– An Stacheldraht aufhängen

– Die Haut vom Körper abschälen und die Verwundeten mit Fusel, aber auch mit kochendem Wasser begießen

– Den Körper an einen Pfeiler befestigen und mit Messern nach ihm werfen

– Anbinden – die Hände mit Stacheldraht gefesselt

– Mit der Schaufel totschlagen

– Die Hände an die Schwelle des Hauses nageln

– An den Füßen ein Seil binden und den Körper über den Boden ziehen

Bild 3

Bild 4

Fortsetzung folgt

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