Am Vorabend der „Revolution“ offenbarte ein ukrainischer Abgeordneter das Komplott

Übernahme des gleichnamigen Artikels von Voltairenet.

Olge Tsarjow

Ein Leser schickte uns dieses Video: am 20. November 2013 – d.h. am Vorabend der Entscheidung der ukrainischen Regierung, ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht zu unterzeichnen, eine Entscheidung, die als Signal für die Ereignisse auf dem Maidan-Platz dienten – prangerte ein ukrainischer Abgeordneter, Oleg Tsarov, auf der Tribüne des Rada-Parlaments die Vorbereitung des Bürgerkrieges durch den Botschafter der Vereinigten Staaten, Geoffrey R. Pyatt, an.

Herr Tsarov, der damals ein Abgeordneter der Partei der Regionen war, ist heute einer der Führer von Novorossia. Er hatte versucht, die angeblichen nicht-Regierungs-Organisationen, die von Washington beauftragt wurden, den Regime-Wechsel in seinem Land zu organisieren, zu verbieten.


[Das Video verfügt über englische Untertitel]
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Gleichzeitig wird ebenfalls deutlich, wie die höflich ausgedrückt „amerikanischen Marionetten“ (genau benannt: ukrainischen Faschisten) bereits zu dieser Zeit die Rada beherrschten und Tsarjows Rede durch Radau störten.

Weitere Hintergrundinformationen dazu:
Hier die Aussage Hillary Clintons über die Arbeit so genannter „TechCamps“ und NGOs zum Zwecke der Destablisierung bestimmter Staaten von innen:

Überall wo Tsarjow nach dem Putsch auftauchte, waren rechte Schlägertrupps schon da. Er wurde mehrfach angegriffen und zusammengeschlagen. Sein Haus wurde in Brand gesetzt. Das Ziel ihn zum Rückzug seiner Präsidentschaftskandidatur zu bringen, hatten sie damit erreicht, was auch noch einmal ein bezeichnendes Licht auf die demokratischen und freien Wahlen in der Ukraine wirft. Auch die Kommunisten wurden massivst verfolgt, verprügelt, es wurde auf ihre Autos geschossen, Mordanschläge verübt, sie bekamen keine Möglichkeit, öffentlich aufzutreten. Dieses demokratische Verhalten erstreckte sich auch auf die „Partei der Regionen“.

Frieden mit Russland – 2.000 Plakate in Berlin – Crowdfunding

Unter dem Titel

Antikriegsnachrichten.de – 2.000 Plakate „Frieden mit Russland“ in Berlin – planen wir, die Arbeitsgruppe Medien Berlin, in den kommenden Tagen eine Crowdfundingkampagne zu beginnen. Wir haben uns entschieden für die Plattform http://www.startnext.de

Zur Zeit können noch keine Zahlungen für das Projekt über Startnext getätigt werden, weil das Projekt sich in der Startphase befindet und noch geprüft wird Dieses Video ist zugleich das Kampagnenvideo.

Wer aber bereits jetzt unterstützen will, kann sich gern per email melden bei info @ hbuecker.net oder täglich außer Sonntags nach 18:00 Uhr unter 030-25 76 27 64.

Poster (A2) können auch direkt beim Drucker bestellt werden (2.000 x A2 für 135 Euro) oder bei uns in kleineren Mengen, z. Bsp. 100 Stück für 13 Euro, inkl. Postversand.

Bisher wurden durch uns selbst ca. 4.500 A2-Plakate in Berlin verteilt.

Wir suchen darüber hinaus Gewerbetreibende, Kneipen, Cafés, Galerien, etc., die bereit sind, Plakate auszuhängen und Flyer auszulegen.

Die Ukraine – das ist die Probe für Europa

Andrej Fursow:

Die Ukraine – das ist die Probe zur Vereinigung der Liberalen und Neo-Nazisten in Europa

Übersetzung des Interviews auf nakanune.ru vom 27. Mai 2014: Solveigh Calderin

Fursow nakanune

Die Angelsachsen füttern die Ukraine weiter, und hoffen, aus ihr einen neo-nazistischen Staat zu errichten, ein neues Drittes Reich, dass sie genauso auf Russland loslassen, wie sie in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts Hitler gegen die Sowjetunion hetzten. Das ist natürlich eine strittige Hypothese, die heute nicht viele zu äußern wagen. Wozu sollte der Westen die Ukraine brauchen? Der ständige Experte auf Nakanune.ru, der Historiker Andrej Fursow, meint, dass das Hauptziel des Westens die Destabilisierung ganz Eurasiens ist. Aber nach dem „Krimsieg“, meint Fursow, erlebt Russland den Aufbruch aus der Zone der geschichtlichen Niederlagen. Der wichtigste Sieg des 20. Jahrhunderts wurde bei uns der Sieg über die deutschen Faschisten, dieses Gefühl, dass wir mit dem neuen Dritten Reich schon in diesem Jahrhundert zu kämpfen haben?

Das Video mit dem Interview auf nakanune.ru (russisch)

Frage: Vor kurzem sagten Sie, dass Russland jetzt den Aufbruch aus der Zone der historischen Niederlagen erlebt. Der wichtigste Sieg des 20. Jahrhunderts wurde bei uns der Sieg über die Faschisten, aber dieses Gefühl, dass wir mit dem neuen Dritten Reich schon in diesem Jahrhundert kämpfen werden?

Andrej Fursow: In der Geschichte gibt es keine absoluten Wiederholungen, und natürlich, die gegenwärtige Situation kann man vergleichen, aber es darf nicht vergessen werden – heute ist sie vollkommen anders als 1939 – 1941. Damals gab es einen durchaus offensichtlichen Aggressor, der an unsere Grenzen kam. Jetzt ist die Situation einen andere, aber dennoch, die USA beginnen nach der syrischen Front (denn in Syrien gab es zweifellos eine Konfrontation Russlands und der Vereinigten Staaten) eine Konfrontation in der Ukraine. Ich würde das nicht die „ukrainische Front“ in der russisch- amerikanischen Konfrontation nennen. Die Amerikaner in der Ukraine versuchten, durch den amerikanisch- banderowsker Umsturz eine sehr einfache Aufgabe zu lösen. Sie wollten in der Ukraine einen Brückenkopf für den politischen, und wenn nötig, auch für einen bewaffneten Provokationsdruck auf Russland schaffen. Sie versuchten, einen weiteren russophoben slawischen Staat außer Polen zu schaffen, der im Notfall auf Russland gehetzt werden kann. Es ist das Schaffen von Spannungsherden rings um die nationalen und strategischen Grenzen Russlands.

Frage: Der Weg der modernen russophoben Staaten – das ist doch ein künstlicher Weg, wie es bei Hitler war – ihn, wie wir uns erinnern, sponserten die USA, Finanzclans Englands – hier beobachten wir doch dieselbe Situation?

Andrej Fursow: Die Sache ist die, dass die Gegner Russlands immer die Kräfte erweiterten, die sie versuchten, als bewaffneten Brocken gegen Russland zu werfen, aber, nicht minder, die gegenwärtige Ukraine darf in keinem Fall mit dem Dritten Reich verglichen werden – schon nach dem ökonomischen Potenzial nicht. Außerdem, in der Ukraine selbst steht die Hälfte der Bevölkerung gegen die banderowsker Neo-Nazisten auf, das heißt, das ist eine ganz und gar andere Situation. Die Ukraine sieht im Vergleich mit dem Dritten Reich natürlich wässrig aus.

Frage: Wenn über die Neo-Nazisten in der Ukraine und in Europa überhaupt gesprochen wird – da gab es den Sieg der Nationalisten und „Euroskeptiker“ in den Wahlen in Frankreich und Großbritannien? Verändert sich das Kräfteverhältnis im Europarlament?

Andrej Fursow: Das spricht von einer tiefen Krise der Eurounion. Davon, dass diese Struktur, die von Anfang an nicht lebensfähig war, zu seinem Ende kommt. Und der Aufstieg sowohl der rechten als auch der linken Parteien, die alle zusammen nicht in der Eurounion sein wollen, die nicht ihre Identität verlieren wollen – das alles demonstriert uns die gegenwärtige Situation.

Frage: Zuerst ultrarechte Stimmung – die Rehabilitation des Nazismus danach?

Andrej Fursow: Das ist nur teilweise verbunden, ich denke nicht, dass solche Menschen wie Le Pen den Nazismus rehabilitieren werden. Aber, zweifellos, eines der Nebenprodukte des Zerfalls der Eurounion kann die Rehabilitation des Nazismus sein. Die Sache ist die, dass die Rehabilitation des Nazismus, vor allem nicht so sehr mit der Krise der Eurounion verbunden ist, als vielmehr mit der Zielsetzung der gegenwärtigen westlichen Elite, die ihr Probleme schon nicht mehr in liberaler Art und Weise lösen kann, und die für deren Lösung Neo-Nazisten benötigt. In dieser Beziehung ist die Ukraine eine Probe, dort haben wir die Vereinigung der Liberalen, die die Loslösung der Ukraine von Russland mit Hilfe einer Orangenen Revolution nicht selbst erzielen konnten, und der Neo-Nazisten-Banderowzen gesehen.

Frage: Aber was meinen Sie, wird es nicht einen großen Krieg geben?

Andrej Fursow: In den nächsten Jahren wird es ihn nicht geben. Aber es ist so, dass sich in der Geschichte alles ändert und die Angelsachsen haben immer langfristige Pläne und ihr Ziel ist es, einen ständigen Spannungsherd an den Grenzen Russlands zu schaffen. Wobei sie diesen neuen Staat als Beispiel der „Demokratie“ und „Freiheit“ servieren werden, im Gegensatz zum „totalitären“ Russland. Zweifellos ist das ein Spannungsherd, und ihr Ziel ist es, solche Spannungsherde im gesamten Umfang unserer Grenzen zu schaffen. Überhaupt muss gesagt werden, dass die amerikanischen Strategen das Hauptziel der USA nicht verheimlichen – es ist die Destabilisierung Eurasiens. Die Destabilisierung Eurasiens – das ist die Destabilisierung Russlands.

Frage: Welche Rolle spielte in dieser Konfrontation die Krim?

Andrej Fursow: Der „Krimsieg“ zog einen Strich unter die Blamage, die am 2. – 3. Dezember 1989 begann, als, nachdem Gorbatschow zu dem bekannten russophoben Römischen Papst Johannes Paul II. geflogen war, nach Malta flog und dort Bush gegenüber das sozialistische Lager aufgab. Danach erhielten wir die Schande der „Jelziner“ und gaben unsere Position auf, und jetzt, endlich, haben wir begonnen unsere Spannweite und Brotsamen einzusammeln, und es erwies sich, dass der Westen keine Spiele gegen Russland hat.

Frage: Aber was haben wir? Haben wir irgendwelche realen Verbündeten, auf die wir uns stützen können?

Andrej Fursow: Unser taktischer Verbündeter ist die Volksrepublik China, unsere Interessen decken sich jetzt vollkommen. Aber wenn wir über die Verbündeten Russlands sprechen, dann müssen wir uns immer an den Satz Alexander III. erinnern: „Russland hat nur zwei Verbündete: die Armee und die Flotte“, nun, und in der gegenwärtigen Situation würde ich hier auch die Geheimdienste dazuzählen.

Frage: Aber China und Russland nähern sich jetzt an und preisen das an, was bedeutet das?

Andrej Fursow: Das bedeutet, dass es in der Welt keine ständigen Verbündeten und ständigen Freunde gibt. In den nächsten 10 Jahren haben wir gemeinsame Interessen und gemeinsame geostrategische Gegner, aber weiteres ist schwer vorauszusagen – die Situation ändert sich schnell.

Frage: Nach dem offiziellen Besuch Joe Bidens in Peking im Dezember 2013 haben alle darüber gesprochen dass der maßgebliche Faktor der Weltpolitik die Beziehungen USA – China sind. Als hätten die USA und China verabredet, wie die Welt aufgeteilt wird. Aber am heutigen Tag – hat sich alles geändert?

Andrej Fursow: Nun, erstens gab es nie eine solche Situation, dass die USA und China die Welt aufteilen werden. Wir erinnern uns, das einzige Land der Erde, das den USA einen irreparablen Schaden beibringen kann – das ist Russland. Darum ist hier im Allgemeinen alles offensichtlich. Nun, aber die gegenwärtige Situation nach der ukrainischen Krise – sie hat überhaupt alles völlig verändert – haben wir schon eine solche Blocksituation, wenn es den Westen gibt, in dem schon ernsthafte Desorgansiations-Prozesse ablaufen. Und ein solches gewisses taktisches Bündnis Chinas mit Russland, auch wenn einige von einem strategischen sprechen.

Frage: Das heißt, China hat die USA weich „weggeschickt“? Hat der Zusammenarbeit nicht zugestimmt?

Andrej Fursow: In der gegebenen Etappe haben sie nicht zugestimmt. Aber die Chinesen verstehen ausgezeichnet, dass die Amerikaner, die häufig die Sowjetunion betrogen haben und Russland betrügen – sie werden ganz sicher auch China betrügen. Die Chinesen vertrauen den USA nicht, und das ist richtig.

Unsere Realität

Kollektive – unautorisierte – Übersetzung des gleichnamigen Artikels aus Vsgljad (Blick) – Wirtschaftszeitung

Keine Reaktion des Westens auf Russlands Vorgehen kann das Rad der Geschichte zurück drehen

Putin und Merkel

Die Drohungen des Boykotts Russlands sind nicht nur sinnlos, weil Wladimir Putin nicht einzuschüchtern ist. Unabhängig davon, welche Politik der Westen jetzt in Bezug auf Russland wählt – Isolation oder Dialog – Russland wird aus der ukrainischen Krise als Sieger hervorgehen. Einfach weil die Welt, deren Vorstellung sie anderen aufdrängen wollten, nicht mehr existiert.

Angela Merkel sagte Barack Obama, dass sie nicht sicher sei, ob Wladimir Putin in Verbindung mit der Realität stünde – er lebe in einer anderen Welt. Das ist die inoffizielle Mitteilung Berlins oder Washingtons – so schreibt die amerikanische Presse, aber gerade in diesem Fall kann man ihr glauben.

Der Westen kann sich von Russland, aber nicht Russland von der Welt isolieren – das aber nur mit eindeutig negativen Folgen für sich selbst.

Ja, tatsächlich, der Präsident Russlands hat die Verbindung mit der Realität vollständig verloren – mit der der atlantischen Version, die ihre Schöpfer alleingültig und verpflichtend für die ganze Welt hielten. Und dank ihm leben die Russen heute in einer anderen Welt – und nicht nur wir, muss gesagt werden. Überhaupt alle – die Chinesen mit den Hindus und die Brasilianer mit den Arabern und sogar, wie es schrecklich ist zuzugeben, die Angelsachsen mit den Franzosen. Weil die Globalisierung auf angelsächsisch (deren Wesen der Normierung die Verkürzung von allem und jedem auf ihre universelle, einzigartige Sicht auf Gute und Böse ist) zu Ende gegangen ist. Russland hat sich ihr tatsächlich verweigert – und sie verschwand wie ein gespenstiger Nebel, der auf unserer blühenden und komplizierten Welt aufgetragen worden war. So waren Merkel und Putin tatsächlich in verschiedenen Welten – sie in der schwindenden geopolitischen Realität und er in der kommenden mehrpolaren Welt. Solche Raum-Zeit-Krümmungen kommen ja vor.

Natürlich wünschte sich die absolute Mehrheit der Völker der Welt die Globalisierung nicht und viele von ihnen versuchen, ihr Leben nach eigenen Regeln einzurichten – vom Iran bis China. Und mit denen können diejenigen nichts anfangen, die das globale Projekt fördern (abgesehen vom ideologischen und finanziellen Einfluss, aber das ist immerhin ein komplizierteres Spiel). Aber alle diese Länder sind gezwungen, ihr Recht auf ihr selbständiges Leben auf ihrem Territorium zu schützen und zu versuchen, nicht mit dem angelsächsischen Imperium in direkte Konflikte zu treten (weil das einfach alle unterdrückt, die schwächer als der Iran sind oder sich, wie Nordkorea, nicht durch Atomwaffen abgesichert hat). Das Maximum, das sich China jetzt erlauben kann, besteht in der äußeren Expansion durch weiche Wirtschaftsmethoden (Afrika, Südostasien und Lateinamerikas an sich bindend). Aber das heutige Geld entscheidet im geopolitischen Kampf nichts, weil sich die Steuerknoten über die weltweiten Finanzen in den Händen der Angelsachsen befinden, die auf Wunsch (falls die Chinesen zu eifrig werden) die Trillionen Dollar Reserven Chinas in Bonbonpapier verwandeln können. Entscheidend sind ganz andere Dinge: das eigene geopolitische Bild der Weltordnung und der Wille, dies zu verwirklichen.

Das alles muss selbstverständlich von der staatlichen und militärischen Macht gestärkt sein – und das heutige Russland hat das alles in ausreichender Menge bewahrt, (nicht, um die halbe Welt zu kontrollieren, wie es die Amerikaner machen, sondern um sich vor der äußeren Aggression zu schützen). Ausreichend, um die Bedingungen zur Verwirklichung dieser Pläne zu schaffen. Was auch Wladimir Putin macht – er versucht, die unipolare Welt aufzulösen und Bedingungen zur Festigung mehrerer selbständiger Machtzentren zu schaffen. Dabei macht er das nicht nur infolge seiner persönlichen Überzeugung von der Richtigkeit gerade einer solchen Weltordnung für Russland, sondern er wird auch dazu gezwungen – weil andernfalls die Walze der Globalisierung Russland in einen Schraubstock einklemmen und zerdrücken wird. Gerade dieses Verständnis hat Putin zum 1. März 2014 geführt.

Russland hat nicht vor, die Ukraine zu zerteilen oder anzuschließen – es lässt sie einfach nicht in den Westen fortführen, um sie zum Stützpunkt für die weitere Entfaltung der NATO-Kräfte zu machen. Die Situation in der Ukraine ist so weit gekommen, dass Putin gezwungen war, zur äußersten Form der Selbstverteidigung zu greifen – der Drohung des Einsatzes russischer Truppen. Russland hat keinen Wunsch, die Armee einzusetzen und gar das Territorium der Ukraine zu okkupieren, aber diese Drohung an sich demonstriert dem Westen Russlands Entschlossenheit, die eigenen Interessen und seine Sicherheit zu verteidigen. Putin ist überzeugt, dass es kein Risiko eines Krieges gibt – nicht mit der Ukraine und erst recht nicht mit NATO. Und er hat recht – die ukrainische Armee wird nicht in den Krieg ziehen (weil wir ein Volk sind – und daran erinnern sich noch sehr viele in der Ukraine) und es wäre kompletter Wahnsinn, die NATO-Truppen in Kiew einzusetzen, worauf sich der Westen nicht einlässt.

Mit seinem Schritt bietet Putin dem Westen jedoch eine breite Auswahl möglicher Reaktionen an – vom völligen Abbruch der Beziehungen bis zum Dialog mit dem Ziel der allmählichen Abkehr von den Plänen zur EU-Integration der Ukraine. Die Wahl liegt jetzt bei den Atlantisten – aber in jedem Fall hat Putin mit seinem entschlossenen Schritt das weltweite Gleichgewicht der Kräfte schon zugunsten Russlands geändert.

Wenn der Westen nach gewisser Zeit (nach dem unvermeidlichen Auftreten der verbalen Konfrontation) dennoch die Variante des Dialoges und der Suche nach Kompromissen zur Ukraine wählt, so wird dies bedeuten, dass die angelsächsischen Eliten bereit sind, ihren Globalisierungsdrang ein wenig zu verlangsamen. Dass sie bereits sind, aus dem Elfenbeinturm herauszukommen, sich umzuschauen und anzuerkennen (nicht öffentlich, nur für sich selbst), dass sie zu weit gegangen sind und dass die so erfolgreich gestaltete ukrainische Kampagne gescheitert ist. Das Verhalten der Angelsachsen zeigt, dass sie bereit sind selbst auf so ein Minimum im Prinzip nur dann einzugehen, wenn sie verstehen, dass sie es mit einem unbeugsamen Willen und einem unüberwindlichen Hindernis zu tun haben. Gerade jetzt haben wir einen solchen Fall.

Es wird aber überhaupt nicht die Beendigung der amerikanischen Pläne der globalen Herrschaft bedeuten, wird aber ein sehr ernst zu nehmendes Argument für jenen Teil «der Herrscher der Welt» sein, die auf einer vorsichtigeren Weiterführung der Globalisierung und dem Übergang zur ausgewogenen Steuerung der weltweiten Architektur besteht. Solcher Rücklauf entspricht aber nicht den Interessen jenes Teils der Weltspitze, die darauf besteht, dass man – im Gegenteil – keinesfalls das Tempo verlangsamt werden darf. Und diese Logik hat ihre eigenen Gründe – die USA als die führende Militär- und Finanzkraft der Globalisierung erinnert uns derzeit an ein Fahrrad, das mit einer riesigen Geschwindigkeit dahinfegt. Wenn es gestoppt wird, wird es unweigerlich stürzen. Aber selbst ein schwaches Abbremsen wird in dieser Situation wirklich gefährlich werden, natürlich nur, wenn einem nicht bewusst ist, dass vorne der Abgrund ist.

Wenn die Variante eines leichten Abbremsens doch gewählt wird, so wird im weltweiten Gleichgewicht der Kräfte das Gewicht Russlands wachsen, Russland wird die Politik der höflichen geopolitischen Offensive nach seinen Interessen fortsetzen. Und all die Länder, die es anstreben, die eigene Selbstständigkeit zu verstärken und sich vom Westen zu distanzieren, werden in Moskau die reale anti-globalistische Kraft sehen, die von der passiven Verteidigung zur Offensive übergeht.

Die zweite Variante ist die Politik der Isolierung Russlands, über die jetzt in Washington geredet wird. Obwohl der Staatssekretär Kerry noch versichert, dass die USA den neuen kalten Krieg nicht wollen, ist es klar, dass die Versuche, Druck auf Russland auszuüben, von Tag zu Tag wachsen werden. Die Absage des „G-8“ Gipfels in Sotschi ist praktisch schon garantiert, und im Falle, dass der Westen die Variante der Konfrontation wählt, wird Russland höchstwahrscheinlich aus der „G-8“ ausgeschlossen werden. Es werden Wirtschaftssanktionen verhängt und es wird ein massiver informations-propagandistischer Angriff starten. Das Ziel ist klar – sie werden darauf hoffen, dass Russland unter dem Druck von außen früher oder später mindestens Zugeständnisse machen wird, und als Maximum – die Situation in Russland eskalieren und eine Revolution oder den Machtwechsel verursachen wird.

Es ist klar, dass der Westen in Wirklichkeit einfach keine Blockade gegen Russland errichten kann, – nicht nur, weil das viel mehr ihren eigenen Interessen schadet, als denen Russlands. Alles ist einfacher – die Verteilung der Kräfte in der Weltarena sind so, dass sich die Vereinigten Staaten sehr schnell davon überzeugen werden, dass sie sich in der Minderheit befinden, wenn sie versuchen, die Koalition zur «Organisation der Isolierung» zu sammeln: selbst nicht alle Mitglieder der NATO werden den Bruch der Beziehungen mit Russland unterstützen. Im Endeffekt kann der Westen sich von Russland isolieren, aber nicht Russland von der Welt und das nur mit eindeutig negativen Folgen für sich selbst.

Diese Variante dieses Verhaltens kann den Westen nur aus einem Grund wählen: wenn er die Geschichte Russlands überhaupt nicht kennt, sich die Situation in Russland sehr schlecht vorstellt und die Geisteshaltung Wladimir Putins nicht versteht. Russland ist zu jedem Druck bereit, weil die Welt für Russland nicht im Westen endet. Indem sie den prowestlichen Teil der russischen Elite mit der gesamten regierenden Klasse (selbst nachdem Putin offen den Prozess der Nationalisierung der Eliten begann) verwechseln und die kreative Klasse mit dem Volk, hat der Westen schon das Niveau seines Verständnisses über Russland gezeigt. Das westzentrierte Modell der Welt , das nach 1991 so aktiv in die Köpfe der Russen und besonders der Elite eingehämmert wurde, ist nicht nur nicht mehr allgemeingültig, es ist nicht einmal mehr in der Lage, einen irgendwie ernsthaften Einfluss auf die Situation im Land auszuüben.

Ja, unsere Kosmopoliten kontrollieren immer noch einen bedeutenden Teil der Finanz- und Kulturpolitik, der Massenmedien und Bildung, aber es ist die bereits verschwindende, stürzende Kraft. Anhänger des Bündnisses mit dem Westen mit der Anerkennung des Vorrechtes der Angelsachsen gibt es in Russland praktisch nicht mehr. Es gibt sogar unter ihnen nur wenige, die von der Aufnahme Russlands in die goldene Milliarde „als Gleichberechtigte“ träumen. Dem gegenüber verstehen immer mehr und mehr Menschen die ganze Gefahr der westlichen ideologischen und moralischen Expansion und wollen durch ihren eigenen Verstand leben. Indem der Westen mit Russland in einen harten ideologischen Clinch tritt, wird er uns die Aufgabe der Befreiung von den aufgezwungenen Schemen und verlogenen Zielen nur erleichtern und den Prozess der vollen Wiederherstellung der Eigenständigkeit der Ideologie und Wirtschaft, der Befreiung von der „Offshore-Aristokratie“ beschleunigen. Das heißt unter den Bedingungen dieser „Blockade“ wird Russland einfach schneller erreichen, was es sowieso vorhatte, dem aber der starke Widerstand eines Teils der Elite im Weg stand, die auf die engen Beziehungen mit dem Westen setzte – nach der Einführung von Sanktionen werden ihre Positionen endgültig untergraben sein.

Die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen Russland werden die von Putin schon gewählte Politik der Hinwendung unseres Wirtschaftsvektors nach Osten und Süden nur beschleunigen. Die Blockade aus dem Westen wird unsere ohnehin fest verbundenen Beziehungen mit China noch weiter zementieren. Die Unlust das zu fördern, ist für viele vernünftige Geopolitiker des Westens eines der wichtigsten Argumente gegen die heftige Konfrontation mit Russland, obwohl ihnen entgegengehalten werden kann, dass die weitere Annäherung Moskaus und Pekings auf jeden Fall bereits vorprogrammiert ist.

Außerdem kann die Verschärfung der Konfrontation die auch so schon im westlichen Block vorhandene Gärung fördern. Für Deutschland, aber auch für andere kontinentale europäische Länder, die nicht am Abbruch der Beziehungen mit Russland interessiert sind, wird der übermäßige amerikanische Druck in dieser Frage zum zusätzlichen Reizfaktor werden.

Und wird zum zusätzlichen Argument für die Stärkung der Versuche, weniger abhängig von den USA zu werden, die selbst durch die falschen Schreie über «die neue russische Bedrohung» nicht erdrückt werden können. Einmal versucht, Russland zu isolieren, riskieren die USA im Endeffekt, Deutschland zu verlieren.

Die Idee, Russlands aus „der Acht“ auszuschließen, kann man sogar als Geschenk an uns betrachten, wenn sie schließlich auch tatsächlich die Gemüter der Angelsachsen beherrscht. Vorerst sind die Deutschen dagegen, die reklamieren, dass dies der einzige Ort ist, wo der Westen ohne Vermittler mit Russland in Kontakt treten kann. Russland selbst wird den Austritt aus „der Acht“ verkünden, weil sie die weltweiten Probleme im geschlossenen Klub der NATO-Mitglieder und des proatlantischen Japan nicht mehr lösen will und wird dazu aufrufen, den Schwerpunkt auf „die Zwanziger“ zu verlegen, die auch so in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnt.

„Die Acht“ war im Prinzip eine Form der Einbeziehung Russlands in das atlantische Projekt, denn sie wurde in den 70er Jahren als ein Klub der mächtigsten westlichen Länder gegründet, die damals die Entwicklung der westlichen, kapitalistischen Wirtschaft bestimmten. Direkt vor dem Zerfall der UdSSR wurden wir eingeladen, uns dem Klub anzuschließen (offiziell wurden wir erst einige Jahre später aufgenommen, das Format „der Sieben“ ist dabei in Finanzfragen bis jetzt erhalten geblieben). Aber die sich heute herausbildende globale Konfiguration unterscheidet sich grundsätzlich von der vor 20 Jahren, als die unipolare Welt in voller Entfaltung war: Russland ist zum eigenen geopolitischen Spiel zurückgekehrt, China wurde zur zweiten Ökonomie der Welt, die muslimische Welt, obwohl sie getrennt ist, fordert immer beharrlicher seine Vertretung im „Klub der Starken“ und eine Veränderung der Spielregeln. Eine andere Welt wurde bereits zur Realität – und was Putin am 1. März festgelegt hat, muss jetzt auf globaler Ebene seine Bestätigung erhalten. Im Rahmen „der Zwanziger“ werden „die Sieben“ ihre Beziehungen nicht mehr nur einfach mit Russland, sondern mit der Gruppe der BRICS aufbauen müssen.

Der Austritt Russlands aus „der Sieben“ fördert auch die Reformierung des weltweiten Finanzsystems – schon seit fünf Jahren wird im Rahmen „der Zwanziger“ erfolglos versucht, sich darüber zu einigen. Die weitere Unnachgiebigkeit des Westens vor dem Hintergrund der immer größer werdenden Probleme der USA kann nur zum Forcieren der Prozesse zur Entstehung starker regionaler Währungssysteme führen, was die Verdrängung des Dollars beschleunigen wird.

Die Wahl des Westens für eines der beiden Szenarien wird nur in geringem Grad davon abhängen, wie sich die Situation in der Ukraine gestaltet. Eher umgekehrt – die Situation in Kleinrussland (Ukraine) entwickelt sich abhängig von der Strategie, die der Westen wählt. Falls sich die USA für die harte Konfrontation entscheiden, werden sie die gegenwärtige Kiewer Macht nicht nur nicht beherrschen können, sondern im Gegenteil – sie werden sie in die Richtung irgendwelcher wahnsinniger Schritte drängen oder gar einen bewaffneten Konflikt ukrainischer Einheiten oder Freiwilliger mit der russischen Armee provozieren. Beim Szenario der Konfrontation ist es für den Westen unbedingt notwendig, dass die russische Armee ukrainisches Blut vergießt. Denn die Russen sind ja als „Eroberer“ gekommen – das heißt, Blut ist in diesem Szenario vorgesehen.

Man muss verstehen, dass Putin ganz und gar nicht Obama entgegensteht, sondern einer Mannschaft viel erfahrenerer Spieler, denen während der letzten Jahrhunderte die Erfahrung der Führung eines „großen Spieles“ und der Steuerung globaler Prozesse schon genetisch angelegt wurde. Diese Kraft ist bereit, absolut jede Methode zur Erreichung ihrer Ziele anzuwenden – und wir sprechen dabei nicht einmal über den Angriff auf Libyen oder der Bombardierung Belgrads. Zum Beispiel führten sie im XIX. Jahrhundert Kriege, um China an das Opium zu gewöhnen, das sie nach China geschmuggelt und dort für Silber verkauften hatten (für das gewonnene Geld kauften sie dort die ihnen notwendigen Seiden und Tees). Im Ergebnis dessen starben Dutzende Millionen Chinesen. Diese Menschen von «der kleinen Insel» und der Ostküste der USA – die Vertreter dieser Familien versuchen von Generation zu Generation die Prozesse zu bestimmen und den Lauf der Weltpolitik zu steuern, indem sie das Projekt voranbringen, das erst vor kurzem die Bezeichnung Globalisierung erhielt. Das sind keine allmächtigen Zauberer – sondern einfach die angelsächsische Erbelite, die speziell für die Führung der Welt großgezogen wurde. Russland war immer das Haupthindernis auf ihrem Weg.

Nicht nur einmal wurde versucht, uns das Recht der selbständigen Politik zu verweigern, uns vom eingenommenen Kurs abzubringen – nicht nur durch Kriege und Interventionen, sondern auch durch Verschwörungen der Eliten. Manchmal endete das wie 1801 mit dem Mord an Pawel I., aber viel öfter scheiterten alle sorgfältig aufgebauten Kombinationen. Es genügt, sich an den Misserfolg des Westens bei der Februarrevolution zu erinnern – nicht der gegenwärtigen Kiewer, sondern der russischen von 1917, als die zur Macht gekommenen „Brüder“ der Logen vom Rad der russischen Geschichte weggefegt wurden und die UdSSR nicht einfach zur Störung auf dem Weg der Angelsachsen wurde, sondern zum alternativen Zentrum der Macht wuchs.

Die größte geopolitische Katastrophe des XX. Jahrhunderts ist bereits jetzt endgültig Vergangenheit, weil Russland jetzt nicht einfach seine Weltsicht erklärt hat, sondern sie wirksam wurde und Russland sie zäh verficht. Wir erobern, zerteilen und greifen niemanden an. Mit der Drohung der Militärkraft fordern wir von den unerwünschten Gästen einfach damit aufzuhören, den Kopf unseres Nachbarn und Bruders zu verdummen, um ihn gegen uns zu stimmen und ihm Knebelverträge unterzuschieben. Er wird selbst zu sich kommen und sein Haus selbst in Ordnung bringen. Und zwar ohne Vorsagen baptistischer Prediger und der übrigen eurointegrierenden Anbeter der Idee der atlantischen Überlegenheit – mit seinem ukrainischen, aber dennoch russischen Verstand.

„Wirtschaftswunder“ BRD – von angloamerikanischen Gnaden

Wie ich oft schrieb: Aus Angst vor dem Sozialismus und seiner Kraft FÜR die Menschen wurde die BRD und Europa von den Angloamerikanern geschaffen!
Ganz am Rande der unten stehenden Dokumentation wird AUCH erwähnt, warum die DDR ihre Grenzen schließen MUSSTE: Der DDR wurde die Intelligenz geraubt! Es ist 1990 dasselbe Muster abgespult worden wie damals, nur dass keine Schlepper angeheuert werden mussten (das ist ja auch viel billiger!): Durch die vollkommene De-Industrialisierung (erst im Ergebnis des 2. Weltkrieges: von den Angloamerikanern wuden neben ZIVILEN Zielen vor allem die Industrie im OSTEN bombardiert! – 1990 erledigte das die „Treuhand!“) wurden die „freigesetzten“ hochqualifizierten Arbeitskräfte, die der BRD-Industrie KEINEN Pfennig kostete, die Intelligenz vollkommen abgesaugt! Billige Arbeitskräfte für den „Wirtschaftsboom“ der von den Angloamerikanern geschaffenen und bis heute gelenkten BRD!

Die Angst vor dem Sozialismus als ECHTE und EINZIGE Alternative zu Armut, Krankheit, Arbeitsloisgkeit, Obdachlosigkeit, Unmenschlichkeit, Krieg, Tod und Raub sitzt auch heute noch tief und wird darum permanent diffamiert und kriminalisiert! Aber erst nachdem der Sozialismus von innen her zersetzt und aufgelöst worden war, konnte die „menschliche Maske“ des Imperialismus fallen gelassen werden und die häßliche Fratze dieses von der Wurzel her kranken und hochkriminellen Mafia-Systems wurde wieder überdeutlich.

In dieser Dokumentation fehlt auch noch die Tatsache, dass der „Wirtschaftsboom“ BRD und die soziale Maske des Imperialismus auf Kosten der Menschen in Afrika ermöglicht wurde, die in Hunger und Elend getrieben wurden, damit den Bürgern der BRD die „soziale Marktwirtschaft“ vorgegaukelt werden konnte!

Andrej Fursow: Stalin – hier und heute

Andrej Fursow gab dem Fernsehsender Djen.TV (Tag.TV) ein Interview zum Thema Stalin und seine Bedeutung für uns heute.

Ich veröffentliche dieses Video mit dem Verweis auf sein Interview, das er am 22. Januar 2013 der “Russkiy Mir Saporoshja” – “Die russische Welt Saporoshjes” gab, das ich unautorisiert übersetzte und auf meinem Blog veröffentlichte.

Sind die „Revolutionen“ in aller Welt wirklich „Revolutionen des Volkes“?

Als ich diesen Artikel von politia.org las:

Snowden – ein CIA-Lockvogel?

kamen mir wieder diese Gedanken in den Kopf:

Ich habe irgendwo – auf Grund meiner Beobachtungen der letzten Jahre – mal formuliert: Eine Revolution wird nie von unten, sondern immer von oben gemacht.

Einfach, weil es eines Zieles, eines Planes, das Ziel zu erreichen und einer Organisation, den Plan durchzusetzen, bedarf!
Diese Personen/Organisationen sind dann in der Lage, die Massen von oben für ihre Ziele (auch scheinbare!) zu begeistern.

All‘ diese bürgerbewegten Revolutionen der letzten zwei/drei Jahre auf unserer Erde haben KEINEN Plan, KEIN Ziel (außer der Diktator muss weg), KEINE (sichtbare) Organisation, ja sie alle lehnen sogar jede Organisation ab!

Brasilien, zum Beispiel, wo gerade so eine bürgerwegte Revolution wegen der Fussballweltmeisterschaften in Gang ist, mit der einzigen Forderung,  dieses Geld lieber für Bildung, etc. auszugeben,  soll m.E. auch zur Räson gebracht werden. Es ist schlicht eine Strafexpedition! Die Regierung Brasiliens bändelt zu sehr mit Russland an und wollen sich gemeinsam mit den anderen BRICS-Ländern vom US-Dollar lösen!

Das wird dann Revolution von unten genannt, was sie tatsächlich in keinem Fall ist!

Diese so genannten Revolutionen sind ein Subversions-, Invasions- und Aggressions-KRIEG (wie in Syrien, nur noch nicht ganz so gewalttätig und zum Bürgerkrieg ausartend, was aber bei Nicht-Gehorsam durchaus ganz schnell organisiert werden kann) des angloamerikanischen Hegemons und seiner Vasallen gegen JEDEN STAAT, der sich ihnen zu widersetzen wagt! Die Handschrift ist immer dieselbe, der Ablauf ist immer der selbe.
Und alle schreien „Hurra!“, weil sich das Volk erhebt! Dabei wird das Volk nur benutzt!

So kämpfen die Menschen auf den Straßen dafür, dass ihnen noch mehr Rechte abgeknöpft werden (oder wie im Fall Türkei, Erdogan zur Räson gebracht werden soll, sprich die Türkei endlich Syrien überfallen soll, denn da verlieren die gerade!), die Überwachung noch weiter forciert wird, die „Sicherheit“ weiter erhöht werden „muss“, die Rüstungsausgaben also „begründet“ werden (alles natürlich kreditfinanziert – die Bank gewinnt immer!), wofür natürlich diese selben Menschen mit noch mehr Sozial-Abbau, mit noch mehr Armut, Blut und Tränen bezahlen müssen!

KEINE dieser so genannten Revolutionen fordert einen kompletten und radikalen System-Wechsel oder auch nur die Entmachtung der transnationalen Konzerne und Banken. Ja, sie sind schon mal „gegen die Bankster“ – aber nicht für die Entmachtung der Banken UND Konzerne! Im allerhöchsten Falle: Banken in die Schranken! Ja und? Was dann? Die Banken bleiben die selben und die Schranken werden ganz schnell wieder niedergerissen, so sie je aufgebaut werden!

Ein weiteres gemeinsames Merkmal dieser so genannten „Revolutionen“ ist, dass wenn das Ziel der Herrschenden (nicht der Menschen!) erreicht ist, sie schlagartig wieder aufhören und verschwinden! Und alles bleibt beim Alten oder wird schlimmer als vorher!

Es gibt einige Länder, die sich von oben vom kolonialen Joch der USA/Großbritanniens und Frankreichs befreien, die trans-nationalen Konzerne und Banken zurück drängen oder ganz entmachten. Diese Länder haben meine Sympathie und Solidarität.
Diese Länder sind sehr leicht daran zu erkennen, dass ihre Staatsoberhäupter ausnahmslos alle schlimme Diktatoren sind, die ihr Volk unterdrücken, ausbeuten und Andersdenkende in Gefängnisse stecken.

Chavéz entmachtete diese transnationalen Konzerne und Banken in seinem Land von oben  – und wurde prompt zum Diktator und musste sterben!

Putin ist gerade dabei, die transnationalen Konzerne in Russland und ihre Helfershelfer von angloamerikanischen Gnaden von oben zu entmachten und aus der Politik zu entfernen – und wird prompt zum Diktator!

 

Hitler war eine Puppe des Westens im Spiel gegen das russische Volk

Der Historiker und Publizist Nikolai Starikow bezieht neben dem aktuellen Geschehen in Russland auch häufig zu Stalin Stellung (er veröffentlichte meherere Bücher zu Stalin) und so muss er sich zwangsläufig auch mit Hitler beschäftigen. Auch die Artikel, die zu diesem Thema von ihm auf seinem Blog veröffentlicht wurden, werde ich in loser Folger übersetzen und damit auch hier, in Deutschland, zur Dikussion stellen. Der vorliegende ist seine neueste Veröffentlichung zu diesem Thema.

Unautorisierte eigene Übersetzung des Originalartikels des Historikers und Publizisten Nikolai Starikov vom
8. Februar 2013:

Am 30. Januar 1933, vor praktisch 80 Jahren, gab es ein Ereignis, das die einfachen Menschen dieser Zeit überhaupt nicht bemerkten. Sie zogen ihre Kinder auf, liebten ihre Frauen und Männer – mit einem Wort, sie lebten ihr normales leben. Und bemerkten nicht, dass ihr Leben in eine vollkommen andere Etappe eintrat.
Die Bewohner Stalingrads, Moskaus oder Kiews wandten auf dieses Ereignis keinerlei Aufmerksamkeit.
An diesem Tag wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler Deutschlands ernannt.

Entgegen der vorherrschenden Meinung, war die Ernennung Hitlers auf den Posten des Kanzlers (d.h. des Premiers) nicht durch einen Sieg der Nazisten in den Wahlen bedingt. Die NSDAP erhielt nicht mehr als
50 % der Stimmen in den Parlamentswahlen. Aber der Präsident Hindenburg ernannte Hitler. Warum? Weil es Zeit war, einen Krieg zu beginnen. Und London mit Washington zogen die Strippen. Als Kopf in Deutschland brauchten sie einen Fanatiker, der bereit war mit Russland Krieg zu führen, der bereit war, Blut zu vergießen.

Pünktlich zum Tag der Ernennung des Hauptfeindes des russischen Volkes auf seinen Posten, beschloss das Portal KM.ru den Hauptgedanken meines Buches: „Wer zwang Hitler, über Stalin herzufallen? – den Führer brachten ausländische Kräfte zur Macht“ mit Experten zu besprechen.

Quelle: http://www.km.ru/world/2013/01/30/istoriya-vtoroi-mirovoi-voiny/702840-gitler-byl-peshkoi-v-igre-zapada-protiv-russko

Am 30 Januar 1933, wurde der 44jährige Adolf Hitler Reichskanzler Deutschlands. Wie in der Analogie Woland in Bulgakows „Der Meister und Margarita“ sagte: „Annuschka hat schon das Öl verschüttet.“ Der weitere Verbleib Hitlers am Steuer des Landes – das war einer der großen historischen Vorbereitungen zum wichtigsten und schlimmsten Abenteuer seiner persönlichen Biographie wie auch der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Aber hätte es auch anders sein können? Diese Frage beschäftigt seit langem die Historiker der ganzen Welt, und es gibt die verschiedensten Versionen. Eine der populären ist, dass Hitler den Krieg nicht selbständig führte. Der Krieg war keineswegs seine Schöpfung. Verschiedene Historiker – Anhänger der gegebenen Theorie – divergieren manchmal einzig in der Beurteilung der Selbständigkeit der genannten Person.

Einer der stärksten Anhänger dieser Theorie ist zum Beispiel der bekannte russische Historiker und Publizist Nikolai Starikow. In seinem Artikel „Wurde Hitler zum Überfall auf die UdSSR durch England und die USA gezwungen?“ schreibt er im Einzelnen:

Adolf Hitler wurde durch London und Washington und mit geringerem Anteil durch Paris zur Macht gebracht. Das war eine Art Kettenhund, der mit einem Ziel groß gezogen wurde – dem Überfall auf Russland. Sie selbst mögen nicht Krieg führen, irgend jemand muss das für sie tun. Sie brachten einen entschlossenen Menschen, einen Fanatiker an die Macht, gaben ihm Geld, Kredite, hörten auf die Reparationen Deutschlands zu erheben, bauten die Industrie auf. Aber wie konnte Hitler einen Krieg mit der UdSSR beginnen, wenn sich zwischen ihnen ein Staat befand?

In der Unterhaltung mit dem Kolumnisten von KM.ru kommentierten unsere Experten die These.

Publizist, Politologe Anatoli Wasserman:

Mein alter Freund, der Historiker und Publizist Lew Removitsch Wershinin bemerkte nicht nur einmal, dass viele Einzelheiten der jähen Karriere Adolf Hitlers nur aus der Schlussfolgerung erklärt werden könnten, dass ausländische Kräfte ihn speziell aus der Menge der konkurrierenden Führer ausgesucht haben. Wobei sie ihn nach einem ziemlich ungewöhnlichen Kriterium auswählten: diese ausländischen Kräften selbst (insbesondere die britischen und amerikanischen) brauchten einen ausreichend fanatischen Menschen, der alle seine Versprechen, ohne Rücksicht auf die möglichen Folgen, erfüllen würde. Aber sie rechneten ziemlich einfach: Das Programm, dass rings um die Unabhängigkeit von anderen Völkern errichtet wurde, musste unweigerlich den Zusammenhalt dieser anderen Völker gegen Deutschland hervorrufen.

Der Gedanke zu dieser Auswahl war, dass zum ersten der Sieg Deutschlands im bevorstehenden Weltkrieg sicher ausgeschlossen wurde und zum zweiten, um durchzusetzen, dass auch nach dem Krieg die Reputation Deutschlands für viele weitere Jahre beschädigt wurde. Aber so eine Auswahl war vor allem deshalb möglich und notwendig, damit niemand an der Unausweichlichkeit des Krieges selbst zweifeln konnte, dass alle interessierten Personen und Organisationen hervorragend verstanden, dass er unumgänglich ist und noch schlimmer als der Erste Weltkrieg werden würde.

Als der Versailler Friedensvertrag geschlossen worden war, äußerte der Oberste Hauptkommandierende der Streitkräfte der Entente, Marschall Frankreichs Ferdinand Bertronowitsch Fosch, der mit den Bedingungen des Vertrages vertraut war, sofort: „Das ist kein Frieden, das ist ein Waffenstillstand für zwei Jahrzehnte.“ Und das erwies sich als absolut richtig: Der Krieg begann ausgerechnet zwanzig Jahre nach dem Abschluss des Versailler Vertrages. Das Problem besteht darin, dass der Gegensatz zwischen den Ländern und den Gruppen der Länder, die den Ersten Weltkrieg hervorgerufen haben, nirgends verschwanden und nicht verschwinden können, solange die Marktwirtschaft besteht: Sie gebiert unbedingt die Gegensätze solcher Art, sie benötigt unbedingt wieder und wieder einmal eine Aufteilung der Welt, darum war die Fortführung des Krieges wissentlich notwendig. Und mithin versuchten die verschiedenen Länder sich mit verschiedenen Mitteln darauf vorzubereiten. Insbesondere Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Amerika bereiteten sich frühzeitig auf einen ihnen genehmen Gegner vor.

Und was die Perspektive betrifft, dass sich die Rassentheorie allmählich in Massenmord verwandelt, so hat sich darüber niemand ernsthaft beunruhigt, denn damals waren alle großen Länder besessen von verschiedenen Formen der Rassentheorie und natürlich rechnete jeder damit, dass gerade seine Rasse sich als die höhere erweisen würde. Im Grunde genommen gab Hitler in seinen Arbeiten und seiner Sache die Theorie ziemlich genau wieder, die bis dahin von dem Engländer Chamberlain und dem Franzosen Gobineau ausgearbeitet worden waren. So, dass dies niemand besonders beunruhigte: Jeder rechnete damit, dass der Schlag den anderen treffen würde. Im Prinzip begeisterten sich in dieser oder einer anderen Form damals alle westlichen Länder für die Rassentheorien. Das einzige große Land, indem für solche Theorien niemals ein fruchtbarer Nährboden gefunden wurde – das war unser Land.

Dementsprechend kann Deutschland zwar der Teil der, wie die Juristen sagen, exzessiven Ausführung zugerechnet werden, aber diese Exzesse gab es möglicherweise nicht in Deutschland, aber in anderen Ländern länger.

Experte des Zentrum für geopolitische Gutachten Natalja Makejewa

Die von Starikow vorgeschlagene Theorie hat nach meiner Ansicht Existenzberechtigung und im Prinzip sieht sie völlig logisch aus. Sie sieht so logisch aus wie eine andere Theorie, die das Ereignis des Zweiten Weltkrieges bloß in der Menge des Schrecklichkeiten als Kopien die Ereignisse des Krieges von 1812 wiederholte . Nach Meinung des russischen Historikers Alexei Edrichin, der unter dem Familiennamen Wandam publizierte, hätte Napoleon theoretisch mit England Krieg führen müssen, aber statt dessen führte er Krieg gegen Russland.

(Anmerkung von mir: Alexey Efimowitsch Wandam, (Alexey Efimowitsch Edrichin) 17 März 1867, Minsker Governement, Nord-Westlicher Kreis, Russisches Imperium – 16. September (in Erinnerung des entsprechenden Datums 6. September) 1933, Talin – General-Major (1917), Militärschriftsteller, Autor zu Arbeiten auf dem Gebiet der Geopolitik, der Geostrategie und der strategischen Geographie. Quelle: https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%92%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D0%B0%D0%BC,_%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B5%D0%B9_%D0%95%D1%84%D0%B8%D0%BC%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87)

Die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges müssten sich in einem analogen Muster entwickelt haben, das heißt, Deutschland hätte sich mit Russland solidarisieren müssen (streng genommen, gingen unsere Länder auch diesen Weg) und gegen die USA, gegen England, gegen diesen atlantischen Vektor auftreten müssen. Allerdings geschah dies auffälliger Weise nicht, entgegen aller geopolitschen Logik und gesundem Menschenverstand. Außerdem, die Rassentheorie, weswegen die ganze Welt bis heute Hitler hasst, war ursprünglich in seinem politischen Leben nicht vorhanden. Ursprünglich schlug seine Tätigkeit nichts davon vor. Innerhalb der deutschen Eliten kämpften zwei Vektoren, einer schlug die Theorie des Rechtes der Völker vor, aber der andere brachte diese monströse Rassentheorie hervor, die bis heute bei allen Schrecken erzeugt.

So war, was in den dreißiger bis vierziger Jahren geschah, nicht prädestiniert, und nach meiner Meinung waren dies offensichtlich das Resultat äußerer Spiele (hinsichtlich Deutschland). Die Frage liegt nur darin, wessen Geheimdienste das waren – Englands oder der USA oder der Länder, die irgendwie zusammen arbeiteten, in deren Resultat Hitler die ganze Macht seiner Armee nicht nach Westen, sondern nach Osten führte.

Hier ist alles ziemlich kompliziert miteinander verflochten. Erstens, wurde er durch die eigene Elite beeinflusst, das heißt, er war nicht selbständig, wie wir aus der Geschichte wissen, selbst nicht in der Beziehung zu den eigenen Eliten, die auf ihn Einfluss ausübten. Natürlich, darf man nicht seine eigenen Ambitionen und Eitelkeiten außer Acht lassen, aber er war keine eigenständige Figur. Nur so geschah, dass in den deutschen Eliten in der Summe der entsprechende Vektor gewann, der im weiteren mit den Opponenten abrechnete.

Was den Einfluss aus dem Westen betrifft – den es zweifellos gab, kann nur darüber diskutiert werden, wie stark er war. Wir können kaum hundertprozentig erfahren, ob es dort subtile diplomatische Spiele gab oder ob Hitler sie unter direkter Kontrolle hatte. Das heißt, es darf auch nicht die Variante ausgeschlossen werden, dass er seine Kräfte ursprünglich auf den Westen und den Osten ausrichten konnte.

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