Mitwisser und Profiteure

Übernahme des Artikels von german-foreign-policy, wo die Quellen und weiterführende Links zu finden sind

Die sich am Ende des Artikels befindlichen Bilder wurden von mir hinzugefügt.

11.12.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) – Der jetzt veröffentlichte US-Senatsbericht über die Folterpraktiken der CIA wirft erneut Fragen zur Mitwirkung Deutschlands an Verbrechen im „Anti-Terror-Krieg“ auf. Der Bericht erwähnt den Fall eines Deutschen, der in ein geheimes Haftzentrum in Afghanistan verschleppt wurde. Obwohl der Bundesnachrichtendienst (BND) frühzeitig über die Entführung informiert wurde, leitete Berlin keine Schritte gegen die Straftat an. Späte Bestrebungen der Justiz, den Fall vor Gericht zu bringen, wurden von der Bundesregierung vereitelt. Details aus dem US-Senatsbericht rufen weitere deutsche Fälle in Erinnerung, etwa denjenigen eines Mannes aus Bremen, der in Kandahar (Afghanistan) gefoltert wurde. Das dortige Internierungslager, in dem Verbrechen bis hin zu Mord geschahen, wie sie in dem US-Bericht geschildert werden, wurde von deutschen Elitesoldaten bewacht. Aussagen des damaligen CIA-Europachefs deuten darauf hin, dass das Bundeskanzleramt schon im Oktober 2001 zumindest über die CIA-Verschleppungen informiert gewesen ist; Kanzleramtschef war damals Frank-Walter Steinmeier. Bundesjustizminister Heiko Maas fordert: „Alle Beteiligten müssen auch strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.“ Ermittlungen zumindest gegen mutmaßliche Mitwisser, deren Stillschweigen half, die Taten zu verüben, könnten in Deutschland aufgenommen werden.

Offiziell bestätigt
Weltweites Entsetzen hat die Veröffentlichung des Berichts über die CIA-Folterpraktiken im „Anti-Terror-Krieg“ hervorgerufen, den der Geheimdienstausschuss des US-Senats am Dienstag offiziell vorgelegt hat.[1] Der Bericht, der mehr als 500 insgesamt stark zensierte Seiten umfasst, weist im Detail nach, was im Grundsatz bereits lange bekannt ist: dass die CIA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 brutale, auch tödliche Folter gegen eine Vielzahl an Verdächtigen angewandt hat. Der Bericht dokumentiert zum Beispiel simuliertes Ertränken (als „Waterboarding“ berüchtigt) und Schlafentzug von bis zu 180 Stunden; Gefangene wurden von CIA-Männern in Eiswasser getaucht, gegen Zellenwände geschleudert, in Kisten gesperrt oder verprügelt. Dabei wurden Menschen zu Tode gebracht, ohne dass die Täter, sofern sie überhaupt ermittelt wurden, auch nur irgendwie zur Rechenschaft gezogen wurden. Damit sind – nach verdienstvollen Recherchen einiger US-amerikanischer Journalisten, die zahlreiche Praktiken des „Anti-Terror-Kriegs“ offengelegt haben [2] – die Staatsverbrechen eines der engsten Verbündeten der Bundesrepublik im gemeinsam geführten „Anti-Terror-Krieg“ nun auch offiziell bestätigt.

„Keine Straflosigkeit!“
Bei den Vereinten Nationen werden Rufe nach strafrechtlicher Verfolgung der Täter und ihrer Auftraggeber laut. „Jetzt ist die Zeit zu handeln – die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, fordert der UN-Sonderberichterstatter für Terrorismusbekämpfung und Menschenrechte, Ben Emmerson: Schließlich seien „systematische Verbrechen und grobe Verletzungen der internationalen Menschenrechtsgesetze“ begangen worden. Straflosigkeit müsse im Fall der dokumentierten Folter unbedingt vermieden werden, verlangt der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Zeid Ra’ad al Hussein: Die UN-Anti-Folter-Konvention „entlässt niemanden aus der Verantwortung – weder die Folterer selbst, noch die politischen Entscheidungsträger, noch die Beamten, die die Politik bestimmen oder die Befehle geben.“[3]

„Unsere rechtsstaatlichen Werte“
Forderungen, den Tätern umgehend den Prozess zu machen, werden nun auch in Deutschland laut. „Die Folterpraxis der CIA ist grauenhaft. Solche Methoden sind durch nichts gerechtfertigt“, lässt sich etwa Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zitieren: „Das ist eine grobe Verletzung unserer rechtsstaatlichen Werte. Alle Beteiligten müssen auch strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.“[4] Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann erklärt: „Ich erwarte, dass sich die Bundesregierung für eine Strafverfolgung der Verantwortlichen einsetzt“.[5] Die Regierung könnte in der Tat sofort beginnen – im eigenen Land.

Außenpolitische Folgen
Der US-Senatsbericht schildert beispielsweise den Fall des deutschen Staatsbürgers Khaled el Masri, der Ende 2003 auf einer Auslandsreise in Mazedonien festgehalten, dann in ein Geheimgefängnis in Afghanistan verschleppt und dort gefoltert worden war. Einige Monate später wurde er entlassen. Obwohl ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes schon im Januar 2004 über die Entführung informiert wurde, schritt die Bundesregierung nicht gegen das Verbrechen ein. Auch als US-Botschafter Daniel Coats im Mai 2004 Bundesinnenminister Otto Schily offiziell über die Verschleppung in Kenntnis setzte und erklärte, El Masri werde nun wieder freigelassen, unternahm Berlin nichts. Aktiv wurde die Bundesregierung hingegen, als die Staatsanwaltschaft München – erklärtermaßen nur unter dem „Druck der Medien“ – Anfang 2007 Ermittlungen gegen 13 CIA-Agenten einleitete, die verdächtigt wurden, in El Masris Entführung involviert gewesen zu sein.[6] Auf besorgte Anfragen von US-Stellen habe das – heute von Heiko Maas geführte – Bundesjustizministerium beruhigen können, heißt es in einem Bericht, der auf der Auswertung von WikiLeaks-Dokumenten beruht: Internationale Haftbefehle könnten nur nach behutsamer Prüfung des Ministeriums unter Berücksichtigung der „außenpolitischen Folgen“ ausgestellt werden. Dass Berlin im Fall El Masri die „außenpolitischen Folgen“ verständnisvoll abwägen werde, ließ sich Washington danach auch vom Auswärtigen Amt bestätigen. Noch 2007 entschied die damalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries – wie Maas Mitglied der SPD -, sich nicht um die Auslieferung der verdächtigen CIA-Agenten zu bemühen.[7] Der Justizminister dürfte hinlänglich Akten im eigenen Hause finden, um im Fall El Masri erneut die Strafverfolgung einzuleiten.

Im Folterzentrum
In dem US-Senatbericht wird ebenfalls erwähnt, dass Gefangene in geheimen US-Haftzentren an die Decke gekettet wurden. Dies ist auch dem Deutschen Murat Kurnaz widerfahren, der bereits Ende 2001 in ein Internierungslager im afghanischen Kandahar verschleppt worden war. Kurnaz hing dort fünf Tage lang an der Decke eines unbeheizten Flugzeugschuppens – und musste mit ansehen, wie ein Mitgefangener durch diese Foltermethode ums Leben kam und ein zweiter von US-Militärs zu Tode geprügelt wurde. Erstaunlicherweise verfügten die Folterer bereits während Kurnaz‘ ersten Verhörs über detaillierte Kenntnisse seines deutschen Lebensumfelds, wie man sie von deutschen Geheimdiensten erwarten würde. Aufklärung darüber, wie es dazu kommen konnte, ist nie erfolgt. Kurnaz hat seinen Leidensweg und seine Erlebnisse in einem Buch festgehalten, in dem er unter anderem auch beschreibt, wie er in dem US-Haftzentrum in Kandahar von Soldaten der deutschen Elitetruppe „Kommando Spezialkräfte“ (KSK) misshandelt wurde.[8] Die deutsche Justiz hat Ermittlungen aufgenommen, sie aber nach einiger Zeit ergebnislos wieder eingestellt. Vor dem Hintergrund des aktuellen US-Berichts könnte die Bundesregierung allerdings prüfen, wie die Tatsache zu bewerten ist, dass deutsche Elitesoldaten ein Internierungslager bewachten, in dem Verbrechen verübt wurden, die jetzt weltweit für Entsetzen sorgen.

Verdächtige Verhöre
Niemals aufgeklärt worden sind beispielsweise auch Vorwürfe, die ein Beamter des Bundeskriminalamts (BKA) im Jahr 2005 erhoben hat. Der Mann war im Herbst 2002 nach Beirut entsandt worden, um einen dort inhaftierten, aus Deutschland eingereisten Terrorverdächtigen zu vernehmen. Im Verlauf des Verhörs, bei dem er nicht selbst zugegen sein, sondern nur schriftliche Fragen einreichen durfte, schöpfte der professionell geschulte BKA-Mann begründet Verdacht, es werde Folter angewandt – eine beklemmende Vermutung, die bald durch Berichte von Menschenrechtsorganisationen unterfüttert wurde. Ähnliches ist offenkundig auch deutschen Verschleppungsopfern in Gefängnissen in Damaskus widerfahren.[9] Der in Beirut eingesetzte BKA-Beamte informierte seinen Behördenleiter und, weil Reaktionen ausblieben, schließlich auch Abgeordneter sämtlicher Bundestagsparteien, unter ihnen die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel.[10] Der Fall wurde ausgesessen. Die offenkundige Involvierung in Folterverhöre im Ausland, von denen deutsche Behörden profitierten, könnte jederzeit zum Gegenstand von Ermittlungen der deutschen Justiz werden.

Im Kanzleramt
Zumindest einen Anfangsverdacht könnten auch Aussagen des ehemaligen CIA-Europachefs Tyler Drumheller begründen. Drumheller hat schon vor Jahren berichtet, er habe sich im Oktober 2001 in Europa aufgehalten und auch „bei Uhrlau im Kanzleramt gesessen“.[11] Ernst Uhrlau, von Dezember 2005 bis Dezember 2011 Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), war im Herbst 2001 als Geheimdienstkoordinator der Bundesregierung auch mit den damaligen Aktivitäten des BND-Partnerdienstes CIA befasst. Sein unmittelbarer Vorgesetzter war Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier. Drumheller erinnert sich: „Die Hauptsorge unserer Verbündeten war: Unilaterale US-Aktionen auf europäischem Boden, Terroristen abfischen ohne ihre Genehmigung, um die dann in einen Drittstaat zu schicken.“ Auf diese Einwände hin habe er „versprochen, unsere Verbündeten bei Operationen einzubeziehen“. Treffen Drumhellers Aussagen zu, dann waren zumindest Teile der rot-grünen Bundesregierung von Anfang an Mitwisser der verbrecherischen US-Verschleppungen.

Inakzeptabel
Bundesaußenminister Steinmeier hat die CIA-Folterpraktiken gestern als einen „schweren Fehler“ eingestuft und erklärt: „Was damals im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus für richtig befunden und dann getan wurde, war inakzeptabel“.[12] Die Rolle Berlins und auch seines damaligen Kanzleramtschefs und heutigen Außenministers im „Anti-Terror-Krieg“ ist nie wirklich aufgearbeitet worden. Auch jetzt richten sich die Aufklärungsforderungen von Justizminister Maas (SPD) nur gegen US-Stellen, nicht gegen Mitglieder seiner Partei, die in der fraglichen Zeit den Bundeskanzler und dessen Amtschef stellte.

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Der zwanzigjährige Krieg

Übernahme von german-foreign-policy.com

07.10.2014
ERBIL/BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) – Die Bundesregierung plant eine umfassende Ausweitung des Irak-Einsatzes der Bundeswehr. Berichten zufolge sollen die deutschen Streitkräfte nicht nur neue Trainingsmaßnahmen und den Bau eines militärischen Ausbildungszentrums im nordirakischen Erbil übernehmen, um einheimische Truppen für die Kriegführung im Sinne des Westens zu befähigen. Auch könne die Bundeswehr in stärkerem Maße als bisher in die Tätigkeit eines US-Hauptquartiers im Mittleren Osten eingebunden werden, heißt es in Berlin. Die Vereinigten Staaten werden noch im Oktober ein Hauptquartier in die Region verlegen, das die Kriegshandlungen im Irak, aber auch darüber hinaus steuern soll, etwa in Syrien. Dass es nach dem US-Rückzug 2011 wieder zur Errichtung eines militärischen Hauptquartiers im Mittleren Osten komme, lasse klar erkennen, dass der aktuelle Krieg gegen den „Islamischen Staat“ (IS) auf lange Zeit angelegt sei, heißt es in US-Militärkreisen. Der Stabschef des Heeres, Ray Odierno, nennt einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren. Damit würde der Krieg in Nah- und Mittelost länger dauern als der bislang 13-jährige Krieg des Westens in Afghanistan.

Bodentruppen vorbereiten
Die Bundeswehr wird ihren Einsatz im Irak erheblich ausweiten. Dies geht aus aktuellen Berichten hervor. Demnach sollen zum einen die Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen für die Streitkräfte im kurdischsprachigen Norden des Irak („Peschmerga“) intensiviert werden. Bereits jetzt werden im nordirakischen Erbil sowie in Hammelburg (Bayern) irakisch-kurdische Milizionäre ausgebildet.[1] Nun heißt es, es werde zudem ein möglicher Aufbau eines militärischen Ausbildungszentrums in Erbil geprüft. Dafür solle Deutschland zuständig sein. An einer weiteren Trainingseinrichtung – alles in allem seien acht bis zwölf Stück im Irak oder in Drittstaaten geplant – werde die Bundesrepublik sich eventuell ebenfalls beteiligen. Diese Einrichtung sei allerdings nicht für die kurdischsprachigen Einheiten, sondern für die Truppen der Zentralregierung in Bagdad vorgesehen; diese gälten als überaus schlecht organisiert und als für den Krieg gegen den „Islamischen Staat“ (IS) nicht annähernd vorbereitet.[2]

Command and Control
Wohl noch weiter reichen Pläne, die den Aufbau eines militärischen Hauptquartiers im Mittleren Osten betreffen. Gegenwärtig wird der Krieg gegen den IS noch vom United States Central Command (CENTCOM) in Tampa (US-Bundesstaat Florida) aus gesteuert. Washington hat jedoch kürzlich angekündigt, im Mittleren Osten ein eigenes Hauptquartier für die dortigen Militäroperationen zu errichten. Dazu sollen noch im Oktober gut 500 US-Soldaten in die Region entsandt werden. Die Strukturen des künftigen Hauptquartiers sind noch nicht gänzlich klar. US-Militärmedien zufolge sollen etwas mehr als 200 US-Soldaten im Irak stationiert werden, um die Streitkräfte der Regierung in Bagdad und die kurdischsprachigen Peschmerga im Norden des Landes im Krieg gegen den IS anzuleiten. 138 von ihnen sollen im „Joint Operations Center“ in Bagdad Dienst tun, 68 in Erbil und zehn im irakischen Verteidigungsministerium. Die übrigen 300 würden außerhalb des Irak untergebracht, heißt es; Vermutungen, dies könne in Jordanien geschehen, lassen sich noch nicht bestätigen. In jedem Fall sollen die 300 Militärs die „Command and Control“-Strukturen in Bagdad und Erbil ergänzen.[3] Zusätzlich zur Führung der irakischen Streitkräfte wird das neue Hauptquartier kriegsbegleitende Spionage („Aufklärung“) leisten.[4]

Im Hauptquartier
Um die Bundeswehr angemessen in den Krieg gegen den IS einzubinden, an dem Deutschland sich beteiligt, sind gegenwärtig zwei deutsche Verbindungsoffiziere in Tampa stationiert. Wie es jetzt heißt, könnte sich die Bundesrepublik an dem neuen mittelöstlichen Hauptquartier beteiligen, und zwar umfassender als bisher – entsprechend der Aufstockung der deutschen Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen in Mittelost.[5] In Berlin heißt es zwar, man werde sich weiterhin nicht an Planungen für Luftschläge beteiligen. Dessen ungeachtet wird die Bundeswehr durch intensivere Mitarbeit in dem neuen Hauptquartier in noch stärkerem Maße in den neuen Krieg einbezogen.

Grenzüberschreitend
Dieser beschränkt sich längst nicht mehr auf den Irak. Nach den ersten US-Militärschlägen gegen Ziele auf syrischem Territorium hieß es in Armeekreisen, die Ausdehnung des Krieges über irakisches Hoheitsgebiet hinaus werde womöglich Jahre andauern. Dies gilt unabhängig von der Frage, ob die Vereinigten Staaten die jüngsten Attacken in Syrien mit der Regierung von Bashar al Assad abgestimmt haben – dafür spricht einiges – oder ob das unterblieben ist. Dessen ungeachtet kündigt der Stabschef des US-Heeres, Ray Odierno, nun an, nicht nur irakische Soldaten, sondern auch nicht näher bezeichnete „syrische Elemente“ würden unter dem Kommando des neuen Mittelost-Hauptquartiers ausgebildet werden. Washington hat Ende September das militärische Training von 12.000 bis 15.000 syrischen Aufständischen angekündigt, die gegen den IS kämpfen sollen, zugleich aber auch gegen die Assad-Regierung vorgehen. Dies garantiert den noch nicht geflohenen Teilen der syrischen Bevölkerung auf längere Sicht einen brutalen Dreifrontenkrieg.

Länger als in Afghanistan
Zur zeitlichen Ausdehnung der Kriegsplanungen heißt es in US-Militärkreisen, die Verlegung eines Hauptquartiers mache klar, dass es sich um langfristige Konzeptionen handele. Die Vereinigten Staaten würden wohl „für die absehbare Zukunft“ im Irak militärisch präsent bleiben, urteilt Rick Brennan, ein ehemaliger Armee-Offizier und Experte der Rand Corporation.[6] Heeres-Stabschef Odierno hat vor einigen Tagen erstmals konkrete Zahlen genannt. Demnach handelt es sich angesichts der „Komplexität der Umgebung, in der wir jetzt operieren müssen“, um einen Zeitraum von wohl „10 bis 15 bis 20 Jahren“.[7] Damit überträfe der jetzt beginnende, staatenübergreifende Krieg in Nah- und Mittelost die bisherige Dauer der westlichen Militäroperationen in Afghanistan.

Das Medium des Einflusskampfs
Im Unterschied zum Irak-Krieg des Jahres 2003 setzen die teilnehmenden NATO-Staaten und ihre Verbündeten diesmal in hohem Maße auf einheimische Bodentruppen; das erlaubt es ihnen, die Zahl der zu entsendenden Soldaten relativ niedrig zu halten. Voraussetzung dafür sind Ausbildungsmaßnahmen, mit denen irakische und syrische Kämpfer in die Lage versetzt werden, den Krieg im Sinne des Westens zu führen; dies macht den Stellenwert der deutschen Aktivitäten aus, die von der Bundeswehr als „Irak-Hilfe“ angepriesen werden.[8] Luftschläge werden vor allem von den USA geführt, inzwischen auch von den NATO-Mitgliedern Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Dänemark, von Australien und ausgewählten arabischen Diktaturen. Das Gesamtkonzept ähnelt damit demjenigen der Kriege gegen Jugoslawien (1999) und Libyen (2011), bei denen jeweils westliche Kampfbomber entscheidende Hindernisse für einheimische Bodentruppen aus dem Weg schossen. Die vergleichsweise niedrige Anzahl westlicher Soldaten gestattet es den USA, ihren militärpolitischen Schwenk zum Pazifik – aufgrund der Rivalität mit China – zu realisieren, ohne gleichzeitig auf die Kontrolle des Geschehens in Nah- und Mittelost verzichten zu müssen. Die stärkere Beteiligung aus der EU hingegen eröffnet Brüssel und damit auch Berlin die Chance, langfristig die eigenen Positionen in der Region zu stärken – womöglich auch gegenüber den USA. Dabei wird der globale wie auch der innerwestliche Einflusskampf in Nah- und Mittelost auf absehbare Zeit wohl im Medium des Krieges geführt.

Verweise und weiterführende Links im Original-Artikel bei german-foreign-policy.com

USA – der Riese auf tönernen Füßen

Soeben wurde mir dieses Video mit dem Titel: „Die US Army, wie sie nicht gezeigt wird“ zugespielt:

Ich empfinde den Inhalt so wichtig und brisant, dass ich mich entschlossen haben, den Inhalt auf deutsch wiederzugeben.

Es ist also keine Übersetzung, sondern eine Zusammenfassung des Inhalts dieses Videos.

  • in den letzten zehn Jahren schaffte es die USA, an elf kriegerischen Konflikten beteiligt zu sein
  • wir glauben, dass die US Army, die größte und technologisch am weitesten entwickelte Armee ist
  • wir glauben, dass die US Soldaten klug, patriotisch und die Super-Helden sind.

Ihre Supertechnologie ist jedoch lediglich ein Bluff, der in Reklamefilmen gezeigt wird.

12 Januar 2012 – Es ist zu sehen, wie diese Kader auf die Leichen ermordeter Afghanen urinieren

  • bereits nach einigen Tagen treten die Kommandierenden mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit und teilen mit, dass alle Beteiligten streng bestraft würden
  • abgesehen davon, dass die Beteiligten beinahe sofort abgezogen wurden, gibt es bis heute keinerlei Bestrafung für sie
  • viele Experten sind sich einig, dass sie überhaupt nicht bestraft werden, denn ähnliche Vorfälle sind längst normal geworden
  • alles aus dem Grund, weil fast die Hälfte der amerikanischen Soldaten Söldner und keine Bürger der USA sind.
  • sie kommen aus Mexiko, Afrika und Lateinamerika
  • sie kämpfen nicht für Geld oder Boni, sondern für den amerikanischen Pass, den ihnen die Werber für die Zeit nach dem Abschluss des Dienstes verspochen haben.
  • auch Frauen können jetzt dienen

Während der arabischen Kampagne gab es 9.000 Deserteure aus der US Army. Das ist ein sehr ernster Faktor. Während des sowjetischen Afghanistankrieges hatte die Sowjetarmee während der zehn Jahre weniger als 500 Deserteure. Das zeigt die Einstellung zum Krieg – in den USA und damals in der Sowjetuion.

Die Pflicht, für die Heimat zu kämpfen, wird den Schülern bereits in der Schule vermittelt.

So sieht der Geschichtsunterricht an amerikanischen Schulen zu den wichtigsten Ereignissen des vorigen Jahrhunderts aus:

  • wenn die USA im 1. Weltkrieg nicht den Verbündeten zur Hilfe geeilt wären, hätten sie den Krieg gegen Deutschland nicht gewonnen
  • in der Mitte des vorigen Jahrhunderts ist es ausschließlich der Einmischung der US Army zu verdanken, dass Hitlerdeutschland besiegt wurde

Und so haben wir dank dieses Menschen gewonnen.
Wieviele Menschen sind während des Krieges getötet worden?

300.000 Menschen.

Aber das ist noch nicht alles. In amerikanischen Geschichtsbüchern wird erzählt, die Hauptfront des 2. Weltkrieges sei die Front im Stillen Ozean gewesen. Das Schlüsselereignis zum Sieg des 2. Weltkrieges war die Befreiung der Midway-Inseln, aber nicht die Schlacht im Kursker Bogen.

Die Sinn der schulischen Bildung ist, dass wir dort den Bürgern jede beliebige Idee einpflanzen können. Das ist ein erstaunlicher Mechanismus.  Wird ein Fakt auf eine bestimmte Weise interpretiert, saugen das tausende junger Menschen ein und es wird zur allgemeinen Idee.

Einige Experten sind überzeugt, würden die USA morgen angegriffen werden, könnten sie sich nicht dagegen wehren. Nicht nur, weil der Großteil der Jugend nicht bereit ist, eine Wafe in die Hand zu nehmen, sondern auch, weil die US-Soldaten ausschließlich auf Angriff trainiert sind. Sie können sich nicht verteidigen.

  • US-Sodaten lernen nicht auf Übungsplätzen sondern durch Computersimulationen
  • die US Administration ist sicher, der technologische Krieg des 21. Jahrhunderts braucht den Mut der Soldaten nicht

Unabhängige Experten verschiedener Länder sind sich einig, dass die hochtenologisierte US Army nichts weiter als ein Mythos ist

  • 1996 wurde verkündet, dass nun keine Raketen mehr gebraucht würden, die Lasertechnik PRO würde sie ersetzen
  • 100 Milliarden US$ wurden für die Entwicklung ausgegeben.
  • Die Laserkanonen seien in der Lage, alle interkontinentalen Raketen auf große Distanz und im Flug zu vernichten
  • Die Kanone von Boeing durchlief sogar einen erfolgreichen Test
  • Sogar das Pentagon verkündete der Welt, dass die Tests der Laserkanonen erfolgreich verlaufen seien.
  • Jedoch bereits ein halbes Jahr später wurde das Programm zur Entwicklung der Laserkanone unerwartet für alle geschlossen
  • Es kam heraus, dass alle Tests der Laserkanonen erfolglos waren.
  • Die Konstrukteure von Boeing gaben bekannt, der Einsatz der Kampflaser sind weder theoretisch noch praktisch möglich

Nun was, 20 Jahre Entwicklung, Dutzende Milliarden Dollar ausgegeben, was haben wir als Ergebnis? Im vorigen Jahr montierten sie in einem Flugzeug zwei Kanonen, aber sie mussten praktisch Flügel an Flügel fliegen, um das gegnerische Flugzeug zu schlagen. Dieses Geld wurde also faktisch auch in den Wind gepustet.

Hier haben wir eine andere Neuheit der US Army: die ADS-Strahlenkanone. Zu Beginn der 2.000er Jahre war sie der Stolz der amerikanischen Bewaffnung. Und so wird diese Waffe angewandt: Jetzt sehen Sie einzigartige Anwendung dieser Kanone. Freiwilige bewegen sich in einer Entfernung von einem halben Kilometer, die Kanone wird auf sie abgefeuert. Das kann man nicht sehen, aber alle, die sich in ihrem Bereich aufhalten, werden bestrahlt.

Mit diesen Waffen sollte die gesamte NATO ausgerüstet werden, um bei Revolten eingesetzt zu werden. Aber bereits nach einigen Monaten stellten sie fest, dass diese Waffe Dutzende Sodaten zu Invaliden machten. Alle erhielten sie ein und dieselben Verletzungen. Starke Verbrennungen im Gesicht und am Hals.

Das ist der Veteran Bob Hanling, der im vorigen Jahr aus dem Irak zurück kehrte. Bob war der Fahrer des Patroullienautos, auf das die Kanone gerichtet war.

Das ist der Sergeant Ditty Davidson, in den letzten anderthalb Jahren unterzog er sich 97 plastischen Operationen. Sie machten ihm ein Gesicht

Keiner möchte an meiner Stelle sein und ich dachte auch darüber nach, wie ich mein Leben weiterführen soll. Mein Gott, wie soll ich mir vorstellen, den Rest meines Lebens so ein Monstrum zu bleiben. Aber jetzt möchte ich nur eins. Dass mir mein Sohn ein Freund sei, er ist für mich wie ein Engel. Er bringt mich mit einfachen Worten ins Leben zurück. „Ich liebe Dich trotzdem, Papa.“

Das ist Eric Admundsen: Er ist jetzt 23 Jahre alt. 2005 wurde er in die amerikanische Armee einberufen. Er diente im Irak. Nach anderthalb Monaten brachten Sie ihn in diesem Zustand nach Hause. Es stellte sich heraus, dass er in einem Patroullienauto in den Bereich der Strahlenkanone geriet. Keine sichtbaren Verletzungen, Gehirntrauma. Jetzt kann er nicht normal sprechen, sich bewegen, essen oder auch nur einen Löffel halten.

Die Eltern Erics sind sich sicher, dass dies auch die Auswirkungen der Strahlenkanone sind. Aber offiziell hat das Pentagon nicht bestätigt, dass die Verletzungen durch die Strahlenkanone entstanden sind. So haben sie Eric nicht behandelt, und haben ihn nach Hause entlassen. Eine Operation, die ihm helfen könnte, ist ziemlich teuer. Sie haben schon ihr Haus verkauft, aber Erics Eltern  konnten das Geld für die Behandlung nicht zusammenbekommen. Jetzt wohnt die Familie in einem kleinen Haus am Rand der Stadt. Alle Bemühungen gehen nur darum, zu versuchen, zu erreichen, dass ihr Sohn ins Leben zurück kehrt.

 

 

KenFM über: USA today

Begleittext zum Video:

Die USA sind im Jahre 2012 ein Staat, der nur oberflächlich demokratisch regiert wird. In Wahrheit ist die Nation, in der der Kapitalismus wie eine Religion verehrt wird, in den Händen weniger Superreicher, die sich hier ihr Richchistan eingerichtet haben und von den USA aus global die Strippen ziehen.
Ausführender Machtapparat dieser Cash-Elite ist der Militärisch Industrielle Komplex, vor dem schon 1961 Präsident Eisenhower warnte.
Sein Ausspruch,
„Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen, an denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder“, wurde vollständig ignoriert und so ist heute wahr geworden was C. Writh Mills schon 1956 in seinem buch „The Power Elite“ niederschrieb und was er als Pentagon-Kapitalismus bezeichnete.

Alles was sich vor unseren Augen in den dafür für uns eingerichteten Massenmedien abspielt, z.B. Wahlen, ist nur Show und soll uns davon abhalten, darüber nachzudenken, warum alles im Wandel ist. Bis auf die Tatsache dass die Reichen immer reicher und damit einflussreicher werden, während immer mehr Menschen nicht nur geistig unter der brücke schlafen.

Der Fall Petraeus, aber auch das aktuelle Interview mit Ex-Außenministerin Albright im „Spiegel“ machen endgültig klar, dass die USA bigott bis unters Dach sind und an einer Selbstwahrnehmung leiden die alles erfüllt, um als Schizophren eingestuft zu werden.
Dieser Text ist ein Abgesang auf ein Gesellschaftssystem das vielen immer noch als anstrebenswert erscheint, obwohl der Sturm Sandy nur eine leichte Briese dessen war, was wir an Verwerfungen 2008 an der Wallstreet erlebten.
Scheitern einer Idee die nie das Ziel hatte, alle gleich glücklich zu machen, sondern wenige gottgleich.
Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung wechseln kann. Anfangen ist möglich, denn Wissen war noch nie so simpel und für alle zugänglich. Die Zeit eines unkontrollierten Netzes läuft ab. Oder geht wer davon aus, dass jenen, die es gewohnt sind, alles zu kontrollieren, es dulden können, das Informationen unbegrenzt frei fließen.
Mark Lombardi bekam schon Probleme, als er in den 90igern öffentliche Quellen in Karteikarten sammelte, und die Muster, die er erkannte, als Kunst verpackt in die Museen hängte.
God bless uns vor (Nord-)Amerika.

Quellen:
aufgelistet auf http://www.kenfm.de , da zu lang für die Videobeschreibung.

 

 

Neue Märchen über Robert Bales

Mittlerweile wurde der Soldat, der angeblich für das Massaker von Kandahar verantwortlich ist, wegen 17-fachen Mordes angeklagt. Obwohl einige US-Politiker die Todesstrafe nicht ausschließen wollen, liegt es doch auf der Hand, dass Bales wahrscheinlich nicht eine Hinrichtung zu erwarten hat.

Währenddessen wollen die US-Ermittler in Afghanistan neue Tatsachen über das Massaker entdeckt haben. Sie sind zum Schluss gekommen, dass Robert Bales zuerst in ein Dorf ging, dort Menschen ermordete und danach wieder ins Hauptquartier zurück kehrte, bevor er ein anderes Dorf überfiel und dort sein Massaker fortsetzte. Deshalb sollen auch die Tatorte so weit voneinander entfernt sein.

Dass solche “Ermittlungen” seitens der Amerikaner oft unglaubwürdig erscheinen, ist nichts Neues. Dieses Mal jedoch haben sie sich mal wieder selbst übertroffen! Anstatt nur einen einzigen afghanischen Zeugen anzuhören, bevorzugen es die US-Ermittler neue, krude Thesen zu verbreiten. Hauptsache Robert Bales bleibt weiterhin der Einzeltäter, der Sündenbock, der für alles verantwortlich zu machen ist.

Währenddessen wurden die Hinterbliebenen in Kandahar mit lächerlichen 50 000 Dollar von den USA “beschädigt”. Verletzte erhielten jeweils 11 000 Dollar. Man fragt sich, was dieses Geld den Menschen dort bringen soll. Sie haben während ihrer Anhörung immer wieder gesagt, dass sie nichts anderes auf dieser Welt wollen, nichts Materielles, außer die gerechte Bestrafung der Täter. Weiterhin hat jeder von ihnen noch einmal deutlich wiederholt, dass es keineswegs eine einzelne Person war und dass mehrere Schüsse gleichzeitig abgefeuert wurden. Des Weiteren verstehen die Angehörigen der Opfer nicht, wie es sein kann, dass nun ein einzelner “Verrückter” den Afghanen und den Menschen weltweit als Täter vorgeführt wird. Abgesehen davon, dass dies eine Lüge sei, ist es unverständlich, warum die US-Armee solche “Verrückten” unter ihren Soldaten habe und wie es sein könne, dass ein “Verrückter” mitten in der Nacht unbeaufsichtigt sein Quartier verlassen könne.

Die Amerikaner haben diese Anhörung ignoriert und bis jetzt kein Wort darüber verloren. Sie stehen weiterhin zu ihrer Version. Dass Robert Bales sich tatsächlich ein zweites Mal unbeaufsichtigt ins Hauptquartier begab und danach wieder zum Morden aufbrach, ist mehr als nur unwahrscheinlich.

Anstatt die Wahrheit einzugestehen, werden weiterhin Fakten vertuscht. Die Menschen in Kandahar lassen sich jedoch nicht mit Geld entschädigen. Was soll zum Beispiel Mohammad Wazir, der fünf Töchter und einen Sohn in dieser Nacht verlor, mit diesem Geld anfangen? Den anderen Hinterbliebenen geht es nicht anders. Wie sollen sie ihr Leben fortsetzen? Ihre Qualen müssen unvorstellbar sein.

Während in den meisten Medien nicht einmal die Namen der Ermordeten erwähnt werden, werden die Afghanen ihre Opfer niemals vergessen.

Deshalb sollte an Khudadad, Payenda, Robina, Schatarina, Zahra, Nazia, Masuma, Farida, Palwascha, Nazia, Esmatullah, Faisullah, Essa Mohammad, Akhtar Mohammad, Mohammad Daoud und Nazar Mohammad stets erinnert werden.

Sie alle verloren ihr Leben in jener Nacht und die Täter laufen immer noch frei und unbehelligt herum.

 

viaNeue Märchen über Robert Bales.

Offener Brief an Mahmud Ahmedinedschad

Auch ich betone noch einmal die Aussage in dem Video:

Den Zionismus kritisieren und anprangern hat nichts, aber auch gar nichts mit Antisemitismus zu tun.

Das ist von den Zionisten benutzte Propaganda, um jede Kritik an der unmenschlichen Politik des zionistischen Systems in Israel von vornherein auszuschließen und den Zionisten ihr unmenschliches Handeln, ihre Kriege, ihren Raub und Mord überall auf unserer Erde ungestraft zu ermöglichen!

Hier ist eine jüdische Stellungnahme zur Rolle des Zionismus während des Holocoust (in Englisch).

Hier die Geschichte, die zur Gründung des von vornherein zionistisch geprägten Staates Israel führte. Es handelt sich hierbei um einen Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung.

In diesem Artikel heißt es unter anderem:

Als „Vater des politischen Zionismus“ gilt Theodor Herzl, der Initiator und erste Präsident der 1897 in Basel gegründeten Zionistischen Weltorganisation (ZWO). Das Baseler Programm – bis 1948 Leitlinie zionistischen Wirkens – verkündete als zentrales Ziel die „Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina“. Verwirklicht werden sollte dieses durch die „Besiedlung Palästinas mit jüdischen Ackerbauern, Handwerkern und Gewerbetreibenden“. Zunächst schien Herzls Vision in weiter Ferne zu liegen. Der osmanische Sultan Abdul Hamid II. lehnte das zionistische Projekt ab; auch die europäischen Großmächte hielten sich zurück.Im Umfeld des Ersten Weltkriegs erhöhte sich der Stellenwert Palästinas. Großbritannien, dessen Truppen im Dezember 1917 Jerusalem besetzt hatten, stärkte – neben Frankreich – seine dominierende Rolle im Nahen Osten. Zur Absicherung ihrer strategischen und wirtschaftlichen Interessen hatten die Briten noch vor Kriegsende Geheimgespräche mit teilweise widersprüchlichem Inhalt über das weitere Schicksal Palästinas geführt. So vereinbarten sie mit Frankreich die Aufteilung des Osmanischen Reiches (Sykes-Picot-Abkommen von 1916). Parallel dazu versprachen sie dem Scherifen von Hedschas und Mekka die Gründung eines arabischen Großreichs (Hussein-MacMahon-Briefwechsel von 1915/16). Der zionistischen Bewegung schließlich sicherte Außenminister Arthur James Balfour 1917 in einem an den Präsidenten der Englischen Zionistischen Föderation, James de Rothschild, adressierten Brief die Unterstützung seiner Regierung für „die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk“ zu.

Und hier gibt es die Information, die belegt, inwieweit Deutschland bereits in die Kriegsvorbereitungen nicht nur gegen den Iran involviert worden ist, in dem bereits seit November 2011 israelische Militärs in US Basen in Deutschland stationiert werden.

Nicht in meinem Namen!

Neue Erkenntnisse zum Massaker von Kandahar

Die westlichen Medien verbreiten seit einigen Stunden neue Erkenntnisse über “ihren Einzeltäter”. So soll “der Amokläufer von Kandahar” den Namen Robert Bales tragen und ein “sanftmütiger Familienvater” sein. Bales soll ich kurz nach 9/11 freiwillig für die Armee gemeldet haben und war vor seinem Afghanistan-Einsatz schon drei Mal im Irak stationiert. Dort soll er schreckliche Sachen erlebt und Verletzungen davon getragen haben. Die US-Armee meint außerdem, dass der werte Herr Bales Ehe- und Alhokolprobleme hätte und einen Tag vor “seinem Amoklauf” erlebt habe, wie ein Kamerad sein Bein verlor. Dies soll ihn schließlich dazu geführt haben, in einem Dorf in Kandahar sechzehn Menschen umzubringen. Während der Tat stand der Soldat anscheinend unter Alkoholeinfluss. Abgesehen davon wurde Bales in der Vergangenheit schon mehr als zwölfmal für seine Tapferkeit und für sein gutes Verhalten von der Army ausgezeichnet.Familie und Freunde des Soldaten sind bestürzt. Sie beschreiben ihn als guten Menschen und Familienvater.

Die USA will aber nicht an ihrer offiziellen Version zweifeln. Warum sie überhaupt derart labile Menschen mit Alkoholproblemen in den Krieg schicken, ist eine andere Frage. Bales’ Anwalt, der seinen Mandanten noch nie getroffen hat, ist der Meinung, dass “der Krieg den Soldaten zu dem gemacht hat, was er nun ist”. Außerdem gibt er die Schuld für die Tat nicht seinen Mandanten, sondern meint, dass die US-Regierung, die diesen Krieg angezettelt hat, dafür verantwortlich zu machen ist. Bales soll nur als einzelner Sündenbock herhalten.

Nichtsdestotrotz steht die Version der USA weiterhin im krassen Gegensatz zu den Zeugenberichten aus Kandahar. Dort hieß es, wie schon hier mehrfach erwähnt wurde, dass die Tat keinesfalls von einem einzelnen Soldaten begangen wurde.
Zeugen, unter denen sich auch Kinder und Jugendliche befinden, sagten unter anderem aus, dass ihre Eltern und Geschwister von mehreren Soldaten aufgeweckt wurden und dann durch einen Kopfschuss getötet wurden. Des Weiteren standen die Soldaten wahrscheinlich unter Alkoholeinfluss.
Die afghanische Untersuchungsteam in Kandahar hat mittlerweile festgestellt, dass mindestens zwei weibliche Opfer vor ihrer Ermordung sexuell missbraucht wurden.
Die Amerikaner zeigen sich den Medien gegenüber zwar kooperativ und wecken den Anschein, den Fall so schnell wie möglich lösen zu wollen, trotzdem zeigt die Realität etwas anderes. So beschwerte sich das afghanische Untersuchungsteam sowie Präsident Hamed Karzai über die schlechte Zusammenarbeit der Amerikaner.
Shakeba Hashemi, Mitglied des Untersuchungsausschusses in Kandahar, ist der Meinung, dass 15 bis 20 US-Soldaten an dem Massaker beteiligt waren. Sogar Hubschrauber wurden über das Gebiet gesichtet. Diese Erkenntnisse gehen aus Zeugenberichten hervor.

Das afghanische Volk besteht weiterhin auf ein Gerichtsverfahren in Afghanistan. Robert Bates, der wahrscheinlich wirklich nur als Sündenbock propagiert wird, befindet sich mittlerweile in den USA. Angeblich sogar in einem Hochsicherheitstrakt. Wann es zum besagten Prozess kommt, steht noch in den Sternen.

Im Großen und Ganzen stinkt die Geschichte zum Himmel. Die Beweislage ist mittlerweile eindeutig genug und lässt die Einzeltäter-Theorie fallen. Trotzdem wollen die westlichen Medien nichts davon wissen. Sogar der russische Nachrichtensender RT berichtete von mehreren US-Soldaten, die an dem Massaker beteiligt gewesen sein sollen.
Der zuständige US-General betrachtet den Amoklauf als Einzelfall und meint, dass er nicht den “Werten und Standards der US-Armee entspreche”.

Zynischer geht es wirklich nicht mehr.

Das Original: Neue Erkenntnisse zum Massaker von Kandahar.

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