Unsere Realität

Kollektive – unautorisierte – Übersetzung des gleichnamigen Artikels aus Vsgljad (Blick) – Wirtschaftszeitung

Keine Reaktion des Westens auf Russlands Vorgehen kann das Rad der Geschichte zurück drehen

Putin und Merkel

Die Drohungen des Boykotts Russlands sind nicht nur sinnlos, weil Wladimir Putin nicht einzuschüchtern ist. Unabhängig davon, welche Politik der Westen jetzt in Bezug auf Russland wählt – Isolation oder Dialog – Russland wird aus der ukrainischen Krise als Sieger hervorgehen. Einfach weil die Welt, deren Vorstellung sie anderen aufdrängen wollten, nicht mehr existiert.

Angela Merkel sagte Barack Obama, dass sie nicht sicher sei, ob Wladimir Putin in Verbindung mit der Realität stünde – er lebe in einer anderen Welt. Das ist die inoffizielle Mitteilung Berlins oder Washingtons – so schreibt die amerikanische Presse, aber gerade in diesem Fall kann man ihr glauben.

Der Westen kann sich von Russland, aber nicht Russland von der Welt isolieren – das aber nur mit eindeutig negativen Folgen für sich selbst.

Ja, tatsächlich, der Präsident Russlands hat die Verbindung mit der Realität vollständig verloren – mit der der atlantischen Version, die ihre Schöpfer alleingültig und verpflichtend für die ganze Welt hielten. Und dank ihm leben die Russen heute in einer anderen Welt – und nicht nur wir, muss gesagt werden. Überhaupt alle – die Chinesen mit den Hindus und die Brasilianer mit den Arabern und sogar, wie es schrecklich ist zuzugeben, die Angelsachsen mit den Franzosen. Weil die Globalisierung auf angelsächsisch (deren Wesen der Normierung die Verkürzung von allem und jedem auf ihre universelle, einzigartige Sicht auf Gute und Böse ist) zu Ende gegangen ist. Russland hat sich ihr tatsächlich verweigert – und sie verschwand wie ein gespenstiger Nebel, der auf unserer blühenden und komplizierten Welt aufgetragen worden war. So waren Merkel und Putin tatsächlich in verschiedenen Welten – sie in der schwindenden geopolitischen Realität und er in der kommenden mehrpolaren Welt. Solche Raum-Zeit-Krümmungen kommen ja vor.

Natürlich wünschte sich die absolute Mehrheit der Völker der Welt die Globalisierung nicht und viele von ihnen versuchen, ihr Leben nach eigenen Regeln einzurichten – vom Iran bis China. Und mit denen können diejenigen nichts anfangen, die das globale Projekt fördern (abgesehen vom ideologischen und finanziellen Einfluss, aber das ist immerhin ein komplizierteres Spiel). Aber alle diese Länder sind gezwungen, ihr Recht auf ihr selbständiges Leben auf ihrem Territorium zu schützen und zu versuchen, nicht mit dem angelsächsischen Imperium in direkte Konflikte zu treten (weil das einfach alle unterdrückt, die schwächer als der Iran sind oder sich, wie Nordkorea, nicht durch Atomwaffen abgesichert hat). Das Maximum, das sich China jetzt erlauben kann, besteht in der äußeren Expansion durch weiche Wirtschaftsmethoden (Afrika, Südostasien und Lateinamerikas an sich bindend). Aber das heutige Geld entscheidet im geopolitischen Kampf nichts, weil sich die Steuerknoten über die weltweiten Finanzen in den Händen der Angelsachsen befinden, die auf Wunsch (falls die Chinesen zu eifrig werden) die Trillionen Dollar Reserven Chinas in Bonbonpapier verwandeln können. Entscheidend sind ganz andere Dinge: das eigene geopolitische Bild der Weltordnung und der Wille, dies zu verwirklichen.

Das alles muss selbstverständlich von der staatlichen und militärischen Macht gestärkt sein – und das heutige Russland hat das alles in ausreichender Menge bewahrt, (nicht, um die halbe Welt zu kontrollieren, wie es die Amerikaner machen, sondern um sich vor der äußeren Aggression zu schützen). Ausreichend, um die Bedingungen zur Verwirklichung dieser Pläne zu schaffen. Was auch Wladimir Putin macht – er versucht, die unipolare Welt aufzulösen und Bedingungen zur Festigung mehrerer selbständiger Machtzentren zu schaffen. Dabei macht er das nicht nur infolge seiner persönlichen Überzeugung von der Richtigkeit gerade einer solchen Weltordnung für Russland, sondern er wird auch dazu gezwungen – weil andernfalls die Walze der Globalisierung Russland in einen Schraubstock einklemmen und zerdrücken wird. Gerade dieses Verständnis hat Putin zum 1. März 2014 geführt.

Russland hat nicht vor, die Ukraine zu zerteilen oder anzuschließen – es lässt sie einfach nicht in den Westen fortführen, um sie zum Stützpunkt für die weitere Entfaltung der NATO-Kräfte zu machen. Die Situation in der Ukraine ist so weit gekommen, dass Putin gezwungen war, zur äußersten Form der Selbstverteidigung zu greifen – der Drohung des Einsatzes russischer Truppen. Russland hat keinen Wunsch, die Armee einzusetzen und gar das Territorium der Ukraine zu okkupieren, aber diese Drohung an sich demonstriert dem Westen Russlands Entschlossenheit, die eigenen Interessen und seine Sicherheit zu verteidigen. Putin ist überzeugt, dass es kein Risiko eines Krieges gibt – nicht mit der Ukraine und erst recht nicht mit NATO. Und er hat recht – die ukrainische Armee wird nicht in den Krieg ziehen (weil wir ein Volk sind – und daran erinnern sich noch sehr viele in der Ukraine) und es wäre kompletter Wahnsinn, die NATO-Truppen in Kiew einzusetzen, worauf sich der Westen nicht einlässt.

Mit seinem Schritt bietet Putin dem Westen jedoch eine breite Auswahl möglicher Reaktionen an – vom völligen Abbruch der Beziehungen bis zum Dialog mit dem Ziel der allmählichen Abkehr von den Plänen zur EU-Integration der Ukraine. Die Wahl liegt jetzt bei den Atlantisten – aber in jedem Fall hat Putin mit seinem entschlossenen Schritt das weltweite Gleichgewicht der Kräfte schon zugunsten Russlands geändert.

Wenn der Westen nach gewisser Zeit (nach dem unvermeidlichen Auftreten der verbalen Konfrontation) dennoch die Variante des Dialoges und der Suche nach Kompromissen zur Ukraine wählt, so wird dies bedeuten, dass die angelsächsischen Eliten bereit sind, ihren Globalisierungsdrang ein wenig zu verlangsamen. Dass sie bereits sind, aus dem Elfenbeinturm herauszukommen, sich umzuschauen und anzuerkennen (nicht öffentlich, nur für sich selbst), dass sie zu weit gegangen sind und dass die so erfolgreich gestaltete ukrainische Kampagne gescheitert ist. Das Verhalten der Angelsachsen zeigt, dass sie bereit sind selbst auf so ein Minimum im Prinzip nur dann einzugehen, wenn sie verstehen, dass sie es mit einem unbeugsamen Willen und einem unüberwindlichen Hindernis zu tun haben. Gerade jetzt haben wir einen solchen Fall.

Es wird aber überhaupt nicht die Beendigung der amerikanischen Pläne der globalen Herrschaft bedeuten, wird aber ein sehr ernst zu nehmendes Argument für jenen Teil «der Herrscher der Welt» sein, die auf einer vorsichtigeren Weiterführung der Globalisierung und dem Übergang zur ausgewogenen Steuerung der weltweiten Architektur besteht. Solcher Rücklauf entspricht aber nicht den Interessen jenes Teils der Weltspitze, die darauf besteht, dass man – im Gegenteil – keinesfalls das Tempo verlangsamt werden darf. Und diese Logik hat ihre eigenen Gründe – die USA als die führende Militär- und Finanzkraft der Globalisierung erinnert uns derzeit an ein Fahrrad, das mit einer riesigen Geschwindigkeit dahinfegt. Wenn es gestoppt wird, wird es unweigerlich stürzen. Aber selbst ein schwaches Abbremsen wird in dieser Situation wirklich gefährlich werden, natürlich nur, wenn einem nicht bewusst ist, dass vorne der Abgrund ist.

Wenn die Variante eines leichten Abbremsens doch gewählt wird, so wird im weltweiten Gleichgewicht der Kräfte das Gewicht Russlands wachsen, Russland wird die Politik der höflichen geopolitischen Offensive nach seinen Interessen fortsetzen. Und all die Länder, die es anstreben, die eigene Selbstständigkeit zu verstärken und sich vom Westen zu distanzieren, werden in Moskau die reale anti-globalistische Kraft sehen, die von der passiven Verteidigung zur Offensive übergeht.

Die zweite Variante ist die Politik der Isolierung Russlands, über die jetzt in Washington geredet wird. Obwohl der Staatssekretär Kerry noch versichert, dass die USA den neuen kalten Krieg nicht wollen, ist es klar, dass die Versuche, Druck auf Russland auszuüben, von Tag zu Tag wachsen werden. Die Absage des „G-8“ Gipfels in Sotschi ist praktisch schon garantiert, und im Falle, dass der Westen die Variante der Konfrontation wählt, wird Russland höchstwahrscheinlich aus der „G-8“ ausgeschlossen werden. Es werden Wirtschaftssanktionen verhängt und es wird ein massiver informations-propagandistischer Angriff starten. Das Ziel ist klar – sie werden darauf hoffen, dass Russland unter dem Druck von außen früher oder später mindestens Zugeständnisse machen wird, und als Maximum – die Situation in Russland eskalieren und eine Revolution oder den Machtwechsel verursachen wird.

Es ist klar, dass der Westen in Wirklichkeit einfach keine Blockade gegen Russland errichten kann, – nicht nur, weil das viel mehr ihren eigenen Interessen schadet, als denen Russlands. Alles ist einfacher – die Verteilung der Kräfte in der Weltarena sind so, dass sich die Vereinigten Staaten sehr schnell davon überzeugen werden, dass sie sich in der Minderheit befinden, wenn sie versuchen, die Koalition zur «Organisation der Isolierung» zu sammeln: selbst nicht alle Mitglieder der NATO werden den Bruch der Beziehungen mit Russland unterstützen. Im Endeffekt kann der Westen sich von Russland isolieren, aber nicht Russland von der Welt und das nur mit eindeutig negativen Folgen für sich selbst.

Diese Variante dieses Verhaltens kann den Westen nur aus einem Grund wählen: wenn er die Geschichte Russlands überhaupt nicht kennt, sich die Situation in Russland sehr schlecht vorstellt und die Geisteshaltung Wladimir Putins nicht versteht. Russland ist zu jedem Druck bereit, weil die Welt für Russland nicht im Westen endet. Indem sie den prowestlichen Teil der russischen Elite mit der gesamten regierenden Klasse (selbst nachdem Putin offen den Prozess der Nationalisierung der Eliten begann) verwechseln und die kreative Klasse mit dem Volk, hat der Westen schon das Niveau seines Verständnisses über Russland gezeigt. Das westzentrierte Modell der Welt , das nach 1991 so aktiv in die Köpfe der Russen und besonders der Elite eingehämmert wurde, ist nicht nur nicht mehr allgemeingültig, es ist nicht einmal mehr in der Lage, einen irgendwie ernsthaften Einfluss auf die Situation im Land auszuüben.

Ja, unsere Kosmopoliten kontrollieren immer noch einen bedeutenden Teil der Finanz- und Kulturpolitik, der Massenmedien und Bildung, aber es ist die bereits verschwindende, stürzende Kraft. Anhänger des Bündnisses mit dem Westen mit der Anerkennung des Vorrechtes der Angelsachsen gibt es in Russland praktisch nicht mehr. Es gibt sogar unter ihnen nur wenige, die von der Aufnahme Russlands in die goldene Milliarde „als Gleichberechtigte“ träumen. Dem gegenüber verstehen immer mehr und mehr Menschen die ganze Gefahr der westlichen ideologischen und moralischen Expansion und wollen durch ihren eigenen Verstand leben. Indem der Westen mit Russland in einen harten ideologischen Clinch tritt, wird er uns die Aufgabe der Befreiung von den aufgezwungenen Schemen und verlogenen Zielen nur erleichtern und den Prozess der vollen Wiederherstellung der Eigenständigkeit der Ideologie und Wirtschaft, der Befreiung von der „Offshore-Aristokratie“ beschleunigen. Das heißt unter den Bedingungen dieser „Blockade“ wird Russland einfach schneller erreichen, was es sowieso vorhatte, dem aber der starke Widerstand eines Teils der Elite im Weg stand, die auf die engen Beziehungen mit dem Westen setzte – nach der Einführung von Sanktionen werden ihre Positionen endgültig untergraben sein.

Die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen Russland werden die von Putin schon gewählte Politik der Hinwendung unseres Wirtschaftsvektors nach Osten und Süden nur beschleunigen. Die Blockade aus dem Westen wird unsere ohnehin fest verbundenen Beziehungen mit China noch weiter zementieren. Die Unlust das zu fördern, ist für viele vernünftige Geopolitiker des Westens eines der wichtigsten Argumente gegen die heftige Konfrontation mit Russland, obwohl ihnen entgegengehalten werden kann, dass die weitere Annäherung Moskaus und Pekings auf jeden Fall bereits vorprogrammiert ist.

Außerdem kann die Verschärfung der Konfrontation die auch so schon im westlichen Block vorhandene Gärung fördern. Für Deutschland, aber auch für andere kontinentale europäische Länder, die nicht am Abbruch der Beziehungen mit Russland interessiert sind, wird der übermäßige amerikanische Druck in dieser Frage zum zusätzlichen Reizfaktor werden.

Und wird zum zusätzlichen Argument für die Stärkung der Versuche, weniger abhängig von den USA zu werden, die selbst durch die falschen Schreie über «die neue russische Bedrohung» nicht erdrückt werden können. Einmal versucht, Russland zu isolieren, riskieren die USA im Endeffekt, Deutschland zu verlieren.

Die Idee, Russlands aus „der Acht“ auszuschließen, kann man sogar als Geschenk an uns betrachten, wenn sie schließlich auch tatsächlich die Gemüter der Angelsachsen beherrscht. Vorerst sind die Deutschen dagegen, die reklamieren, dass dies der einzige Ort ist, wo der Westen ohne Vermittler mit Russland in Kontakt treten kann. Russland selbst wird den Austritt aus „der Acht“ verkünden, weil sie die weltweiten Probleme im geschlossenen Klub der NATO-Mitglieder und des proatlantischen Japan nicht mehr lösen will und wird dazu aufrufen, den Schwerpunkt auf „die Zwanziger“ zu verlegen, die auch so in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnt.

„Die Acht“ war im Prinzip eine Form der Einbeziehung Russlands in das atlantische Projekt, denn sie wurde in den 70er Jahren als ein Klub der mächtigsten westlichen Länder gegründet, die damals die Entwicklung der westlichen, kapitalistischen Wirtschaft bestimmten. Direkt vor dem Zerfall der UdSSR wurden wir eingeladen, uns dem Klub anzuschließen (offiziell wurden wir erst einige Jahre später aufgenommen, das Format „der Sieben“ ist dabei in Finanzfragen bis jetzt erhalten geblieben). Aber die sich heute herausbildende globale Konfiguration unterscheidet sich grundsätzlich von der vor 20 Jahren, als die unipolare Welt in voller Entfaltung war: Russland ist zum eigenen geopolitischen Spiel zurückgekehrt, China wurde zur zweiten Ökonomie der Welt, die muslimische Welt, obwohl sie getrennt ist, fordert immer beharrlicher seine Vertretung im „Klub der Starken“ und eine Veränderung der Spielregeln. Eine andere Welt wurde bereits zur Realität – und was Putin am 1. März festgelegt hat, muss jetzt auf globaler Ebene seine Bestätigung erhalten. Im Rahmen „der Zwanziger“ werden „die Sieben“ ihre Beziehungen nicht mehr nur einfach mit Russland, sondern mit der Gruppe der BRICS aufbauen müssen.

Der Austritt Russlands aus „der Sieben“ fördert auch die Reformierung des weltweiten Finanzsystems – schon seit fünf Jahren wird im Rahmen „der Zwanziger“ erfolglos versucht, sich darüber zu einigen. Die weitere Unnachgiebigkeit des Westens vor dem Hintergrund der immer größer werdenden Probleme der USA kann nur zum Forcieren der Prozesse zur Entstehung starker regionaler Währungssysteme führen, was die Verdrängung des Dollars beschleunigen wird.

Die Wahl des Westens für eines der beiden Szenarien wird nur in geringem Grad davon abhängen, wie sich die Situation in der Ukraine gestaltet. Eher umgekehrt – die Situation in Kleinrussland (Ukraine) entwickelt sich abhängig von der Strategie, die der Westen wählt. Falls sich die USA für die harte Konfrontation entscheiden, werden sie die gegenwärtige Kiewer Macht nicht nur nicht beherrschen können, sondern im Gegenteil – sie werden sie in die Richtung irgendwelcher wahnsinniger Schritte drängen oder gar einen bewaffneten Konflikt ukrainischer Einheiten oder Freiwilliger mit der russischen Armee provozieren. Beim Szenario der Konfrontation ist es für den Westen unbedingt notwendig, dass die russische Armee ukrainisches Blut vergießt. Denn die Russen sind ja als „Eroberer“ gekommen – das heißt, Blut ist in diesem Szenario vorgesehen.

Man muss verstehen, dass Putin ganz und gar nicht Obama entgegensteht, sondern einer Mannschaft viel erfahrenerer Spieler, denen während der letzten Jahrhunderte die Erfahrung der Führung eines „großen Spieles“ und der Steuerung globaler Prozesse schon genetisch angelegt wurde. Diese Kraft ist bereit, absolut jede Methode zur Erreichung ihrer Ziele anzuwenden – und wir sprechen dabei nicht einmal über den Angriff auf Libyen oder der Bombardierung Belgrads. Zum Beispiel führten sie im XIX. Jahrhundert Kriege, um China an das Opium zu gewöhnen, das sie nach China geschmuggelt und dort für Silber verkauften hatten (für das gewonnene Geld kauften sie dort die ihnen notwendigen Seiden und Tees). Im Ergebnis dessen starben Dutzende Millionen Chinesen. Diese Menschen von «der kleinen Insel» und der Ostküste der USA – die Vertreter dieser Familien versuchen von Generation zu Generation die Prozesse zu bestimmen und den Lauf der Weltpolitik zu steuern, indem sie das Projekt voranbringen, das erst vor kurzem die Bezeichnung Globalisierung erhielt. Das sind keine allmächtigen Zauberer – sondern einfach die angelsächsische Erbelite, die speziell für die Führung der Welt großgezogen wurde. Russland war immer das Haupthindernis auf ihrem Weg.

Nicht nur einmal wurde versucht, uns das Recht der selbständigen Politik zu verweigern, uns vom eingenommenen Kurs abzubringen – nicht nur durch Kriege und Interventionen, sondern auch durch Verschwörungen der Eliten. Manchmal endete das wie 1801 mit dem Mord an Pawel I., aber viel öfter scheiterten alle sorgfältig aufgebauten Kombinationen. Es genügt, sich an den Misserfolg des Westens bei der Februarrevolution zu erinnern – nicht der gegenwärtigen Kiewer, sondern der russischen von 1917, als die zur Macht gekommenen „Brüder“ der Logen vom Rad der russischen Geschichte weggefegt wurden und die UdSSR nicht einfach zur Störung auf dem Weg der Angelsachsen wurde, sondern zum alternativen Zentrum der Macht wuchs.

Die größte geopolitische Katastrophe des XX. Jahrhunderts ist bereits jetzt endgültig Vergangenheit, weil Russland jetzt nicht einfach seine Weltsicht erklärt hat, sondern sie wirksam wurde und Russland sie zäh verficht. Wir erobern, zerteilen und greifen niemanden an. Mit der Drohung der Militärkraft fordern wir von den unerwünschten Gästen einfach damit aufzuhören, den Kopf unseres Nachbarn und Bruders zu verdummen, um ihn gegen uns zu stimmen und ihm Knebelverträge unterzuschieben. Er wird selbst zu sich kommen und sein Haus selbst in Ordnung bringen. Und zwar ohne Vorsagen baptistischer Prediger und der übrigen eurointegrierenden Anbeter der Idee der atlantischen Überlegenheit – mit seinem ukrainischen, aber dennoch russischen Verstand.

9 Responses to Unsere Realität

  1. Pingback: Ukraine: Die Kernlüge von der “legitimen Regierung” in Kiew | Manfred`s Weblog

  2. Reblogged this on Walter Friedmann and commented:
    Ukraine 9.03.2014

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  5. Epiphanius sagt:

    Diese Auseinandersetzung hat wieder einmal gezeigt, das die Oberflächlichkeit der Amerikaner oder jedenfalls ihrer Regierung und Eliten nicht ausgereicht hat das Russische Volk und seine Anführer auch nur ansatzweise zu verstehen. Ein Volk das immer schon zu Europa gehörte und dennoch solch eine starke, lebendige eigene Kultur hervorgebracht hat. Ein Volk mit einer tiefen Seele. Wieder haben Sie geglaubt leichtes Spiel mit dieser russischen Seele zu haben. Doch es ist gründlich in die hose gegangen…

    Genauso unterschätzen die Amerikaner auch Deutschland. Deutschland erobert, besetzt und vernichtet! Gründlicher amerikanisiert als jedes andere Land? Ja Deutschland liebt Hollywoodfilme und Fernsehserien aus Amerika. Oberflächlich scheint dort noch alles in Ordnung. Sie ahnen jedoch nicht wie sehr den Deutschen das amerikanische wirklich zum Halse heraushängt. Und ich rede nicht von Nazis und Rechtsradikalen und auch nicht nur von Linken und ehemaligen Kommunisten oder Autonomen Gruppen. Auch Deutschland hat seinen Teil zur Kultur und dem Werden Europas beigetragen. Im Guten wie im Bösen! Der teutonische Geist mag vielleicht gebrochen sein. Doch gärt es schon zu Lange in der Seele der Deutschen. Irgenwann werden Sie es alle Leid sein, nur ein Anhängsel Amerikas zu sein, welches man nach belieben Bespitzeln und gängeln kann. Wer wird Deutschland dann die Hand geben? Auf das ein neuer deutscher Geist entstehen kann. welcher nicht nach Stolz durch Rache sondern nach Stolz durch friedlichen Aufbau und Verständigung schreit. Einen neuen Geist der sich dennoch auf die alten Werte der Dichter und Denker beruft. Wer reicht diesem vergewaltigten, geschundenen Volk, dem man nichts gelassen hat als Kaufen und Konsumieren, die Hand? Kann dies nicht, so das Schicksal es endlich gut mit Ihnen meint, die friedlich ausgestreckte Hand, Nein die Tatze des großen braunen Bären im Osten sein? Des Russischen Bären der schon lange erkannt hat was in deutschen Herzen wirklich vorgeht. Der weis das Deutschland Das Herz Europas und der wichtigste Freund der gemeinsamen Zukunft in Europa sein muss und so das Schicksal es will auch sein darf und wird… Ein Deutschland das lange herabgesetzt wurde von den lediglich glücklicheren oder soll ich Sagen perfideren und heimtückischeren Angelsachsen? Ein Deutschland das dankbar sein wird, das es endlich und in Frieden, wieder seinen angestammten Platz unter den Völkern der Welt einnehmen darf!

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  8. Fabian sagt:

    Das die EU wirtschaftlichen Schaden genommen hat ist ja mittlerweile unbestreitbar.

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