Stalinnote vom 10. März 1952 zu einem Friedensvertrag mit Deutschland

Heute gibt es vermehrt Diskussion über die nicht bestehende Souveränität dieser BRD.

Dabei wird zwar immer wieder der Status Quo diskutiert, aber nicht, was dazu geführt hat, was die GRÜNDE dafür sind.

Fakt ist, dass bereits 1945 von den West-Allierten ALLES unternommen wurde, um die Spaltung Deutschlands herbeizuführen. Das begann mit der „Entnazifizierung“ im Westen, die ein ganzes Volk in Sippenhaft nahm (ähnlich wurde 1991 versucht, die Sowjetunion zu „entsowjetisieren“!)

Im August 1948 wurde von der NSC (National Security Council) der USA ein Papier erstellt, dass genaue Anweisungen enthielt, wie die Sowjetunion und das ganze sozialistische Lager zu zerstören sei (NSC 20-1).

Dieser aggressiven Politik der drei Westmächte – mit Unterstützung der in Westdeutschland eingesetzten Marionetten-Regierung, die in direkter Tradition und Fortsetzung des Hitler-Regimes stand – setzte Stalin eine strikte Friedenspolitik entgegen, die unter anderem in dieser Note an die drei West-Allierten zum Ausdruck kam:

(Erste) Note der sowjetischen Regierung an die Regierungen Frankreichs, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten vom 10. März 1952 (Stalinnote)

Die Sowjetregierung hält es für notwendig, die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika darauf aufmerksam zu machen, daß, obwohl seit Beendigung des Krieges in Europa bereits etwa sieben Jahre vergangen sind, immer noch kein Friedensvertrag mit Deutschland abgeschlossen wurde.[…]
Um diesen unnormalen Zustand zu beseitigen, legt die Sowjetregierung ihrerseits den Regierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs den beigefügten Entwurf für die Grundlagen eines Friedensvertrages mit Deutschland zur Prüfung vor.[…]

Entwurf der Sowjetregierung über die Grundlagen eines Friedensvertrages mit Deutschland

Seit Beendigung des Krieges mit Deutschlands sind fast sieben Jahre vergangen, jedoch hat Deutschland immer noch keinen Friedensvertrag, es ist gespalten und befindet sich gegenüber anderen Staaten in einer nicht gleichberechtigten Situation. Diesem unmoralischen Zustand muß ein Ende gemacht werden. Das entspricht dem Willen aller friedliebenden Völker.

Ohne den schnellsten Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland kann eine gerechte Behandlung der rechtmäßigen nationalen Interessen des deutschen Volkes nicht gewährleistet werden.

Der Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland ist von großer Bedeutung für die Festigung des Friedens in Europa. Ein Friedensvertrag mit Deutschland wird die endgültige Lösung der Fragen ermöglichen, die infolge des zweiten Weltkrieges entstanden sind. An einer Lösung dieser Fragen sind die europäischen Staaten, die unter der Hilteraggression gelitten haben, besonders die Nachbarn Deutschlands, zutiefst interessiert. Der Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland wird zu einer Besserung der internationalen Gesamtlage und damit zur Herstellung eines dauerhaften Friedens beitragen.

Die Notwendigkeit, den Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland zu beschleunigen, wird dadurch diktiert, daß die Gefahr einer Wiederherstellung des deutschen Militarismus, der zwei Weltkriege entfesselt hat, nicht beseitigt ist, weil die entsprechenden Beschlüsse der Potsdamer Konferenz immer noch nicht durchgeführt sind. Ein Friedensvertrag mit Deutschland soll gewährleisten, daß ein Wiederaufleben des deutschen Militarismus und einer deutschen Aggression unmöglich wird.
Der Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland wird für das deutsche Volk die Bedingungen eines dauerhaften Friedens herbeiführen, die Entwicklung Deutschlands als eines einheitlichen, unabhängigen, demokratischen und friedliebenden Staates in Übereinstimmung mit den Potsdamer Beschlüssen fördern und dem deutschen Volk die Möglichkeit einer friedlichen Zusammenarbeit mit anderen Völkern sichern.

Davon ausgehend, haben die Regierungen der Sowjetunion, der Vereingten Staaten von Amerika, Großbritanniens und Frankreichs beschlossen, unverzüglich mit der Ausarbeitung eines Friedensvertrages mit Deutschland zu beginnen.
Die Regierungen der UdSSR, der USA, Großbritanniens und Frankreichs sind der Meinung, daß die Vorbereitung eines Friedensvertrages unter Beteiligung Deutschlands, vertreten durch eine gesamtdeutsche Regierung, erfolgen muß und daß der Friedensvertrag mit Deutschland auf folgenden Grundlagen aufgebaut sein muß:

Grundlagen des Friedensvertrages mit Deutschland

Die Teilnehmer

Großbritannien, die Sowjetunion, die USA, Frankreich, Polen, die Tschechoslowakei, Belgien, Holland und die anderen Staaten, die sich mit ihren Streitkräften am Krieg gegen Deutschland beteiligt haben.

Politische Leitsätze:

1. Deutschland wird als einheitlicher Staat wiederhergestellt. Damit wird der Spaltung Deutschlands ein Ende gemacht, und das geeinte Deutschland gewinnt die Möglichkeit, sich als unabhängiger, demokratischer, friedliebender Staat zu entwickeln.

2. Sämtliche Streitkräfte der Besatzungsmächte müssen spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten des Friedensvertrages aus Deutschland abgezogen werden. Gleichzeitig werden sämtliche ausländischen Militärstützpunkte auf dem Territorium Deutschlands liquidiert.

3. Dem deutschen Volke müssen die demokratischen Rechte gewährleistet sein, damit alle unter deutscher Rechtsprechung stehenden Personen, ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder Religion, die Menschenrechte und die Grundfreiheiten genießen, einschließlich der Redefreiheit, der Pressefreiheit, des Rechts der freien Religionsausübung, der Freiheit der politischen Überzeugung und der Versammlungsfreiheit.

4. In Deutschland muß den demokratischen Parteien und Organisationen freie Betätigung gewährleistet sein; sie müssen das Recht haben, über ihre inneren Angelegenheiten frei zu entscheiden, Tagungen und Versammlungen abzuhalten, Presse- und Publikationsfreiheit zu genießen.

5. Auf dem Territorium Deutschlands dürfen Organisationen, die der Demokratie und der Sache der Erhaltung des Friedens feindlich sind, nicht bestehen.

6. Allen ehemaligen Angehörigen der deutschen Armee, einschließlich der Offiziere und Generäle, allen ehemaligen Nazis, mit Ausnahme derer, die nach Gerichtsurteil eine Strafe für von ihnen begangene Verbrechen verbüßen, müssen die gleichen bürgerlichen und politischen Rechte wie allen anderen deutschen Bürgern gewährt werden zur Teilnahme am Aufbau eines friedliebenden, demokratischen Deutschland.

7. Deutschland verpflichtet sich, keinerlei Koalitionen oder Militärbündnisse einzugehen, die sich gegen irgendeinen Staat richten, der mit seinen Streitkräften am Kriege gegen Deutschland teilgenommen hat.

Das Territorium

Das Territorium Deutschlands ist durch die Grenzen bestimmt, die durch die Beschlüsse der Potsdamer Konferenz der Großmächte festgelegt wurden. Wirtschaftliche Leitsätze
Deutschland werden für die Entwicklung seiner Friedenswirtschaft, die der Hebung des Wohlstandes des deutschen Volkes dienen soll, keinerlei Beschränkungen in bezug auf den Handel mit anderen Ländern, die Seeschiffahrt und den Zutritt zu den Weltmärkten auferlegt.

Militärische Leitsätze

1. Es wird Deutschland gestattet sein, eigene nationale Streitkräfte (Land-, Luft- und Seestreitkräfte) zu besitzen, die für die Verteidigung des Landes notwendig sind.

2. Deutschland wird die Erzeugung von Kriegsmaterial und -ausrüstung gestattet werden, deren Menge oder Typen nicht über die Grenzen dessen hinausgehen dürfen, was für die Streitkräfte erforderlich ist, die für Deutschland durch den Friedensvertrag festgesetzt sind.

Deutschland und die Organisation der Vereinten Nationen

Die Staaten, die den Friedensvertrag mit Deutschland abgeschlossen haben, werden das Ersuchen Deutschlands um Aufnahme in die Organisation der Vereinten Nationen unterstützen.

Quelle: Europa-Archiv 7 (1952), 7. Folge, S. 4832-4833

Dieser Vorschlag für einen Friedensvertrag wurde als „Finte Stalins“ diffamiert und Stalins Ansinnen für einen echten und gerechten Frieden für Deutschland kriminalisiert und aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt.

Dass die Propaganda im Westen bis heute daran festhält, dass Stalin gar nicht die Absicht gehabt hätte, Deutschland zu vereinigen und einen Friedensvertrag abzuschließen, passt in das Muster der heute wieder auflebenden Kriegshetze gegen Russland.

Es war und ist auch heute noch für die drei Westallierten für zukünftige Kriege gegen die Sowjetunion/Russland von immenser Bedeutung, Deutschland (geteilt und) im Kriegszustand zu belassen!

Wenn wir uns in dieser BRD über die Souveränität unserer Heimat unterhalten, so müssen wir unbdingt die Fakten der Vergangenheit kennen. Denn die Souveränität der BRD geht NUR über einen Friedensvertrag mit den vier Siegermächten des 2. Weltkrieges.

Diesen Friedensvertrag müssen WIR, die Bürger dieses Landes FORDERN!

Wenn ich auch davon überzeugt bin, dass Russland einem gerechten Friedensvertrag auch heute sofort zustimmen würde, wird der Widerstand damals wie heute, von den drei Westmächten ausgehen, deren Kolonie dieses Land bis heute ist und deren Befehle von den verschiedenen Marionetten-Regierungen dieses Staates unwidersprochen ausgeführt wurden und werden!

17 Responses to Stalinnote vom 10. März 1952 zu einem Friedensvertrag mit Deutschland

  1. Pingback: Alexander Block und Friedrich Schiller | Miscelaneous

  2. „Wir stehen hier aus Pflichtgefühl, in dem Bewußtsein, daß es unsere verdammte Schuldigkeit ist, zu retten zu suchen, was zu retten ist […]. Wenn die Regierung […] unter Vorbehalt unterzeichnet, so betont sie, daß sie der Gewalt weicht, in dem Entschluß, dem unsagbar leidenden deutschen Volke einen neuen Krieg, die Zerreißung seiner nationalen Einheit durch weitere Besetzung deutschen Gebietes, entsetzliche Hungersnot für Frauen und Kinder und unbarmherzige längere Zurückhaltung der Kriegsgefangenen zu ersparen.

  3. immer noch nicht durchgeführt sind. Ein Friedensvertrag mit Deutschland soll gewährleisten, daß ein Wiederaufleben des deutschen Militarismus und einer deutschen Aggression unmöglich wird.

  4. d. Karg sagt:

    Alle wissen das die USA der Aggressor ist, auch unsere Merkel-Kastner. Amerika will keinen Friedensvertrag, sie wollen das Deutschland mit in einen Krieg hineingezogen wird gegen Russland,
    Gott bewahre uns davor, das erste Land was untergeht ist Deutschland. die Amis sind weit weg vom Schuss und sagen „Was kuemmert uns Europa, wenn die weg sind bleiben wir eine Weltmacht. Davor haben die Amis Angst, denn wenn Europa mit den Russen geschaefte macht, mit dem Know How der Europaeer, dann wird es duester fuer Amerika. Ihr muesst euch mal youtube anhoeren ueber Kissinger „kriegsverbrecher“ dann wisst ihr was mit den Amis los ist.
    Ohne Krieg zu fuehren, waehren die Amis schon lange Pleite, Ich habe nicts gegen das amerikanische Volk, ich habe selbst Freunde dort, aber die Plitiker sind eine schande fuer die ganze Welt..!!!

    • Es sind jedoch nicht die USA, es ist das System, dass die USA, NATO, EU hervorgebracht hat. Und dieses System, das Kapitalismus genannt wird, braucht Kriege, um existieren zu können. Ohne ständige Kriege gegen alles und jeden würde der Kapitalismus innerhalb kürzester Zeit wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen wie ein Kartenhaus.

      Eine Stunde, die sich lohnt, um zu verstehen:

      Krieg – Das Lebenselixier des Kapitalismus

      • d. Karg sagt:

        HALLO HERR CALDERIN, ICH STIMME IHNEN ZU, ABER WAS WILL DIE USA IN EUROPA, DIE SOLLEN SICH UM IHR LAND KUEMMERN, DA HABEN SIE GENUNG AUFZURAEUMEN.
        ICH HABE MIR DIE CD’s VON HERRN KISINGER ANGESEHEN UND ANGEHOERT ICH KONNTE ES NICHT GLAUBEN, WAS DA ZU VORSCHEIN KAM. UEBER ALL WIRD VON VOELKERMORD GESPROCHEN, ICH MOECHTE MICH NICHT WEITER AEUSSERN.
        ABER BITTE VERSTEHEN SIE AUCU MEINEN STANDPUNKT, AUCH IN EUROPA WIRD WEITER MILITAERICH AUFGEBAUT ODER MEINEN SIE DER AUFMARSCH VON MILITAER- WAFFEN UND SOLDATEN IST ZU GUTEN ZWECK? HIER WIRD IMMER VON AGGRESSOREN GESPROCHEN, iCH FRAGE MICH NUR WER IST DER GROESSTE AGGRESSOR, SIE WISSEN VON WELCHEN ICH SPRECHE. DIE USA BRAUCHT DEN KRIEG
        ANSONSTEN WAEREN SIE SCHON LANGE BANKRUPT.

      • Zunächst bitte ich Sie höflich, nicht alles in Großbuchstaben zu schreiben, denn
        1. liest sich das ganz schlecht und
        2. lässt sich niemand gern anbrüllen, was diese durchgängige Großschreibung jedoch darstellt.

        Sie haben vollkommen recht in der Beschreibung der Aggressivität und massenmörderischen Kriminalität der US Administrationen, die bis zu Genoziden reicht.
        Diese selbe Aggressivität kennen wir von Deutschland vor 1914, was in den ersten Weltkrieg mündete und seit 1933, was in den 2. Weltkrieg mündete. Auch damals wäre Deutschland ohne den Krieg am Ende gewesen. Heute ist auch die BRD genauso aggressiv wie die USA, möchte zugern ein großes Stück vom Kuchen Russland und China abhaben, nachdem sich die BRD die gesamte EU – wie einst Hitler, nur mit anderen Mitteln – untergeordnet hat. Damals wie heute mit Hilfe und Unterstützung der Angloamerikaner, während die Franzosen hübsch still bleiben und somit die Verbrechen ermöglichen! Die BRD heute wurde wie damals Deutschland als „Rammbock“ gegen den Osten hochgerüstet! Und die Kapitaleigentümer in Deutschland ließen sich auch gern vor diesen Karren spannen, ja waren aktive Gestalter, denn sie konnten doch so mit Unterstützung der Angloamerikaner große Absatzmärkte, billigste Arbeitskräfte und Rohstoffe gewinnen. Damals wie heute. Es hat sich nichts geändert.
        Die USA könnten in Europa nicht hausen, wie sie es tun, wenn sie hier nicht willige Erfüllungsgenossen und Vasallen hätten.
        Die Kapitaleigentümer in Europa sind genau so aggressiv wie die in den USA und GB.

        Sie alle suchen und brauchen Absatzmärkte. Die gibt es nur noch in Russland und China. Da diese beiden Länder sich aus der Umklammerung und Kolonialisierung herausziehen, sollen sie mit Krieg überzogen und dadurch zerstört und unterdrückt werden.

        Und selbstverständlich brauchen die USA, aber auch GB, Frankreich, BRD, kurz die EU und NATO den Krieg. Das liegt im Wesen des Kapitalismus, denn Kapitalismus ist ständiger Krieg gegen alles und jeden.
        Ich empfehle Ihnen noch einmal das unten verlinkte Video anzuschauen. Eine Stunde, die sich lohnt, um alles zu verstehen.

      • d. Karg sagt:

        sehr geehrter herr galderin. zuerst moechte ich ihnen sagen ,dass ich einen schlaganfall hatte und meine rechte seite gelaehmt ist deshalb schreibe ich nur in kleinen-oder grossen buchstabenweil es fuer mich einfacher und leichter ist. zu punkt 1+2 sollten sie sich erst mal fragen, warum warum schreibt der mann so, auch ich habe das gross-+kleinschreiben gelernt.
        wenn sie das schlecht lessen koennen oder sich angebruellt. also ueberlegen sie erst mal bevor sie sowas schreiben. jetzt habe ich alles in klein geschrieben, vielleich liest es sich fuer sie jetzt besser und sie fuehlen sich jetzt auch nicht mehr angebruellt. habe die ehre
        d. karg

      • So ist es, Herr Karg.
        Ich kann alles klein geschrieben wesentlich besser lesen und fühle mich nun auch nicht angebrüllt.
        Es ist auch nicht möglich durch den PC zu schauen und so festzustellen, wie es dem Kommentator gesundheitlich geht.

        Da Sie Ihren ersten Kommentar in korrekter Groß- und Kleinschreibung schrieben, konnte ich auch nicht davon ausgehen, dass Ihnen das bei Ihrem zweiten Kommentar nicht auch möglich sein könnte!

      • d. Karg sagt:

        herr calderin, sie haben eine hochnaesige art an sich die mir nicht gefaellt, wenn sie weiterhin menschen belehren muessen wie sie zu schreiben haben, dann haben sie sich den falschen arbeitsplatz ausgesucht.bisher hat sich noch keener bei mich darueber beschwert, ob ich in grossen buchstaben schreibe oder in kleinen.sie haetten besser Lehrer warden sollen, bis zur 4. klasse.

      • Jeder disqualifiziert sich so gut er kann, Herr Karg!

      • d. Karg sagt:

        fuer mich sind sie disqualifiziert, ich melde mich von miscelanieous ab.

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