Das Medium ist die Message – von KenFM

Soeben fand ich folgenden Artikel von KenFM (Ken Jebsen) auf facebook.

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Amerikanische Außenpolitik gleicht einem Schnellkochtopf

Dieser Schnellkochtopf wird immer am Rande einer Detonation gehalten. Politik der Spannung heißt das bei Insidern. Geostrategen und ihre ausführenden Organe aus dem militärisch-industriellen Komplex setzen dann um, was in den Think Tanks beschlossen wurde.

http://de.wikipedia.org/wiki/Militärisch-industrieller_Komplex

Es geht im Kern immer um Vorherrschaft. Eine Weltmacht kann Weltmacht bleiben, wenn es die Konkurrenz in Schach hält. Das geschieht ganz simpel. Durch Kontrolle aller wichtigen Ressourcen. Öl steht dabei ganz oben auf der Agenda. Jeden Tag werden im Westen ca. 41 Supertanker mit dem schwarzen Saft verbraucht. Wenn dieser Zufluss unterbrochen wird, gehen wenig später nicht nur die Lichter aus. Der gesamte American Way oft Life käme zum Erliegen. Auch in der BRD. Öl ist weit mehr als Treibstoff. Öl ist die Basis z.B. für Dünger, für Kunststoffe. Ohne Öl keine Chemische Industrie. Keine Pharma-Riesen.

Von daher ist der Kampf um ÖL das A und O amerikanischer Vorherrschaft. Um diesen Anspruch gegen die Mitbewerber, z.B. China, durchzusetzen, kommt die USA nicht umhin, sein gesamtes Hoheitsgebiet bis an die Zähne zu bewaffnen. Maximale Rüstung. Die Vereinigten Staaten betreiben nach eigenen offiziellen Angaben über 700 Stützpunkte außerhalb der USA. Dazu kommen weitere „verdeckte“ Orte, die offiziell eine zivile Nutzung vorgeben, aber in Wahrheit militärische Funktion haben.

Eine Supermacht befindet sich permanent im Krieg. Man kann sie mit einem Schwergewichtsboxer vergleichen, der sämtliche Titel auf sich vereinigen konnte. Der Champ aller Klassen. So schön sich sein Sieg anfühlt, so unbequem ist er im Alltag.

Ein Champ ist für die Konkurrenz bei allem Respekt immer ein rotes Tuch.
Ein Champ wird rund um die Uhr herausgefordert. Und ein Champ wird alt.

Die USA sind in die Jahre gekommen und erinnern – was ihre Kondition angeht – immer stärker an Muhammad Ali in dessen letzten Monaten als Profi. Der Zenit ist lange überschritten. Anders als Ali kann die USA es sich nicht leisten auf Fair Play zu setzen. Keine Supermacht kann das. Ali versuchte mit seinen beißenden Sprüchen, mit seinem Spott im Vorfeld den Gegner zu verwirren und damit zu schwächen. Ihn aus dem Konzept zu bringen. Noch bevor der Kampf angefangen hatte.

Die USA setzen im Vorfeld eines bevorstehenden Kampfes auf unterschiedliche Tools.

Verdeckte Kriegsführung, also ein inszeniertes taktisches Foul des Gegners, auf das die Supermacht dann regieren muss, UND

die flächendeckende Manipulation der Meinung. Nachrichtensteuerung als Werkzeug, um Propaganda überhaupt effektiv betreiben zu können.

Merke, alles was wir über die Welt wissen, wissen wir über Massenmedien. Die Massenmedien sprechen zu den Massen. Aber sie gehören den Massen nicht.

Die Besitzer dieser Ausspielkanäle sind ähnlich übersichtlich wie der Bankensektor und oft direkt mit ihnen verbandelt. Kapitalismus und die damit verbundene Globalisierung machen vor keiner Branche halt. Wer die Meinung kontrolliert, da er alle großen Medien entweder über Beteiligungen mit besitzt oder aber vollständig gekauft hat, kann sich entspannt zurück lehnen. Was der Bürger nicht weiß, macht ihn nicht heiß.

Ein Film wie Network aus dem Jahre 1976 hat dieses Problem schon damals sarkastisch auf die Leinwand gebracht. Der Film wurde von den meisten Menschen als witzig aufgefasst, doch er war eine Warnung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Network_(Film)

Wer sich heute in der Medienlandschaft umsieht, erkennt Parallelen, die er aus der Landwirtschaft kennt. Monokultur soweit das Auge reicht.

Mit dem Internet, mal vom Militär forciert, um intern schneller zu kommunizieren, hat sich der STAAT selber ins Knie geschossen. Ihm ist das Meinungsmonopol abhanden gekommen und damit die intellektuelle Lufthoheit. Das ist umso verrückter, da alle großen Player in der digitalen Revolution mit Sitz in Silicon Valley den größten Teil ihrer „Forschungsgelder“ direkt aus den Schnellkochtöpfen des Pentagons beziehen oder bezogen haben.

Zuckerbergs Facebook als jüngstes Beispiel wurde nicht in den Markt gedrückt, da Mutti Zuckerberg ihr Sparschwein zerschlug. Merkwürdig ist nur, dass kaum jemand mal nachfragt, wer denn eigentlich diese „Investoren“ sind, die noch, bevor der große Startschuss gegeben wird, alles dafür getan haben, dass z.B. Facebook überhaupt relevant werden kann.

Startschuss muss man in den meisten Fällen mit doppel A schreiben. STAATschuss. Der STAAT hat primäres Interesse, an den Kommunikationskanälen von morgen zu partizipieren, sie zu beherrschen.

Eine Demokratie kann es sich nicht leisten nicht zu wissen, was die Leute so reden. In einer Demokratie schlummert in der freien Meinungsäußerung immer auch die latente Gefahr einer sich anbahnenden Revolution. Anders in einer Diktatur. Dort können sich die Bürger ruhig das Maul über die Regierung zerreißen. Das System ist gewalttätig und zieht ab und an Menschen aus dem Verkehr, die sich zu einem Opinion Leader entwickeln.

Kommen wir nach Boston.

Wer sich intensiv mit verdeckter Kriegsführung auseinander setzt, weiß ob der Bedeutung eines politischen Drehbuches. Eine verdeckte, also vom Staat selber lancierte oder ausgeführte Operation kann nur dann erfolgreich für das eigentliche Ziel genutzt werden, die Bevölkerung z.B. für einen Waffengang gegen Feind X zu „begeistern“, wenn man dieses Drehbuch fertig hat, bevor die erste Szene gezeigt wird.

Gute Drehbücher funktionieren nach dem Prinzip Hitchcock. Der Zuschauer, also der arglose Bürger, weiß mehr als der Darsteller auf der Leinwand, also die die man uns als Opfer verkauft, aber weniger als der Regisseur.

Im Falle Boston ist nicht klar, wer der Regisseur ist.

Vergleichen wir Boston mit NYC 2001, so können wir feststellen dass es selbst 48 Stunden später noch keinen Hauptverdächtigen gibt. Während schon Stunden nach 9/11 Osama bin Laden und Al Qaida als Schuldige genannt wurden, musste die US-Regierung die Boston-Pressekonferenz am Mittwoch überraschend absagen und im Anschluss auf unbestimmte Zeit verschieben.

http://www.focus.de/panorama/welt/boston-terror/anschlaege-bei-boston-marathon-ermittler-haben-nach-video-analyse-zwei-verdaechtige-im-visier_aid_963140.html

Was sagt uns das? Das sagt uns, dass man ganz oben offensichtlich nicht weiß, was sich am Boden in Boston wirklich abgespielt hat. Wer die Fäden zog. Anders als unter Bush&Co scheint das Drehbuch zu Boston nicht aus dem eigenen Umfeld des White House zu stammen. Wer also könnte dahinter stecken?

Mit der Detonation einer Düngerfabrik in Texas, bei der es mindestens 15! Tote gegeben haben soll, kommt man nicht umhin, sich Gedanken über jene Gruppen in den USA selber zu machen, die eher in nationalistischen Kreisen zu suchen sind. Heimatschutzverbände etc..

http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article115386431/60-Tote-bei-Explosion-in-Duengerfabrik-befuerchtet.html

Diese Menschen haben mit der Schnellkochtopf-Außenpolitik eines Barak Obama extreme Probleme. Erstens ist der Mann schwarz und hat damit für diese Konservativen Kreise nichts im Weißen Haus verloren und zweites ist für sie Obama ein Weichei. Er scheut militärische Konflikte.

Präsident Obama versucht mit dem Orient, mit dem Islam zu kooperieren. Er hat „Verständnis“ für die Palästinenser. Er kritisiert Israel offen und durch seine Handlungen. Man muss Obamas Besuch in Israel, der erst in seiner zweiten Amtszeit stattfand, als das deuten was er war, ein Schlag ins Gesicht gegenüber der zionistisch-rassistischen Apartheidregierung im Scheinheiligen Land.

Obama tut alles, um einem Krieg mit dem Iran aus dem Weg zu gegen, ihn zumindest so weit es geht hinaus zu schieben. Obama ist es nicht gelungen, Syrien zu Fall zu bringen. Jetzt muckt Nordkorea auf.

Das alles ist für erzkonservative US-Amerikaner, weiße alte Männer, unerträglich. Es beleidigt sie. In ihrem Nationalstolz.

Erschwerend kommt hinzu, dass Obama von einer Gruppe „Wallstreet-Politiker“ beraten wird, die den Niedergang der USA im Inneren mit verursacht haben. Während eine immer kleinere Gruppe des Establishments an seinem Reichtum fast erstickt, leben immer mehr normale Bürger von der „Stütze“.

Eine Stadt wie Detroit, seinerzeit mal das Herz der amerikanischen Autoindustrie, Sitzt der Kult-Labels MOTOWN, abgeleitet von Motortown, verslumt. Detroit ist am Ende. Steht kurz vor dem Bankrott.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ueberschuldung-michigan-ordnet-zwangsverwaltung-fuer-detroit-an-a-886499.html

Detroit ist kein Einzelfall, steht für die finanzielle Situation des ganzen Landes. Diese Situation hätte nicht das erste mal zu dem geführt was der Amerikaner Homegrown Terrorism nennt. Oklahoma 1995 lässt grüssen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bombenanschlag_auf_das_Murrah_Federal_Building_in_Oklahoma_City

Die USA haben sich in ihrem außenpolitischen Engagement maßlos verzettelt und drohen den Weg der ehemaligen UdSSR zu gehen. Sie rüsten sich tot. 40 % des Bruttoinlandproduktes sind direkt oder indirekt mit der Rüstungsindustrie verbunden. Ohne die Rüstungsindustrie würden die Arbeitslosenzahlen in den USA durch die Decke gehen. Nur was nützt die beste Waffentechnologie, wenn sie nicht dazu genutzt wird, Bodenschätze zu erbeuten?

Nur mit Drohnen kannst du diese Beute nicht zu harten Dollars machen. Du brauchst Troops on the Ground. Vor allem für die Christlichen Fundamentalisten in den USA, christliche Zionisten, den radikalen Evangelikalen ist die Politik des Barak Obama eine Politik der Feigheit. In Ihren Augen demontiert Obama die USA, gibt freiwillig den Führungsanspruch ab und schändet damit „Gods own Country“.

Alles was wir mit Boston und jetzt Texas erleben, sieht aus wie die Handschrift dieser Leute. Kein Bekennerbrief, keine politischen Botschaften, keine brennenden US-Flaggen. Statt dessen NICHTS. Dieses NICHTS ist auch eine Botschaft. Nichts verunsichert so sehr, wie wenn nach einem Anschlag NICHTS zu ermitteln ist. NICHTS bedeutet, der FEIND ist noch da, aber er ist unsichtbar. Er liegt auf der Lauer.

Wie soll die Regierung der USA mit dieser Situation umgehen? Ihr bleibt wohl nur, das Beste daraus zu machen. Wie? Indem sie, egal was sie ermittelt, die USA wieder als ein Land präsentieren, das die Lage total und damit global im Griff hat.

Damit würde die aktuelle Regierung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sie würde die Radikalen im eigenen Land wieder hinter sich bringen und sie könnte die dazu notwendigen Schritte nutzen, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Wenn auch nur kurzfristig.

Im Moment ist die USA zuhause ähnlich hilflos wie ein 3-jähriges Kind, das sich bei Wal Mart verlaufen hat und kreischt. Wer holt die USA jetzt an der Kasse ab?

Die USA werden Boston und Texas nutzen, um außenpolitisch Nägel mit Köpfen zu machen. Sie werden vor allem die Baustelle Syrien und Iran massiv angehen. Die Zeit läuft ab.

Syrien fällt und fällt nicht, ist aber geostrategisch enorm wichtig. Hier sollen u.a. mal jene Pipelines auflaufen und ihr Öl auf Supertanker verladen, das man zuvor aus iranischem Boden gepumpt hat. Der Konflikt Iran/Israel ist konstruiert. Man benötigt einen offiziellen Grund, um genau wie im Irak endlich an den schwarzen Saft zu kommen. Wie damals unter der US-Marionette dem Schah von Persien.

Während Obama für die weißen Radikalen in den USA und ihre Freunde in den besetzten Gebieten, in Palästina, nur „redet“, macht der Iran, das Filetstück in der Region“, ein Geschäft nach dem anderen. Mit der Konkurrenz.

Es dealt mit China. Es dealt mit Russland und es dealt mit Indien.

http://www.transparency-for-iran.org/wirtschaft/irans-geschafte-mit-indien-boomen

Aber auch die BRD war 2011 nicht abgeneigt, sich an indirekten Geschäften mit dem Iran zu beteiligen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/brisante-unterstuetzung-deutschland-hilft-indien-bei-oel-geschaeften-mit-iran-a-753549.html

Wer heute nach Teheran fliegt, kommt mit Businessenglisch ziemlich gut durch. Kaum ein US-Multi kann es sich leisten, nicht dort ein Büro zu betreiben. Für den Tag X. Die feindliche Übernahme oder wie es dann heißen wird: „eine Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehungen“.

http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/iransanktionj100.html

Nur wann ist dieser Tag X?

Obama hat die Erwartungen gleich beider Lager enttäuscht. Er hat sich für die progressiven neuen Wähler zuwenig aus dem Fenster gelehnt, zu wenig für sie getan, während er für die Hardliner, die Bushjünger, vollständig versagt hat. Sowohl im Ausland als auch im Inland.

Boston & Texas könnten eine Quittung dafür sein.
Sicher, reine Spekulation, doch sie ist nahe liegend.

Die Schnellkochtopf-Außenpolitik der USA funzt nicht mehr. Dem Topf geht der Druck aus. Die Speisen verkochen nicht nur, sie sind fast aufgebraucht. Seit geraumer Zeit gibt es statt Burger & Beer nur Wassersuppe. Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß´ alle willkommen. Dieser Kochschürzenspruch macht auf Dauer nicht satt.

Was wir im Moment erleben ist ein Land, die USA, das wie Muhammad Ali, am Ende seiner Kariere, in den Seilen hängt. Und mit ihm sein gesamtes Management.

Anders als der größte Boxer aller Zeiten genießt die USA noch nicht mal zu Lebzeiten den Respekt und die Hochachtung, für die Muhammad Ali Zeit seines Lebens stand, auch wenn er am Boden lag. Ali steht für Würde. Nicht nur im Sport. Die USA haben ihre Würde verloren. Schlimmer noch wiegt der Umstand, dass auch die Partner von einst an die USA nicht mehr glauben.

Der Glaube ist in den USA das heimliche Betriebssystem und noch wichtiger als der Dollar. Der Glaube an den amerikanischen Traum, der Glaube an „Gods own County“, der Glaube an ein Land, das vor allem Freiheit und Wohlstand verspricht, ALLEN. Dieser Glaube bröckelt an allen Ecken und Enden. Massiv. Wer seinen Glauben verliert und seine Würde verspielt hat, spätestens seit 9/11 ist das bei den USA der Fall, dem ist seine GLAUBWÜRDIGKEIT abhanden gekommen.

Boston und jetzt Texas sind ein Symbol.

Man muss bereit sein hier genau hinzusehen, um zu erkennen, welche Gefahren der Welt daraus erwachsen. Die Frage, die im Raum steht, ist nicht nur, wie wickelt man eine Supermacht ab, sondern vor allem, wie gebärdet sich eine Supermacht, denen das Super abhanden gekommen ist, und die sich gerade in den letzten Tagen als furchtbar machtlos darstellt?

Wir, KenFM, gehen davon aus, dass Boston und Texas dazu genutzt werden, um in Middle East endlich den „ersehnten“ Krieg mit dem Iran zu beginnen. Syrien platt zu machen. Wer in Middle East könnte an dieser Politik ein gesteigertes Interesse haben? Wessen „Politik der Herrschaft“ ist ebenfalls gescheitert? Wer muss mit ansehen, wie seine bisherige Propagandapolitik durch die Erfindung des WEB selbst in jenen Ländern offen enttarnt wird, die man bisher als Hinterland verstand?

Die Electronic Intifada ist überall und sie ist unabhängig vom Konflikt in den besetzten Gebieten. Auch hier geht es um ein Symbol. Die Zeit der Supermächte scheint generell vorbei zu sein, wenn diese Supermächte völlig oldschool auf Unterdrückung setzten. Der Staat, auch der Superstaat und damit auch die USA haben ihr Informationsmonopol verloren.

Jedes neue Medium stellt für das bisherige eine Kriegserklärung dar, wusste schon Marschall Mcluhan. Diese Erkenntnis stammt aus den 60igern des 20 Jahrhunderts. Mcluhan war Kanadier, aber er war vor allem in den USA mal ein Idol der Intellektuellen. Ein Coverboy.

Haben die USA seine Bücher gelesen? Und wenn ja, haben sie sie verstanden?

Das wichtige Buch McLuhans, „Das Medium ist die Botschaft“ ist neu für unter 15€ zu haben.

http://www.klett-cotta.de/buch/Tropen-Sachbuch/Das_Medium_ist_die_Massage/15902

Dies Buch kann helfen zu verstehen, was sich in den USA und ROF, dem Rest of World, seit geraumer Zeit abspielt. Eine Machtverschiebung, die gegenüber dem Kapital negativ-reziprok verläuft.

Boston & Texas sind so oder so, nur ein Symbol. Eine Metapher. Eine Metapher ist die Möglichkeit, die eigene Situation durch eine andere zu sehen. Das schärft den Blick. Auf den eigenen Standpunkt. Den tatsächlichen. Den Status quo.

An dieser Stelle noch ein Rat an die letzte, vielleicht die allerletzte große Supermacht, die USA. Dieser Rat ist ein iranisches Sprichwort.

„Die Hand, die du dem Feind nicht abschlagen kannst, muss du zum Gruße ergreifen“

Der Feind, verehrte USA, sind der überwiegende Teil der 193 Staaten. Nationen die nicht zu den G8 gehören.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppe_der_Acht

Wenn Sie, liebe USA, z.B. andere Länder, die nicht ihr Wirtschaftsmodell, ein Modell des Niedergangs und der Umweltzerstörung, übernehmen wollen, immer wieder aufrufen, „kehren sie in die Weltgemeinschaft zurück“, sollten sie sich langsam im Klaren darüber werden, dass nicht die Angesprochenen, sondern SIE selber sich nicht in DER Weltgemeinschaft befinden.

Nutzen SIE Boston & Texas, um darüber nachzudenken, wie SIE es hinbekommen können, in die Weltgemeinschaft zurückzukehren. Ziehen sie 8 von 193 ab. Die Summe, die da auf dem Papier steht, stellt die eigentliche Weltgemeinschaft dar. Sie können nicht GEGEN, sondern nur MIT dieser Gemeinschaft überleben. Der „Rest of World“ braucht die USA nicht. Aber die USA brauchen den Rest of World.

Machen sie Ihre Hausaufgaben und tappen sie auf gar keinen Fall in die Falle, die sich mit Boston & Texas wie selbstverständlich vor ihnen auftut.

Machen sie, was Muhammad Ali getan hat. Treten sie ab, solange sie noch flüssig sprechen können. Ihre Zeit als Führung ist vorbei. Aber ist Führung wirklich alles? Oder anders gefragt, geht es im Boxen wirklich darum, dem gegenüber die Fresse zu polieren, oder geht es um Disziplin, Fairness und wenn überhaupt um eine Kampf mit sich selber?

Als Ali sich weigerte nach Vietnam zu gehen, begründete er das mit dem Satz:
„Ich habe kein Problem mit dem Vietkong. Der Vietkong hat mich nie Nigger genannt“

http://www.youtube.com/watch?v=9vk6KWdwJ6A

Sie, verheerte USA, erinnern Sie sich noch an den Geist eines Thomas Jefferson? Was ist von diesem Geist noch übrig? Was ist von den Bürgerrechten noch übrig? Vielleicht nur noch politisch „rechte“ Bürger?

Mit dem Kampf gegen den Terror hat die USA vor allem sich selber in die Mangel genommen, selber demontiert. Selber geknebelt und intellektuell erstickt. Dieser Prozess ist mehr als schmerzlich. Er ist gefährlich. Für die ganze Welt.

Wir haben es mit einem Land zu tun, das sich von einem intellektuellen Mekka zu einem Land von und für politische Schläger entwickelt hat. Früher schickte die USA wenigstens die ein oder andere Innovation in die Welt. Heute sind es nur noch Soldaten.

Sehen sie sich um, USA, z.B. in jenen Ländern, die vor allem für ihre Gastfreundschaft bekannt sind. In den Ländern des Orients, in denen die USA schalten und walten. Afghanistan, Irak, um nur die bekanntesten zu nennen. Können sie dort erkennen, für was die USA mal Symbol war? Fortschritt? Wollen sie allen Ernstes dem Rest der Welt verkaufen, mit autoritären Regimen wie Saudi-Arabien oder Katar z.B. in Syrien für mehr Demokratie zu sorgen?

Würde eine solche Aussage bei der Sitcom auftauchen, hätte man wenigstens ein paar eingespielte Lacher.

Wir hören nichts. Alles was wir stattdessen sehen ist, dass den USA im eigenen Land die Kontrolle abhanden gekommen ist. Wenn ihnen, USA, schon der größte Teil der Welt völlig egal ist, sollten sie zumindest Mitleid mit der eigenen Bevölkerung haben. Der Durchschnittsamerikaner, der ja mit dem Amerikaner aus Washington soviel zu tun hat wie 9/11 mit einem Handy in einer Höhle in Afghanistan, dieser Durchschnittsamerikaner sollte ihnen mehr wert sein. Er ist ihr eigentliches Stammkapital.

Das Stammkapital, so unsere Vermutung, hat sich mit Boston und jetzt Texas bemerkbar gemacht. Reagieren sie mal anders als an der Wallstreet. Nicht billig aufkaufen, zerschlagen und dann verscherbeln, nein. Bauen sie auf. Investieren sie. Vor allem in Bildung.

Fangen sie im White House an und gehen sie dann direkt rüber ins Pentagon, zur CIA, zum FBI und den Rest der Dienste. Dienste kommt von dienen. Nicht von verdienen.

Alles was sie brauchen haben sie reichlich. Asche. Fragen sie die Geldelite. Das Know how, dass sie in Lobby-Town D.C. nicht finden, bekommt sie einen Steinwurf entfernt in New York City. Oder treffen sie sich mit den Leuten vom MIT.

Sehen sie Boston & Texas als eine echte Chance auf Change.
Sie müssen ihre Taktik ändern, USA. Von Grund auf.

Lernen sie wieder was es heißt nicht nur hart zu sein, sondern vorn allem Fair. Stirb langsam geht nur im Kino so aus, dass die USA gewinnen. Wir sind nicht im KINO. Da nützt es nichts, dass Michelle Obama unlängst den Brieföffner für Hollywood machte.

http://www.youtube.com/watch?v=xLAkw_UPLxs

Die Zeit der Schnellkochtopf-Politik ist vorbei. Mahlzeit aus Berlin.

Quellen

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12503386/1266872/Hintergrund Das-US-Ministerium-fuer-Heimatschutz.html

http://imgur.com/a/sUrnA/noscript 

http://www.spiegel.de/panorama/texas-detonation-in-duengerfabrik-in-west-trifft-verunsichertes-land-a-895122.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/anschlaege-in-boston-polizei-sucht-angeblich-zwei-verdaechtige-12151908.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/briefe-an-obama-und-senator-giftpost-vom-elvis-imitator-a-895135.html

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12503374/1266872/Analyse-Ermittler-tappen-im-Dunkeln.html

http://bazonline.ch/wissen/technik/FBIAgenten-rekonstruieren-Tatort-Pixel-fuer-Pixel/story/16124011

http://www.sueddeutsche.de/panorama/festnahme-nach-giftbrief-an-obama-1.1651898

http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-wie-der-kapitalismus-das-land-zerstoert-a-865278.html

http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article13580580/Der-Niedergang-der-USA-ist-selbstverschuldet.html

http://www.nydailynews.com/news/national/okc-survivors-offer-hope-boston-victims-article-1.1319829

http://www.sueddeutsche.de/politik/pflanzengift-rizin-eine-biowaffe-fuer-amateure-1.1652113

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35153/1.html

http://www.marshallmcluhan.com/

http://www.amazon.de/Die-einzige-Weltmacht-Strategie-Vorherrschaft/dp/3596143586/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1366287381&sr=8-1&keywords=die+einzige+weltmacht

http://www.amazon.de/Selbstmord-amerikanischen-Demokratie-Chalmers-Johnson/dp/3442153247/ref=sr_1_sc_1?ie=UTF8&qid=1366289329&sr=8-1-spell&keywords=chalmbers+johnson

One Response to Das Medium ist die Message – von KenFM

  1. Es ist unglaublich mit anzuschauen, wie hier der Staatsapparat wütet. Die Sprengstoffanschlagstat verabscheue und verurteile ich strengstens. Täter gehören vor ein Gericht. Das was in Boston abläuft ist Selbstjustiz des Staates. Es werden ruckzuck zwei Menschen für Verantwortlich erklärt und gejagt. Wer hat die Verantwortung befunden? Der eine Verantwortliche wurde von der Polizei erschossen, hier kann er nicht mehr klären und sich verteidigen. Stimmt das mit der Verantwortung und wer befindet das ? Brauchen wir überhaupt noch zukünftig Gerichte? Selbst in der Nazizeit in Deutschland hat es solche Aktionen in der Verfolgung von Demokraten (was ja mögliche Attentäter nicht sind) meines Wissens nach nicht gegeben, dass ein ganze Stadt lahm gelegt wird. Am Tage des Gedenkens an das Warschauer Getto, wo die Menschen von der SS im ganzen Stadtteil ausgerottet, verbrannt wurden, muss man sich solcher Sachen erinnern. Das was in Boston vorgelebt wird ist die zukünftige Diktatur des Kapitals und ihrer Lakaien in den politischen Parteien und deren Staatsapparat. Es gilt eine solche Entwicklung zu verhindern. Bürgerauge sei wachsam ! Wir erfahren heute von der Mittäterschaft staatlicher Organe bei der mordenden NSU. Wir erfahren von der Mittäterschaft des BND in Luxemburg bei Sprengstoffanschlägen und Morden. http://www.jungewelt.de/2… Noch Fragen ? Nein jetzt muss man handeln, den Undemokraten nicht das Spielfeld überlassen.

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