Der nicht zufällige Tod Beresowskis

Eigene unautorisierte Übersetzung eines Artikels des russischen „Telegrafist“ vom 24. März 2013 des Bloggers Dmitri Beljajew: Original-Artikel vom 23. März 2013

[Anmerkung: Alle verlinkten Quellen sind auf Russisch.]

Wie zahlreiche Informationsquellen berichten, verließ Boris Beresowski heute unsere Welt. Noch gibt es keine ausführlichen Informationen zum Fakt seines Todes oder Mordes, aber es kann schon beurteilt werden, das sein Tod nicht zufällig war.

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Bis jetzt lautet die inoffizielle Version: Selbstmord. Gefunden im Bad, in London, ohne Spuren eines gewaltsamen Todes.

Bald werden die Paranoiker aus dem Lager seiner Anhänger beginnen, Versionen nach dem Thema „das blutige Regime hat es erreicht“ zu produzieren. Natürlich ist die bisherige Version komisch, zumindest von der Tatsache her, dass Beresowski schon lange keine reale Bedrohung für Russland mehr darstellte und nur noch ein Instrument in den Händen der britischen Geheimdienste MI 5 und MI 6 für die Arbeit mit der russischen Opposition war.

Doch die in ihn gesetzten britischen Hoffnungen wurden enttäuscht. Die Revolution blieb aus.

Über seine Kontakte zu den Geheimdiensten sprach Beresowski offen:

„Aber ich bin in den hoffnungsvollen Händen Scotland Yards und anderer Geheimdienst Englands, die mein Leben schützen“erzählte Beresowski örtlichen Journalisten im Sommer 2012.

Wie gehen die Geheimdienste Englands mit einem verbrauchten menschlichen Material um, zumal wenn er zu viel weiß?

Genau so ist es mit dem ehemaligen Komplizen Beresowskis, Alexander Litwinenko, dessen Sterbeurkunde bis heute ein Geheimnis hinter sieben Siegeln ist, jedoch gibt es inoffiziell die Version der Vergiftung mit Polonium-210.

Beweis 1

Beweis 2

Außerdem starb vor nicht allzulanger Zeit der Zeuge  in der Korruptions-Sache Brauder-Magnitskij unter mysteriösen Umstände in London .

Die britischen Geheimdienste waren immer berühmt für ihre raffinierten Gifte mit verzögerter Wirkung, die einen Menschen umbringen können ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen.

Außerdem „zündete“ vor kurzem die Witwe Litwinenkos „das Büro an“, indem sie erklärte, dass der Verstorbene 90 Tausend Pfund Sterling für die Zusammenarbeit mit dem MI 6 erhalten hatte.

Die hiesigen Kollegen Beresowskis würden vor Ort hundert Mal darüber nachdenken, ob es sich gegen die russisch-orthodoxe Kirche und den Russischen Staat lohnt, einen Pakt mit dem Teufel einzugehen.

Nebenbei bemerkt, haben wir bis jetzt auch nicht erfahren, worüber der so liebenswerte, gar friedliche Oligarch Nawalny im Herbst 2011 mit der politischen Elite Englands im „Klub der Außenpolitik“ und im Parlament jenes Landes sprach.

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Hier gibt es ein Interview zu diesem Thema mit einem Menschen, der Beresowski gut kannte:

http://cuamckuykot.ru/interview-with-nikita-chekulyn-about-berezovsky-and-navalny-1202.html

Überhaupt wurde in den vergangenen Jahren eine große Menge Material über Beresowski auf dem angegebenen Blog veröffentlicht:

http://cuamckuykot.ru/tags/boris-berezovskij

Was ganz klar ist – da ist kein Gewissen. Sonst hätte Beresowski schon vor vielen Jahren Selbstmord begangen. Das ist offensichtlich. Plötzlich konnte das bei einem solchen Menschen nicht erwachen.

Im Moment erwarten alle zusätzliche Informationen zu seinem Tod.

Aber sei es, wie es sei, mit dem Tod Beresowskis verging eine ganze Epoche – die neunziger Jahre. Dies ist ein Beispiel für alle Räuber und Verräter, die das Geraubte ins Ausland bringen, aber auch für diejenigen, die denken, dass sie durch die Zusammenarbeit mit dem britischen oder amerikanischen Geheimdienst ein Führer sein können.

Es gibt noch ein Detail, das zu denken gibt. Ob es wahr ist oder nicht, aber Beresowski hat schon ziemlich oft erklärt, das er russisch-orthodoxer Christ sei:

„Aber was veranlasste Sie, den russisch-orthodoxen Glauben anzunehmen und wann war das?

– Das war im April 1994, zwei Monate nach dem Angriff auf mich, der tragischerweise den Tod meines Fahrers forderte, aber ich blieb durch ein Wunder am Laben. Mir fällt es schwer, meine Taufe rational zu erklären, wenn ich auch denke, dass dies weitgehend ein Resultat des Einflusses der russischen Kultur ist. Ich kam dazu nach langen – nicht einem Jahr – Nachdenken und ich zähle mich zu den gläubigen Christen.“

http://www.sem40.ru/index.php?newsid=191267

Nun, aber kein russisch-orthodoxer Christ beendet sein Leben durch Selbstmord. Denn er weiß, dass seine Seele in einem solchen Fall niemals ruhen wird, sondern direkt in die Hölle kommt.

Schließlich, Beresowski, der so sehr die gesellschaftliche Aufmerksamkeit liebte und seine Briefe veröffentlichte,  hinterließ keinen Abschiedsbrief. Kein Wort. Das Geheimnis der letzten Tage seines Lebens nahm er mit ins Krematorium.

P.S. Wie Leser schreiben, schrieb Beresowski am Vorabend des Vergebenden Sonntags [Anm. von mir: ein russisch-orthodoxer Feiertag, am 7. Sonntag vor Ostern] einen Brief an Putin, in dem er um Verzeihung und die Rückkehr nach Russland bat. Darüber informierte der Presse-Sekretär des Präsidenten, Dmitirij Peskow.

Wie konnte Beresowski, der ziemlich viel über die Arbeit der britischen Geheimdienste wusste, annehmen, dass sie ihn einfach so gehen lassen würden.

P.P.S. Die Polizei Londons nannte Beresowskis Tod bereits „ungeklärt“.

Seinen leblosen Körper fand ein Wächter. Ich bin überzeugt, dass er innerhalb kurzer Zeit auch  „unter ziemlich seltsamen Umständen“ stirbt.

„Am Tatort arbeiten speziell geschulte Mitarbeiter, darunter Spezialisten der chemischen, biologischen, radiologischen und Giftwaffen, die vorsichtshalber eine Reihe von Untersuchungen durchführen“, heißt es in einer Pressemeldung der Leitung der Thamse Valley Police.

Es ist möglich, dass die britischen Geheimdienste über die von ihnen gesteuerten Massenmedien und Medien-Holdings beginnen, die Version über „die Hand des Kreml“ aufzurollen – um die Aufmerksamkeit abzulenken und um daraus die politische Dividende zu ziehen, wie das auch im Falle der Sache Litwinenko geschah.

Nachtrag am 25. März 2013:

Der in diesem Artikel angekündigte Hexentanz hat bereits begonnen:

Leibarzt: “Kreml wollte ihn zerstören”

Der “Mirror” zitiert einen solchen Freund. Sein Leibarzt und Freund Dr. Felschtinksi sagte, Beresowski habe um seine Sicherheit gefürchtet, weil der Kreml “zum Ziel hatte, ihn zu zerstören – als Beispiel für jeden Gegner von Wladimir Putin”.

Beim letzten Besuch habe sein Patient “keine Hinweise gegeben, suizidgefährdet zu sein. Er war ein Kämpfer, Selbstmord war nicht Teil seiner DNA”.

Quelle: t-online

Weiterer Nachtrag am 25. März 2013:

Ich fand soeben diese sehr aufschlussreichen Hintergrundinformation zum Herrn Beresowski:

Kopf der russischen Mafia, Boris Beresovsky, im englischen Exil tot aufgefunden

Weiterer Nachtrag am 26. März 2013:

Und weiter geht die Hexenjagd.

Also erst gab es keine Anzeichen äußerer Gewalt an Beresowskis Körper und jetzt hat er sich erhängt?

Und immer wieder der leise Verweis auf die Verantwortung Moskaus für den Tod Beresowskis.
Widerliche Schmierenkampagne gegen Russland auf dem Rücken dieses toten Schwerverbrechers, genau wie der russische Blogger in diesem Artikel vorausgesagt hat!

Oligarch Boris Beresowski hat sich erhängt

 

Nachtrag am 29. März 2013:

Schirinowski: Beresowski wurde getötet

„Ich schließe seinen freiwilligen Tod aus“, heißt es in seiner auf der Webseite der Partei veröffentlichten Erklärung des exzentrischen russischen Politikers. „Es gab keinen Selbstmord. Seine Bekannten in London bestätigen, dass er gerade nach Israel oder nach Afrika fliegen wollte. Aus meinem Gespräch mit ihm im Januar schließe ich, dass er nach Möglichkeiten für eine Rückkehr nach Russland suchte. Insofern gab es keinen Sinn, mit dem eigenen Leben auf diese Weise Schluss zu machen. Das dumme Gerede, er habe kein Geld mehr, stimmt gar nicht – er hatte einen Haufen Geld.“

„Ich denke, ein Mord liegt auf der Hand“, so Schirinowski. „Er wurde von Strukturen in Großbritannien begangen.“

„Mir hat er gesagt, er habe vor, alles zu unternehmen, um dem Ermittlungsverfahren (im Zusammenhang mit dem nach Großbritannien geflüchteten Ex-FSB-Offiziers  Litwinenko) ein Ende zu setzen, damit es keine Anschuldigungen gegen Russland gibt. (…) Sobald man im London begriffen hatte, dass er wirklich vorhat, nach Russland zurückzukehren, hat man dort Angst bekommen. Für die dort war es verlustbringend, dies zerstörte alle mit Beresowski verbundenen antirussischen Szenarien. (…) Er ist eine signifikante Figur. Wenn Beresowski nach Russland zurückgehen würde, könnten ihm auch andere folgen.”

Das entspricht ziemlich genau der Meinung des russischen Bloggers bereits am Tage des Todes von Beresowski.

16 Responses to Der nicht zufällige Tod Beresowskis

  1. Uhupardo says:

    „Bald werden die Paranoiker aus dem Lager seiner Anhänger beginnen, Versionen nach dem Thema „das blutige Regime hat es erreicht“ zu produzieren. “

    Haben Sie jetzt „Paranoiker benutzt, weil „Verschwörungstheoretiker“ schon anderweitig besetzt war?

    Während Sie sonst hinter allem und jedem Thema die fiese, böse, perfekt orchestrierte Absicht sehen und darauf hinweisen, dass sich das später, irgendwann, genau so herausstellen wird, ist sowohl bei Beresowski als auch bei Litwinenko vollkommen klar, dass es unmöglich so sein kann, weil „gegen Putin“ nicht einmal eine theoretisch denkbare Option für sie ist. Da kommen fiese, böse, perfekt orchestrierte Absichten nicht in Betracht, weil … sie nicht in Betracht kommen.

    Einen Vorteil hat das zumindest: Egal welches Thema – man kennt den Tenor schon vorher und bleibt vor jeder Überraschung gefeit.

    • Dieser, Ihr Kommentar, ist in diesem Zusammenhang vollkommen klar und konnte darum – vorausgesetzt, Sie würden kommentieren, so auch erwartet werden.

      DASS Sie in dieser Weise und ausgerechnet auf diesen Artikel kommentiert haben, zeigt mir deutlich Ihre Geisteshaltung.

      Es gibt Dinge, die Sie nicht sehen wollen, weil nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein soll.

      Dazu gehört für Sie: Aus Russland kann nichts Gutes kommen. Um nicht zuspitzend zu sagen: Russland ist der Hort des Bösen. Das bedient die zur Zeit laufende Propaganda, die Russenphobie verbreitet, den Informationskrieg gegen Russland unterstützt und der psychologischen Kriegsvorbereitung gegen Russland dient. Ich halte Sie nicht für so unwissend, dass Ihnen das nicht bewusst ist.

      Und es kann in diesem, Ihrem Verständnis natürlich nicht sein, dass die angloamerikanischen Spitzen der Macht – und das sind erst in allerletzter Instanz die so genannten „Politiker“ als die „Vollstrecker“ – feste dabei sind, (nicht nur) Russland zu zerstören.

      Unsere Welt ist ein Hort des Friedens und der Freundschaft und die USA-Administrationen führen seit 2001 ihren Krieg gegen den „islamischen Extremismus“ ganz allein und schadet damit dem eigenen Land, handelt also seit über zehn Jahren permanent und massiv gegen die eigenen Interessen, denn durch die dauernden Kriege wird die Wirtschaft und Infrastruktur der USA völlig zerstört. Auch das eine Verschwörungstheorie?

      Und Großbritannien ist aus lauter Eigensinnigkeit dem Euro nicht beigetreten? Das ist einem „Politikerhirn“ entsprungen? Das glauben Sie doch wohl selbst nicht!

      Dass die russischen Oligarchen, sobald ihnen ein Prozess wegen Bestechung und Unterschlagung (= Raub am Eigentum Russlands in ganz großem Stil) in Russland droht fast ausnahmslos nach London gehen, wie auch Solschenizyn ausgerechnet nach London ging, ist sicherlich ein Zufall, wie der, dass die gesamte „Opposition“ in Russland in irgend einer Weise mit Großbritannien und den USA verknüpft ist, dort „Lehrjahre“ genossen hat, bevor sie „wieder nach Russland zurück kehrten“. Dass der im Westen so hoch gelobte Oligarch Nawalny ausgerechnet in London seine Anweisungen bekommt, wie in diesem Artikel dargestellt, das alles ist selbstverständlich in den Bereich der Verschwörungstheorie anzusiedeln!
      Es ist ganz sicherlich auch Verschwörungstheorie, dass die Oppositionsführer Russlands sich ausgerechnet in der amerikanischen Botschaft versammelten, um sich dort ihre Befehle und Bezahlung abzuholen.

      Und es DARF natürlich nicht sein, dass Gorbatschow, der heute in Zürich lebt und seinen 80. Geburtstag ausgerechnet in London feierte, gegen den viele Menschen in Russland ein Verfahren wegen Hochverrats anstreben wollen, ein von den Angloamerikanern gekauftes Subjekt war, der in deren Auftrag die Sowjetunion und damit alle sozialistischen Länder nach jahrzehntelanger Wühltätigkeit endgültig zerstörte und sie zur Ausplünderung übergab. Und es ist natürlich Verschwörungstheorie, dass Frau Albright Herrn Gorbatschow an Herrn Reagan mit der Bemerkung „mit dem kann man Geschäfte machen“ weiterreichte.

      Das MÜSSEN für Sie selbstverständlich ALLES Verschwörungstheorien sein, denn so ist es möglich, den Kommentator so wundervoll mundtot zu machen und ihn auch gern gleich in die Ecke „geistig nicht zurechnungsfähig“ zu stellen.

      Auch hier noch einmal das Video zur Frage was ist eine Verschwörungstheorie?

      Und dann auch hier noch einmal das Interview, in dem über die Leute gesprochen wird, die ich gern „global agierende Mafia-Bande“ nenne. Ich empfehle Ihnen die zwei Stunden allerwärmstens zur Aufklärung:

      P.S. Das Wort Paranoiker habe nicht ich benutzt, sondern der Autor des Artikels, den ich übersetzt habe. Und ein Paranoiker ist im Russischen ein Paranoiker wie er im Deutschen ein Paranoiker ist.

  2. Solveigh, haben Sie keine Angst, als völlig unglaubwürdig mit Ihrem geschlossenen Weltbild aus dem Kalten Krieg da zu stehen, wenn Sie hier und in anderen Blogs einerseits JEDEN – vom zyprischen Gesundheitsminister, über den deutschen Verein zur Gleichstellung der Homo-Ehe, bis zum amerikanischen Autobauer als hinterlistige Strippenzieher in einer alles umfassenden, dunklen, menschenfeindlichen Verschwörung einordnen, aber andererseits ausgerechnet den Ober-Ex-KGB-„Ich-bin-hier-das-Alphamännchen-im-Staat“- und-„dulde-keine-politischen-Gegner“ – Wladimir Putin von jedem Verdacht pauschal und grundsätzlich freisprechen?? Ist das nicht ein kleines bisschen inkonsequent, bei dem was Sie uns sonst immer erklären?

    Aber natürlich ist das Putin Bild im Westen von feindlicher Propaganda bestimmt, nehme ich an.

    Was Sie Tag für Tag bieten ist Ideologie in Reinform: die Bösen da, und die Guten hier und alles was nicht ins Weltbild passt, wird passend gemacht. Da können Sie noch so viele Fakten auffahren, die was auch immer belegen sollen. Es gibt bei Ihnen immer nur die, die auf der richtigen Seite stehen, und die anderen auf der falschen. Pauschal, ohne Ausnahme. Mit der Denkschablone hatten auch die Nazis Erfolg.

    • 1. Ist IHR Weltbild offen? Nein, ist es nicht. Es ist völlig geschlossen, das Sie nicht einmal versuchen, auf meine Argumentation einzugehen und sie anhand von Fakten zu widerlegen, sondern Sie everurteilen und diffamieren mich einfach nur. Das ist Propaganda-Handwerkszeug der untersten Stufe. Sie tun also genau das, was Sie mir vorwerfen: Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit dreien immer auf sich selbst.
      2. Ich kann nichts dafür, dass sich die aggressiven imperialen Kräfte (um das Wort faschistoid zu vermeiden) im Westen befinden. Die USA und seine EU/NATO-Vasallen nennen sich ja selbst „demokratischer Westen“, nicht wahr?
      3. Sie verallgemeinern mit Ihrem Kommentar, indem Sie mir etwas unterstellen, was ich weder sage noch schreibe.
      4. Es liegt nicht in meiner Macht, die Konstellationen, die durch den Kalten Krieg entstanden sind und die von den USA und ihren Vasallen fortgeführt und ausgebaut werden, zu verändern. Ich kann sie lediglich offen legen. Das tue ich. Ich empfehle Ihnen das Dokument NSC 20-1 aus dem August 1948 zur Lektüre und Verständnis. Sie werden es im Internet finden.
      5. Bevor Sie Putin dermaßen diffamieren lernen Sie seine Politik kennen – und zwar durch ihn selbst und nicht durch die Propaganda des Westens.
      6. Wie Sie lesen, liegen Sie völlig richtig. Und Ihre Frage ist kein Argument, das belegt, dass ihre Einschätzung Putins stimmt.
      7. Ihr letzter Satz disqualifiziert Sie endgültig.

  3. Uhupardo says:

    „Dazu gehört für Sie: Aus Russland kann nichts Gutes kommen. Um nicht zuspitzend zu sagen: Russland ist der Hort des Bösen.“

    Nein, Solveigh, so ist es absolut nicht. Ich _kann_ mir vostellen, dass die Amis, wie GB, wie Rajoy, wie Merkel Dreck am Stecken haben. Das Einzige, was uns deutlich unterscheidet und was den entscheidenden Unterschied ausmacht ist dies: Ich kann mir das auch jederzeit in Russland vorstellen und spreche, ganz im Gegensatz zu Ihnen, niemanden pauschal frei.

    Oder in einem Satz: Tunnelblick kann ich mir nicht erlauben.

    • Nun, dann haben sie mich und meine Argumentation gründlich missverstanden.

      Eigentlich hätte Sie der Inhalt dieses Artikels hier darüber aufklären können, dass ich gerade nicht alles, was aus Russland kommt „bis aufs Messer verteidige“.

      Ich bin mir der Entwicklungen und der vielen unterschiedlichen politischen Strömungen in Russland sehr wohl bewusst.
      Ich unterscheide jedoch zwischen den Neo-Liberalen Räubern und Verrätern á la Beresowski (die aus der DDR zum Beispiel Thierse, Merkel, de Maiziére und Gauck heißen), und anderen Kräften in Russland, die den Erhalt, Schutz und Wiederaufbau ihrer Heimat erstreben – und genau dabei ständigem Störfeuer aus dem Westen (den herrschenden Machteliten mittels der ihnen gehörenden Massenmedien) ausgesetzt sind. Diese Hetze gibt es auch innerhalb Russlands – es sind die selben Kräfte die hüben wie drüben wirken und die entsprechenden Medien haben hüben wie drüben die selben Eigentümer.

      Ich erkenne Russlands friedensstiftende Außenpolitik an – und unterstütze das, und zwar ohne Nachsätze wie: Die haben einfach nur eigene ökonomische Interessen da, denn ich sehe, dass es im Nahen Osten schlicht um Russlands Existenz geht. Ein Blick auf die Weltkarte und das Wissen, dass Syrien lediglich das Sprungbrett ist, um den Iran angreifen zu können, mag Sie überzeugen. Und zu diesem Szenario, dass vom Westen (in Gestalt der USA, die dieses Mal ihre NATO-Vasallen vorgeschickt haben) inszeniert wurde und wird, gehört auch die Zypernkrise, wie ich in meinem Kommentar versuchte zu verdeutlichen.

      In der Zwischenzeit habe ich auch zu Zypern zusätzliche Informationen:

      „Aber jeder Rechtsbruch ist für Mario Draghi & die Euro-Retter weniger schlimm als das Zerbrechen des #Euro. Fliegt das Euro-System auseinander, bleiben alle Gläubiger auf ihren Target 2-Forderungen sitzen. Im Falle Deutschlands sind das astronomische Summen. Aus dieser Perspektive ist der organisierte Bank-Raub in Zypern das kleinere Übel. Draghi & die Euro-Retter kämpfen auf Zypern nicht für das kleine Land. Sie kämpfen um das eigene, nackte Überleben.“

      Ein Angriff auf Russland jedoch bedeutet Weltkrieg, den wohl niemand von uns wollen kann. Dieser Weltkrieg, der von den westlichen Staaten, die ihre inneren Probleme nicht mehr lösen können, in Gestalt der USA und EU dringender gebraucht wird als von Russland, kann auch durch einen offenen Angriff auf Syrien gestartet werden. Dagegen gehe ich mit den mir möglichen Mitteln an.

      Genau so und genau darum wende ich mich energisch gegen jede Art von Verteufelung „der Russen“.

      Nachtrag zu diesem Artikel hier: In der Zwischenzeit hat die britische Polizei vermeldet, dass es keine Strahlungsspuren im Haus Beresowskis gibt.

  4. Der von diesem Blogger erwartete Hexentanz geht schon los:

    Leibarzt: „Kreml wollte ihn zerstören“

    Der „Mirror“ zitiert einen solchen Freund. Sein Leibarzt und Freund Dr. Felschtinksi sagte, Beresowski habe um seine Sicherheit gefürchtet, weil der Kreml „zum Ziel hatte, ihn zu zerstören – als Beispiel für jeden Gegner von Wladimir Putin“.

    Beim letzten Besuch habe sein Patient „keine Hinweise gegeben, suizidgefährdet zu sein. Er war ein Kämpfer, Selbstmord war nicht Teil seiner DNA“.

    Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_62708736/boris-beresowski-todesfall-sorgt-fuer-spekulationen.html

    Und weil er das befürchtete schrieb er vor kurzem einen Brief an Putin mit der Bitte um Vergebung und um die Genehmigung zur Rückkehr nach Russland?

  5. Ein weiterer Nachtrag zum Tode Beresowskis, der genau dem Drehbuch folgt, das der russische Blogger vorausgesehen hat.

  6. fischi says:

    Ich habe heute gelesen das dieser Verbrecher sich erhängt hat und kein Fremdeinfluß vorliegt.
    Und wenns anders war, schade ist es um den bestimmt nicht.

    Putin wird immer alles mögliche nachgesagt, aber da ist vieles auch Propaganda.
    Jedenfalls habe ich noch nicht gehört das er Befehl gegeben hat mit Drohnen irgendwelche Menschen zu ermorden.

    Obwohl das keiner ausspricht und es auch etwas auf anderer Basis stattfindet ist der kalte Krieg schon lange wieder eröffnet.

    Eins ist aber auch Fakt, die Mongolischen Reiter waren die letzten die über Rußland gesiegt haben

    • Ja, das habe ich in meinem bisher letzten Nachtrag auch veröffentlicht, fischi.
      Wobei ja eigenartig ist, dass der Tote erst keine „äußeren Merkmale von Gewaltanwendung“ aufweist (Erhängen IST eine Gewaltanwendung, auch wenn sie von eigener Hand erfolgt, und Erhängen hinterläßt sehr deutliche Merkmale von Gewaltanwendung) und jetzt hat er sich plötzlich aufgehangen? Außerdem ist er auf dem Boden seines Bades liegend gefunden worden. Wo ist der Strick? Wo war der befestigt? Ein Schal in der Nähe auf dem Boden? Wie kann er sich erhängen, wenn der Strick (= Schal) auf der Erde liegt?
      Wer soll diese Märchen glauben?

      Eins ist aber auch Fakt, die Mongolischen Reiter waren die letzten die über Rußland gesiegt haben

      Und so wird es auch bleiben!

  7. fischi says:

    Und so wird es auch bleiben!

    So sehe ich das auch.
    Aber dieser Verbrecher ist mir total egal.
    Wenn er sich mit solchen Kräften einlassen mußte, sein Problem.
    Ich glaube wie haben doch andere Probleme.

    • Stimmt, fischi.

      Es ist jedoch falsch, alles einzeln zu betrachten (auch das ein Ergebnis des Informationskrieges gegen unsere Köpfe), denn es steht alles miteinander im Zusammenhang:

      An dem Beispiel „Beresowski“ lässt sich sehr gut darstellen, wie und mit welchen Mitteln der ökonomischen und Informations-Kriegsführung
      a) die Sowjetunion und damit
      b) das sozialistische Lager von innen her aufgeweicht und zerstört wurde, dass
      c) dieser Krieg noch immer nicht beendet ist,
      d) auf welche Weise die Propaganda- und Manipulationsmaschine gegen Russland funktioniert, wie sie organisiert ist, wie Gerüchte gestreut und Vorbehalte gegen ein anderes Land und dessen rechtmäßig gewählten Präsidenten in die Köpfe gepflanzt werden.

      Und damit bezieht sich der Umgang mit dem „Fall Beresowski“ schon wieder nicht nur auf Russland.

  8. Neuer Nachtrag zum Tode Beresowskis:

    Schirinowski: Beresowski wurde getötet

    „Ich schließe seinen freiwilligen Tod aus“, heißt es in seiner auf der Webseite der Partei veröffentlichten Erklärung des exzentrischen russischen Politikers. „Es gab keinen Selbstmord. Seine Bekannten in London bestätigen, dass er gerade nach Israel oder nach Afrika fliegen wollte. Aus meinem Gespräch mit ihm im Januar schließe ich, dass er nach Möglichkeiten für eine Rückkehr nach Russland suchte. Insofern gab es keinen Sinn, mit dem eigenen Leben auf diese Weise Schluss zu machen. Das dumme Gerede, er habe kein Geld mehr, stimmt gar nicht – er hatte einen Haufen Geld.“

    „Ich denke, ein Mord liegt auf der Hand“, so Schirinowski. „Er wurde von Strukturen in Großbritannien begangen.“

    „Mir hat er gesagt, er habe vor, alles zu unternehmen, um dem Ermittlungsverfahren (im Zusammenhang mit dem nach Großbritannien geflüchteten Ex-FSB-Offiziers Litwinenko) ein Ende zu setzen, damit es keine Anschuldigungen gegen Russland gibt. (…) Sobald man im London begriffen hatte, dass er wirklich vorhat, nach Russland zurückzukehren, hat man dort Angst bekommen. Für die dort war es verlustbringend, dies zerstörte alle mit Beresowski verbundenen antirussischen Szenarien. (…) Er ist eine signifikante Figur. Wenn Beresowski nach Russland zurückgehen würde, könnten ihm auch andere folgen.”

    Das entspricht in etwa der Meinung des russischen Bloggers bereits am Tage des Todes von Beresowski.

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