Neue Erkenntnisse zum Massaker von Kandahar

Die westlichen Medien verbreiten seit einigen Stunden neue Erkenntnisse über “ihren Einzeltäter”. So soll “der Amokläufer von Kandahar” den Namen Robert Bales tragen und ein “sanftmütiger Familienvater” sein. Bales soll ich kurz nach 9/11 freiwillig für die Armee gemeldet haben und war vor seinem Afghanistan-Einsatz schon drei Mal im Irak stationiert. Dort soll er schreckliche Sachen erlebt und Verletzungen davon getragen haben. Die US-Armee meint außerdem, dass der werte Herr Bales Ehe- und Alhokolprobleme hätte und einen Tag vor “seinem Amoklauf” erlebt habe, wie ein Kamerad sein Bein verlor. Dies soll ihn schließlich dazu geführt haben, in einem Dorf in Kandahar sechzehn Menschen umzubringen. Während der Tat stand der Soldat anscheinend unter Alkoholeinfluss. Abgesehen davon wurde Bales in der Vergangenheit schon mehr als zwölfmal für seine Tapferkeit und für sein gutes Verhalten von der Army ausgezeichnet.Familie und Freunde des Soldaten sind bestürzt. Sie beschreiben ihn als guten Menschen und Familienvater.

Die USA will aber nicht an ihrer offiziellen Version zweifeln. Warum sie überhaupt derart labile Menschen mit Alkoholproblemen in den Krieg schicken, ist eine andere Frage. Bales’ Anwalt, der seinen Mandanten noch nie getroffen hat, ist der Meinung, dass “der Krieg den Soldaten zu dem gemacht hat, was er nun ist”. Außerdem gibt er die Schuld für die Tat nicht seinen Mandanten, sondern meint, dass die US-Regierung, die diesen Krieg angezettelt hat, dafür verantwortlich zu machen ist. Bales soll nur als einzelner Sündenbock herhalten.

Nichtsdestotrotz steht die Version der USA weiterhin im krassen Gegensatz zu den Zeugenberichten aus Kandahar. Dort hieß es, wie schon hier mehrfach erwähnt wurde, dass die Tat keinesfalls von einem einzelnen Soldaten begangen wurde.
Zeugen, unter denen sich auch Kinder und Jugendliche befinden, sagten unter anderem aus, dass ihre Eltern und Geschwister von mehreren Soldaten aufgeweckt wurden und dann durch einen Kopfschuss getötet wurden. Des Weiteren standen die Soldaten wahrscheinlich unter Alkoholeinfluss.
Die afghanische Untersuchungsteam in Kandahar hat mittlerweile festgestellt, dass mindestens zwei weibliche Opfer vor ihrer Ermordung sexuell missbraucht wurden.
Die Amerikaner zeigen sich den Medien gegenüber zwar kooperativ und wecken den Anschein, den Fall so schnell wie möglich lösen zu wollen, trotzdem zeigt die Realität etwas anderes. So beschwerte sich das afghanische Untersuchungsteam sowie Präsident Hamed Karzai über die schlechte Zusammenarbeit der Amerikaner.
Shakeba Hashemi, Mitglied des Untersuchungsausschusses in Kandahar, ist der Meinung, dass 15 bis 20 US-Soldaten an dem Massaker beteiligt waren. Sogar Hubschrauber wurden über das Gebiet gesichtet. Diese Erkenntnisse gehen aus Zeugenberichten hervor.

Das afghanische Volk besteht weiterhin auf ein Gerichtsverfahren in Afghanistan. Robert Bates, der wahrscheinlich wirklich nur als Sündenbock propagiert wird, befindet sich mittlerweile in den USA. Angeblich sogar in einem Hochsicherheitstrakt. Wann es zum besagten Prozess kommt, steht noch in den Sternen.

Im Großen und Ganzen stinkt die Geschichte zum Himmel. Die Beweislage ist mittlerweile eindeutig genug und lässt die Einzeltäter-Theorie fallen. Trotzdem wollen die westlichen Medien nichts davon wissen. Sogar der russische Nachrichtensender RT berichtete von mehreren US-Soldaten, die an dem Massaker beteiligt gewesen sein sollen.
Der zuständige US-General betrachtet den Amoklauf als Einzelfall und meint, dass er nicht den “Werten und Standards der US-Armee entspreche”.

Zynischer geht es wirklich nicht mehr.

Das Original: Neue Erkenntnisse zum Massaker von Kandahar.

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4 Responses to Neue Erkenntnisse zum Massaker von Kandahar

  1. uhupardo says:

    Ich musste regelrecht lachen gerade bei dem Satz: „Warum sie überhaupt derart labile Menschen mit Alkoholproblemen in den Krieg schicken, ist eine andere Frage. “

    Jeder, der beim Militär war oder ist, wird zustimmen: Wenn labile Menschen mit Alkoholproblemen nicht mehr zugelassen würden, wäre es die sofortige Selbstauflösung der Armeen und die Fronten wären leer.

    Vielleicht ist das die Lösung? 😉

  2. fischi says:

    uhupardo genau so ist es, selbst ein absolutes Alkoholverbot bringt überhaupt nichts.
    Wenn aber Kriegseinsätze aus treusorgenden Familienvätern Mörder machen warum schafft man sie da nicht einfach ab.
    Warum die Morde stattgefunden haben wissen wohl blos die Ausführenden und die Befehlshaber, im Netz stehen da verschieden Theorien

  3. emranferoz says:

    Danke für’s Verbreiten!

    MFG

  4. fischi says:

    Ich kann mir nicht vorstellen das ein GI nachts 1,5Km durch Afghanistan wandert, dann 16 unschuldige Menschen erschießt, was keiner höhrt, und die 1,5Km wieder zurückläuft.
    Die halten uns doch alle für total blöd.
    Diese Version ist mir sehr viel glaubwürdiger, allerdings ist im Netz da auch nicht viel zu finden.

    http://augengeradeaus.net/2012/03/das-massaker-von-kandahar-doch-kein-einzeltater/

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