Wladimir Putin über Reaktionen der USA auf seinen Brief an die Führer der EU: Es ist nicht gut, fremde Briefe zu lesen.

Eigene unautorisierte Übersetzung des Artikels von Russia Today Russisch vom 11. April 2014, 17:02 Uhr Moskauer Zeit

Anmerkung: Die im Artikel befindlichen Videos habe ich unübersetzt gelassen und veröffentliche sie auch nicht hier. Der Artikel gibt den Inhalt der Videos vollständig wieder.

Auf der Sitzung des Sicherheitsrates nannte der Präsident der Russischen Föderation Putin die Reaktion des Weißen Hauses auf seine Briefe an die europäischen Führer über die Ukraine merkwürdig. Er setzte auch hinzu, dass „es nicht gut ist, fremde Briefe zu lesen“.
11. April 2014, 17:02 Uhr

Wladimir Putin gab einen beantwortenden Kommentar auf die Reaktion der USA auf seine Briefe an die europäischen Führer.

„Fremde Briefe zu lesen, ist nicht gut“, zitiert RIA Novosti die Worte des Präsidenten der Russischen Föderation. „Wir alle sind bereits daran gewöhnt, dass unsere amerikanischen Freunde alles belauschen, aber jemanden zu belauern – das ist überhaupt nicht schön“, setzte er hinzu.

Nach den Worten des Präsidenten der Russischen Föderation wurden die Briefe ursprünglich nicht an die USA, sondern an „die Gaskunden in Europa“ geschrieben, darum wurde in Russland keine Antwort aus den USA erwartet.

Gaspreise für die Ukraine
Vorher hatte das Oberhaupt des Außenministeriums der Russischen Föderation die Antwort Washingtons auf die Briefe Putins bekannt gegeben. „Der offizielle Vertreter des State Department teilte mit, dass Russland die Gasgeschäfte mit der Ukraine nicht politisieren dürfe, sondern sich an die Preisbildung des Marktes halten muss“, erzählte Lawrow und fügte hinzu, dass die USA der Meinung seien, Russland würde eine Gaserpressung machen.

Als Antwort darauf erklärte der Präsident der RF, dass „die Formel für den Preis in offiziellen Verträgen zwischen der russischen „Gasprom“ und „Naftogas“ noch aus dem Jahr 2009 stammen“, darum sind sie in keiner Weise politisiert.

Wonach er hinzufügte, dass in den Beziehungen der Ukraine zu Russland die Lieferung des Gases nicht unterbrochen wird, es aber notwendig ist, zu Vorauszahlungen überzugehen. „Nach dem Vertrag haben wir so ein Recht, ich bitte die Regierung der RF und „Gasprom“ unsere Partner in Europa mit diesen Vorschriften des Vertrages bekannt zu machen“, verkündete Wladimir Putin seine Bitte.

Er verwies auch auf die Tatsache, dass das Unternehmen „Gasprom“ eine Aktiengesellschaft sei, die Verantwortung gegenüber ihren Investoren trägt und „nicht die gesamte Last zur Subventionierung der ukrainischen Wirtschaft tragen kann“.

Der Ukraine helfen
Indem er sich an Europa wandte, bemerkte Wladimir Putin auch, dass es notwendig sei, der Ukraine reale Hilfe zu leisten, aber nicht Kekse an die Protestierenden auf dem Maidan zu verteilen. Russland hat dieses osteuropäische Land bis jetzt einseitig unterstützt. „Gerade darum wandten wir uns an unsere europäischen Partner und Freunde, um so schnell wie möglich ein Treffen durchzuführen und Wege der Hilfe und Unterstützung für die ukrainische Wirtschaft zu ermitteln.“

„Mit Keksen auf dem Maidan kommst Du nicht weit, das ist nicht genug, um die ukrainische Wirtschaft vor dem vollkommenen Chaos zu bewahren“ erinnerte er an den Besuch der Vertreterin des Staatssekretärs der USA für Europa und Eurasien Victoria Nuland zusammen mit dem Botschafter der USA in der Ukraine. Während dieses Besuches brachten sie den Teilnehmern auf dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum Kiews die Kekse.

Wladimir Putin wies auch darauf hin, dass ungeachtet der Erklärung des Weißen Hauses über die Anweisung von 1 Mrd. US$ an die Ukraine, es im Grunde „keine Hilfe“ gibt, denn die Summe wird „nicht als Kredit, sondern als Garantie“ gegeben, aber die USA haben einfach keine Banken, die bereit sind, solche Garantien zu finanzieren.
So ist er über die Reaktion der amerikanischen Regierung auf den russischen Vorschlag zur Hilfe erstaunt. „Das erzeugt bei uns berechtigte Unruhe“, setzte der Präsident hinzu.

Gasverbindlichkeiten gegenüber Europa
Wladimir Putin erklärte auch, dass Russland die Erfüllung seiner Gasverpflichtungen gegenüber Europa garantiert.

„Russland handelt sehr akkurat, sehr ausgewogen und mit Respekt unseren Partnern gegenüber. Wir garantieren absolut die Erfüllung unserer Verbindlichkeiten in vollem Umfang gegenüber unseren europäischen Kunden. Die Frage liegt nicht bei uns, sondern bei der Sicherung des Transits durch die Ukraine“, unterstrich das Oberhaupt des russischen Staates.

Original bei RT Russisch

Aufruf der 100

100 ukrainische Persönlichkeiten sprechen sich gegen antirussische Propaganda und Kriegshetze, für ein Referendum über die Föderalisierung der Ukraine aus:

Übersetzung von Igor Syr:

Liebe Landsleute, Mitbürger, das Fehlen einer handlungsfähigen Macht im Land, die über einen Vertrauenskredit der Bürger verfügt, brachte es zu Erscheinungen der Anarchie und des offenen Banditentums. Wir sind überzeugt, dass die Taktik des Totschweigens solch ernsthafter Probleme die Gesellschaft zu einer Katastrophe und einen Staat zu seinem Zerfall führt.

Die Nationalisten verfälschen die Geschichte, reißen Denkmale nieder, heroisieren die Verräter, schreiben Geschichtsbücher um, erniedrigen die Veteranen, radieren das Gedenken des Volkes über den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg aus, sie schlagen ungestraft Menschen auf den Straßen.

In den Massenmedien entstand Zensur gegen den Patriotismus. Verlage werden geschlossen, TV-Kanäle stellen ihre Sendungen ein. Nur wegen eines Verdachts zum Separatismus kann heute jeder festgenommen werden. Die Mitarbeiter der Massenmedien sind der physischen Gewalt und Kündigungen ausgesetzt.

Die Vertreter verschiedener Konfessionen fühlen sich nicht frei in dem Land, wo Gotteshäuser überfallen und Gläubige bedrängt werden. Wo Priester zu Raubüberfällen und Abrechnungen aufrufen.

Aus den Sälen der Werchowna Rada und dem Fernsehen hört man Aufrufe zur Deportation und Vertreibung ganzer Völker, es klingen fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen. Das schürt Hass zwischen den Menschen, erschafft eine Atmosphäre der Spannung und der Angst auf den Straßen der Städte.

Eine Welle des Nationalismus und Antisemitismus ist gekommen. Wir wollen, dass das historische Gedächtnis es der Menschheit nicht zulässt, zu vergessen was ein Holocaust ist, der Millionen und Millionen von Leben gekostet hat. Der Faschismus in der Ukraine wird nicht durchkommen.

Wir wollen in der Muttersprache sprechen, schauen, hören und lesen, Bildung ohne das Diktat der Nationalisten erhalten. Wir sind gegen die antirussische Propaganda, gegen Versuche die bellizistische Hysterie aufzuzwingen und gegen den Aufbau eines Feindbildes gegen das Brudervolk.

Um der kommenden Tragödie in einem der größten Länder Europas zu entgehen, schlagen wir die einzige zivilisierte Lösung vor: unverzüglich die Durchführung eines Referendums zu organisieren! Auf Basis des § 5 der ukrainischen Verfassung. Und durch die direkte Willenserklärung des Volkes den Staat reformieren. Die Bewohner der Regionen haben das Recht, selbst zu entscheiden wie sie leben sollen.

Auch wenden wir uns an unsere Nachbarn und an alle Staaten, die nicht nur vom Hören/Sagen wissen was Nazismus ist. Die Ukraine ist heute in Schwierigkeiten. Und von diesen Schwierigkeiten können wir alle betroffen werden…”

Russia Today auf Deutsch – online Petition

Wjatscheslaw Seewald beschäftigt sich schon seit langem mit der Propaganda der deutschen Medien und hat sich gefragt, was wir dem hier in Deutschland entgegensetzen können.

Sicherlich, es gibt viele Blogger und Einzelpersonen, die die Lügen, Halbwahrheiten und Verdrehungen der Wahrheit in den deutschen Massenmedien aufdecken und Aufklärungsarbeit leisten.

Das allein reicht jedoch nicht. Wir brauchen massenwirksame Unterstützung – und die kann RT (Russia Today) leisten! RT berichtet objektiv über die Ereignisse in der Welt, ist bereits etabliert und viel mehr Menschen als bisher möchten sich über RT informieren. Aber nicht alle Menschen sind der englischen und/oder russischen Sprache mächtig, so dass zu vielen Menschen diese Informationsquelle versagt bleibt. Aus diesen Überlegungen heraus wurde die Idee geboren, eine Initiative zu starten, die darauf abzielt, deutlich zu machen, dass RT auf Deutsch notwendig ist und von den Menschen gewollt ist!

Und hier kommt die online Petition Wjatscheslaw Seewalds ins Spiel. Wenn es genug Menschen gibt, die das unterschreiben und begrüßen, wird in Russland erkannt, dass wir – die deutschsprachigen Menschen – RT auf Deutsch wollen!

Denn:

Hier der vollständige Text der Petition:

Russia Today auf Deutsch Petition

Sehr geehrter Wladimir Wladimirowitsch Putin, Staatsoberhaupt der Russischen Föderation.

Sehr geehrter Dmitri Konstantinowitsch Kisseljow, Generaldirektor der Nachrichtenagentur Rossija Segodnja.

Sehr geehrte Margarita Simonowna Simonjan, Chefredakteurin von Russia Today.

Wir, Vertreter der deutschsprachigen Bevölkerung der Midgard Erde, die insgesamt ca.100 Millionen Menschen umfasst, richten uns mit dem Apell und der Bitte an Sie und an die gesamte russischsprechende Bevölkerung, den erfolgreichen Nachrichtensender Russia Today auch in deutscher Sprache einzurichten, weil wir hier im Westen dringend eine alternative Berichterstattung brauchen.

Bisher wurden wir schon seit Jahrzehnten von den großen staatlichen und privaten Sendern im deutschsprachigen Raum unzureichend und einseitig ideologisch geprägt informiert.

Jeder Haushalt im deutschsprachigen Raum wurde bis heute ungefragt dazu gezwungen, die Propaganda der staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten durch eine Zwangsabgabe zu finanzieren. Diese Zwangsabgabe brachte den staatlichen Massenmedien allein in Deutschland im letzten Jahr ca. 8 Mrd. Euro ein.

Entsprechend effektiv war bisher die gleichgeschaltete Medienlandschaft in der BRD und anderen Staaten, deren Hauptaufgabe vordergründig nicht daran bestanden hatte objektive Berichterstattung zu machen, sondern Desinformation der Bevölkerung durch Verdrehung der Tatsachen und direkte Lügen zu betreiben.

Lieber Wladimir Wladimirowitsch Putin, Herr Kisseljow und liebe Frau Simonjan, wie Sie erkennen können, wurden die Massenmedien in Deutschland wie im gesamten Einflussbereich der USA und EU, als Informationswaffe zur Hetze gegen Russland und andere Staaten und Völker verwendet, die sich dem faschistischen Regime der NWO in den Weg stellen oder sich geweigert hatten, sich ihnen zu unterwerfen.

Darum wenden wir uns mit dieser dringlichen Anfrage an Sie. Wir bitten Sie um Hilfe und Unterstützung, ob Sie alles Mögliche in Gang setzten könnten, damit Russia Today seine Informationen auch in deutscher Sprache verfassen und veröffentlichen könnte?

Die Berichterstattung von Russia Today auf Deutsch ist darum so wichtig, weil viele der deutschsprachigen Menschen nicht ausreichend gut Englisch oder Russisch sprechen und verstehen, um sich alternativ informieren zu können.

Denn was Ria Novosti und Stimme Russlands mit Text und vereinzelten Videobeiträgen in Deutsch bisher gebracht hatten, war stellenweise hilfreich, jedoch unzureichend.

Helfen Sie uns bitte im Kampf für die Wahrheit und den Aufbau einer gerechten Lebensordnung auf der Erde, wo wir, die Völker der Erde, zunehmend mehr in Liebe und Harmonie miteinander leben.

Sie würden uns den deutschsprechenden und -verstehenden Menschen die Propaganda, die bisher aus Halbwahrheiten, Verdrehungen und Lügen bestanden hatte und so zu einer vollkommenen Informationsblockade führte, zu entlarven und zu beenden und den Menschen eine alternative und objektive Informationsquelle anzubieten.

Seien Sie auch im deutschsprachigen Raum das Vorbild in Sachen ehrlicher und objektiver Berichterstattung, nach dem Sie das schon für das englischsprachige Auditorium und Leser geworden sind.

Wir wissen, dass dies Geld und eine Aufwendung weiterer Ressourcen von Ihnen verlangt, aber wenn Sie das nicht machen, wissen wir nicht, wer uns in diesem Informationskrieg durch eine derart ehrliche Berichterstattung massenwirksam helfen könnte.

Wir brauchen unbedingt, daß Russia Today in deutscher Sprache gesendet und empfangbar wird, um die zunehmend brutalen und offenen Lügen der Medien und der Staats-und Regierungschefs zusammen aufdecken zu können.

Mit herzlichen Grüßen
Vertreter der deutschsprechenden Bevölkerung dieser Erde.

Begründung

Ein Beispiel war die Propaganda Berichterstattung der westlichen Medien über den georgischen Angriffskrieg auf Südossetien, in dem ein georgischer Angriff auf Zchinwali aus dem Jahr 2008 gezeigt wurde, aber vom Nachrichtensprecher als russischer Angriff auf Gori propagandiert wurde.

Ein anderes Beispiel waren Fernsehbilder aus Syrien. Bereits seit Beginn des grausamen Aggressionskrieges gegen Syrien, wurden die von den westlichen Staaten unterstützten, finanzierten, ausgerüsteten und angeleiteten Terroristen regelmäßig als „Rebellen“, „Freiheitskämpfer“ oder „Regierungsgegner“ bezeichnet, aber auf keinen Fall als Terroristen.

Eine Berichterstattung selbiger Art erlebten wir durch die westlichen Massenmedien im Fall der Ukraine. Die vom westlichen Ausland finanzierte, ausgerüstete, organisierte und angeleitete prowestliche und antirussische „Opposition“ wurde uns regelmäßig als „friedliche Demonstranten“ und „Regierungsgegner“ dargestellt.

In der Berichterstattung wurde bewusst verschwiegen, dass z.B. die Partei UDAR von Vitali Klitschko von der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU ins Leben gerufen wurde und bis heute von dieser unterstützt wird.

Dass diese faschistischen Banditen von Swoboda und dem rechten Sektor, die u.a. auf dem NATO Stützpunkt in Estland ausgebildet wurden vergossenes Blut von Polizisten, die waffenlos auf der Straße ihre Pflicht erfüllen auf dem Gewissen haben ist auch unerwähnt geblieben.

Stattdessen wurden die Toten gezeigt, die durch die Angreifer ermordet wurden und es wurde kommentiert, dass die Soldaten von Berkut und das Janukowitsch Regime diese Menschen angeblich getötet hätten.

Ebenso wurde nicht die Wahrheit über die „unbekannten“ Scharfschützen berichtet, die bereits in Ägypten, Libyen und Syrien aktiv waren, um die Menschen gegen die Polizei und die Polizei gegen die Menschen zu hetzen, damit der Bürgerkrieg losgetreten werden konnte, der in Wirklichkeit bis jetzt ein Aggressions- und Invasionskrieg der USA und EU war, deren Endziel nach wie vor Russland heißt.

Auch das Referendum auf der Krim wird uns nicht als legitime Entscheidung des Volkes dargestellt, sondern die Menschen würden angeblich durch die bewaffnete Militärpräsenz der Russen gezwungen zu wählen und das Russland dieses Territorium unrechtmäßig annektieren würde.

Das über 95% der Krimbewohner für den Beitritt zur Russischen Föderation beim Referendum ja gesagt hatten, ist für viele westliche Politiker und die Medienvertreter nicht relevant.

Wir sehen und erkennen, gegen wen in Wirklichkeit auch das amerikanische Raketenabwehr System gerichtet wird und für welche Zwecke. Wir wollen keinen Krieg mit unserem östlichen Nachbarn, sondern Frieden, aber viele Politiker ob im Bundestag oder im EU Parlament, vertreten schon seit langer Zeit leider nicht die Interessen des Volkes.

Schon seit Jahren versuchen die Massenmedien im Westen im russophobischen Stil gegen Russland und insbesondere Wladimir Wladimirowitsch Putin zu hetzen. Es wird meistens entweder Schlechtes, oder gar nichts über Russland berichtet.

Dass in Russland angeblich die Menschenrechte verletzt und die Homosexuellen unterdrückt würden, erzählt man schon seit vielen Jahren wie ein Mantra nicht nur den Erwachsen, sondern auch den Klein- und Schulkindern, damit sie von klein auf ein negatives Bild über Russland, das russische Volk und seinen Präsidenten haben würden.

Bereits vor den Olympischen Spielen haben uns die staatlichen und großen privaten Massenmedien aufzeigen wollen, dass Wladimir Putin diese “Putin-Spiele“ wie einst 1936 Adolf Hitler zur Image-Aufbesserung verwenden würde.

Wladimir Putin war somit ganz offen mit Adolf Hitler verglichen worden, um so die deutschsprachige Bevölkerung für einen Krieg gegen Russland und das „Böse“ in Person gewinnen zu können.

Selbst die wunderschöne Eröffnungsfeier in Sotchi wurde dazu benutzt, um russophobische Kommentare abzugeben. So wurde wieder versucht, die Olympischen Spiele in Sotchi, Russland, das russische Volk und Wladimir Wladimirowitsch Putin in negativem Licht darzustellen.

Dieser Medienpropaganda muß endlich ein Ende gesetzt werden.

Weiter Informationen auf der Website Wjatscheslaw Seewalds

Und hier könnt ihr zeichnen!

An Frau Merkel und Barack Obama – von einer einfachen russischen Frau

Auf der Facebookseite von Angela Merkel in den Kommentaren gefunden:

Natalja Lewina an Mister Barack Obama (USA) und Frau Angela Merkel (Deutschland):

……………………………….
Ich, eine gewöhnliche russische Frau aus Sibirien, in der Ukraine zur Zeit der UdSSR geboren, Mutter von fünf Kindern, wende mich hiermit an Frau Merkel, die die Lehren der Geschichte vergessen hat, und an Mister Obama, der diese nie gekannt hat.

Nie und niemandem in der Welt war es bisher gelungen, Rußland in die Knie zu zwingen. Wissen Sie warum? Rußland hat nie angegriffen, hat immer nur sich selbst geschützt und andere geschützt. Wie stark auch der Feind war, so lag unsere Hauptkraft nicht in den Waffen, sondern in der Geisteskraft des russischen Volkes und in der Wahrheit. Mit Hilfe der Wahrheit stürzten sich die sowjetischen Soldaten unter deutsche Panzer, nachdem sie sich ein Bündel Granaten umgebunden hatten. Im Winter 1943 bissen sie sich mit den Zähnen in den Boden von Stalingrad, stoppten den faschistischen Vormarsch und schickten die bösen Geister von unserem Land zurück nach Berlin … Haben Sie das vergessen, Frau Merkel? … Die Russen sterben lieber um der Wahrheit willen, als ein Leben auf den Knien zu führen.

Rußland befindet sich jetzt neuerlich im Krieg für die Wahrheit und versucht die Welt aufzuklären, um Sie Ihrer schmutzigen Taten bei der Zerstörung der Ukraine zu überführen. Die Ukrainer und Russen sind in Wirklichkeit ein Volk, aber Sie haben es auseinandergerissen und säen Zwietracht.

In Ihren Massenmedien findet die Wahrheit keinen Platz; die Menschen in Ihren Ländern kennen daher nicht Ihre hinterlistigen Pläne und Absichten und verstehen nicht, wie es zu Ihrer schmutzigen Teilnahme an den Ereignissen kam, die sich in der Ukraine abspielen.

Sie können versuchen, die russische Sprache zu unterdrücken, damit Sie nicht sofort der Lüge überführt werden. Aber wir werden die Wahrheit schreiben, und sie wird gelesen werden.

Sie können versuchen, einem Russen die Hände auszureißen, aber er wird lernen, mit den Füßen die Wahrheit zu schreiben.

Sie können versuchen, einem Russen die Füße ausreißen, aber er wird weiter mit den Zähnen Morsezeichen klopfen und dies so laut, daß es auf der ganzen Welt gehört wird.

Sie können versuchen, einem Russen die Zähne zu ziehen, aber er wird weiter mit dem Kopf nicken und gestikulieren, um die Wahrheit zu verkünden …

Sie können versuchen, und Sie haben es schon versucht, uns umzubringen, aber im Frühjahr wird durch den Asphalt der Straßen erneut der Löwenzahn sprießen, und sein Samen wird die Wahrheit über die ganze Welt verbreiten. Und scharlachroter Mohn wird auf den Plätzen vor dem Weißen Haus und dem Bundestag zum stummen Ankläger über Eure Verbrechen werden.

Ihr werdet solche Menschen wie uns nie und mit keinem Mittel brechen, denn wir sind Russen! Mit uns aber und auf unserer Seite ist Gott.

Auf Eurer Seite hingegen ist Lüge, Schmutz und Blut.

Ihr habt schon zuvor versucht, Eure Hände in Unschuld zu waschen, an denen das Blut von Millionen sowjetischen Kindern klebte, von jüdischen Kindern, von Kinder aus Vietnam, von Kindern aus Hiroshima und Nagasaki, von Kindern aus Belgrad, die Ihr durch Eure Bomben getötet habt. Und nach Serbien folgten Libyen, der Irak, Ägypten und zuletzt Syrien.

Laßt Eure schmutzigen, blutbefleckten Hände von der Ukraine, kommt wieder zu Bewußtsein, bekennt und bittet um Vergebung bei Gott und bei den Menschen, über die Ihr Tränen und Verderben gebracht habt. Mister Barack Obama, geben Sie Ihren Nobelpreis an die Kinder in der Ukraine ab: dieser Friedenspreis in Ihren Händen ist ein Schlag ins Gesicht aller anständigen Menschen, eine Schande für das Nobelkomitee. Frau Merkel, lesen sie nochmals die Geschichte Deutschlands nach: Sie werden erschauern und weinen. Es ist allerhöchste Zeit für Sie, darüber nachzudenken.

Natalja Lewina, Kreis Krasnojarsk, Rußland am 22. März 2014

Was hat Putin in den letzten zehn Jahren Gutes für Russland getan?

(für Menschen mit kurzem Gedächtnis)

- kollektive – unautorisierte – Übersetzung des Artikels auf k-istine.ru (zur Wahrheit) -

Teil 1

Der Kenner Anatolij Wasserman schreibt:

Man stellt mir regelmäßig ein und dieselbe Frage. Was hat Putin in den letzten zehn Jahren Gutes für Russland getan? Jedes Mal wenn ich diese Frage höre oder lese, wundere ich mich, welch kurzes Gedächtnis Menschen haben. Sie haben es schon geschafft, die 90er Jahre gründlich zu vergessen.

Putin

Erinnern Sie sich an die Krise 1998, als der Dollar in weniger als einem Monat von 6 auf bis zu 20 Rubel gesprungen war?

Erinnern Sie sich an die Gesichter der Menschen, die in diesem Moment Riesenschulden in Dollar hatten?

Nur zum Vergleich, vom Januar 2000 bis heute [2010 - Anm. der Übers.] hat sich der Dollarkurs nur um einen Rubel erhöht: von 28 auf 29 Rubel. Wenn uns jemand in den 90er Jahren versprochen hätte, dass der Rubelkurs im Laufe von zehn Jahren praktisch gleich bleiben würde, hätte man ihm schlicht nicht geglaubt.

Erinnern Sie sich an die Banditen, die in ihren 600er (Mercedes) auf dem Gegenverkehrstreifen rasten und die normalen Autofahrer in Schrecken versetzten? Ich würde gerne sehen, wie meine geliebten Aktivisten es versucht hätten, sich ihnen in den Weg zu stellen. Heutzutage kann man die Banditen kühn mit dem Blitzlicht einer Kamera aufnehmen – damals riskierte der normale Fahrer für eine ähnliche Aktivität mindestens ernsthafte Schläge und im Maximum – eine Kugel in den Kopf.

Erinnern Sie sich an die Stimmung, in der wir in der 2. Hälfte der 90er waren? Als jeder dachte, dass es morgen schlechter sein wird als gestern? Als die Worte Putins über die Verdoppelung des BIP als nicht lustiger Scherz aus sowjetischer Zeit erschien – ähnlich dem Versprechen, Amerika zu überholen oder die Stiefel im Indischen Ozean zu waschen?

Erinnern Sie sich an die Läden der 90er? Schon nicht mehr sowjetisch, aber auch noch nicht westlich – schmutzig, eng, mit einer aufdringlichen Wache und einem armseligen Sortiment? Erinnern Sie sich an die “Kähne” [Kleinverkäufer - Anm. der Übers.], die auf Kosten der Rückständigkeit unseres Handels lebten? Erinnern Sie sich an das völlige Fehlen von Konsumentenkrediten, Kreditkarten, Hypermarktnetzen und der übrigen Konsumismus-Infrastruktur?

Erinnern Sie sich an das mittlere Gehalt von 100 Dollar, das solche heute normalen Dinge wie neue ausländische Autos oder Erholung im Ausland zum realen Luxus machte?

Und übrigens, erinnern Sie sich an das vollkommene Fehlen ausländischer Autowerke auf dem Territorium Russlands vor dem Hintergrund der superbilligen Arbeitskraft?

Erinnern Sie sich an das “Business auf Russisch”, das in den 90ern blühte? Die Umschlagwarenbasen in den schmutzigen Kellern, die allgegenwärtigen lustigen Banditen in den Trainingsanzügen, an die ausschließlich schwarzen Gehälter, die ausschließlich in Dollar ausbezahlt wurden, an die obligatorische Wache sogar bei kleinen Unternehmern, an die sich um die Wechselstellen herumtreibenden Schurken…?

Erinnern Sie sich an den schwarzen Neid gegenüber den Europäern/Amerikanern, bei denen ein leistungsfähiger PC ein Gehalt kostete und das Internet zehnmal schneller und zehnmal billiger als bei uns war?

Ich persönlich erinnere mich sehr gut an das alles. Darum, wenn mir diese Frage in vollem Ernst gestellt wird, “was sich denn in Russland in den letzten zehn Jahren zum Besseren verändert hat”, muss ich lachen. Vieles hat sich geändert, meine Kollegen. Sehr vieles.

Das moderne Russland ist ein normales europäisches Land, das für das Leben vollkommen geeignet ist. Natürlich, das moderne Russland hat immer noch einen Haufen Probleme – sowohl eigene als auch von der UdSSR geerbte. Aber… es ist schon nicht mehr jenes bettelarme Russland, in dem die mittlere Rente 20 Dollar betrug, in dem mal die Mawrodis [Die von Mawrodi Anfang der 1990er-Jahre betriebene Aktiengesellschaft MMM brachte schätzungsweise 10 bis 15 Millionen Personen um ihre Geldanlagen. Zitat aus dem Wikipedia-Artikel verlinkt durch die Übers.], mal der Internationale Währungsfonds wirtschafteten und in dem die höchsten Beamten wegen der Kraftlosigkeit und Erniedrigung auf den diplomatischen Treffen weinten.

Wie jetzt, reicht das für die Antwort auf die Frage „was Putin Gutes für Russland getan hat”?

Ich weiß schon im Voraus, was mir jetzt die “nicht einverstanden” schreiben werden. Sie sagen, Putin hätte damit nichts zu tun und das sei alles den hohen Ölpreisen, dem sowjetischen Erbe und der humanitären Hilfe des zivilisierten Westens zu verdanken.

Zu diesem Thema gibt es eine alte Anekdote. “Jede Mutter ist überzeugt, dass die Kinder die Schönheit, den Verstand und Fleiß von ihr, aber die Liederlichkeit, Rüpelhaftigkeit und Launenhaftigkeit vom Vater geerbt haben.”

Ich werde gar nicht erst versuchen, zu beweisen, dass gerade Putin die in Russland stattgefundenen positiven Veränderungen zu verantworten hat. Ich werde lieber ein Paar Gegenfragen stellen.

Was hat George Bush Junior Gutes für Russland getan? Was hat Angela Merkel Gutes für Russland getan? Was hat Chu Zsintao Gutes für Russland getan?

Ja, ich verstehe, dass niemand von den obengenannten Politikern die Situation in Russland direkt beeinflusst… Aber Entschuldigung – Putin ist ebenso kein Statthalter Gottes auf Erden. Jetzt ist er nur der Ministerpräsident und davor war er nur ein Präsident. Ihm deswegen die Verantwortung für das bettelarme Leben eines schwer trinkenden Wassilij Pupkin [männliche russische Form der deutschen Lieschen Müller - Anm. der Übers.] Putin anzuhängen, ist nicht ganz gerecht.

Mit der Familie der Kadyrows über die Summe der “Subventionen” Vereinbarungen treffen und dadurch den Krieg in Tschetschenien stoppen? Ja, der Präsident konnte das machen, und es wurde gemacht. Den Russen den Wunsch weiterzuleben und das Leben zu genießen einhauchen? Entschuldigen Sie, das ist die Arbeit der Massenmedien – eine Arbeit, bei der die verantwortungslosen Arschaholik-Redakteure völlig durchfielen.

Aufhören, das Business zu unterdrücken? Einige Schritte hat unser Tandem [Putin + Medwedew] in diese Richtung getan. Jedoch, welchen Sinn macht es für sie, weiterzumachen, wenn zum Beispiel die Wähler der direkten Zerstörung der Verkaufsbuden in Moskau und Petersburg nicht mit zornigen Demonstrationen, sondern mit boshafter Freude begegnen? Wenn die Wähler der Ausweisung Tschitschwarkins und der zweiten Amtszeit Chodorkowskis mit derselben boshaften Freude begegnen?

Die Willkür der Blaulichtfahrer ["Wir fahren wie wir wollen" - die Mafiosis hatten sich damals selbst Blaulichter auf ihre Autos montiert und nachgeahmte Kennzeichen der russischen Miliz benutzt - Anm. der Übers.] unterbinden? Entschuldigen Sie, das ist die Arbeit der Zivilgesellschaft. Die Zivilgesellschaft muss um diese Blaulichtfahrer eine Atmosphäre der Intoleranz schaffen – damit sogar unser Tandem versteht, dass die Stadt absperrende Ehrengeleite ihr Rating unmittelbar verringern.

Und allmählich übernimmt die Zivilgesellschaft diese Arbeit durch Aktivisten … dank unserem Internet, das Dank dem Kreml bis jetzt unzensiert geblieben ist. Ungeachtet der ständigen Versuche Kasperskis, Malofejews und der übrigen daran Interessierten diese Zensur zu lobbyieren.

Ich habe eben versucht, mich auf dem russischen Thron vorzustellen und abzuschätzen, was ich gemacht hätte, wenn ich in den letzten zehn Jahren in Putins Haut gesteckt hätte. Für die Reinheit des Experimentes habe ich sogar vorausgesetzt, dass ich keinerlei Verpflichtungen vor niemandem außer meinen Wählern habe.

Und, wissen Sie was mir in den Kopf kam?

Dass meine Reformen, über die ich in einem anderen Artikel geschrieben hatte, auf den erbitterten Widerstand der Russen getroffen wäre. Leider sind 18 Jahre Kapitalismus absolut zu wenig, das sowjetische Volk davon abzubringen, vom strengen Herrn mit der Peitsche in der einen Hand und dem Napf Makkaroni in der anderen zu träumen.

Man kann Putin dafür schelten, dass unser Land bis jetzt an ein riesiges Sozialamt erinnert, in der eine ganze Armee von Beamten in ihren Höhlen gemästet wird während sie armselige Unterstützungen ausstellt. Was wird aber mit dem Rating des Politikers passieren, der morgen die Verordnung herausgibt, diese Armee von Schmarotzern bis zur Wurzel zu vertreiben und zu beginnen, die Unterstützungen nur an diejenigen auszuzahlen, die sie wirklich benötigen?

Wir konnten dieses Experiment zweimal beobachten – zur Zeit der Monetisierung der Vergünstigungen und während der Aufhebung der Stipendien. Beide Male wurde guten, brauchbaren, vorteilhaften Reformen sowohl für das Land insgesamt als auch für jeden einzelnen Bürger mit erbittertem Widerstand begegnet.

Ich werde sogar eine noch kühnere Aussage machen. Die Korruption in unserem Land existiert ganz und gar nicht wegen der glatten Visagen der Nomenklatur, die in allen Ebenen der vertikalen Macht sitzt. Die Pyramide der Korruption ist nur die Folge. Sie ist lediglich die Folge der sowjetischen Erzignoranz, die die Wählerschaft zwingt, die Politiker mit allen Fibern ihrer Seele zu hassen, die Reformen zur Verringerung der Korruption anbieten könnten.

Ich fasse zusammen.

Trotz der Meinung unserer pseudodemokratischen und pseudoliberalen Massenmedien ist Putin ganz und gar nicht der geistige Erbe Stalins. Im Gegenteil. Putin ist mehr als ein demokratischer Politiker, der regelmäßig gezwungen ist, den Kittel Stalins anzuziehen, damit unser gottgläubiges Volk in ihm die für sich gewohnte Macht sieht.

Wie eine bekannte historische Persönlichkeit seinerzeit sagte: „Ich habe für dich keine anderen Juden.“

Hetz- und Propagandavideo der ARD

Das Propaganda- und Lügenvideo der ARD auf YouTube, wo die Kommentarfunktion wegen des Shitstorms ausgeschaltet wurde!

Also bitte, kommentiert hier!

Sagt hier, was Ihr über die Kriegshetze der ARD, aber auch des ZDF und den anderen Massenmedien der BRD und des Westens denkt!

Beantworten wir diese Hetze und die andauernde Unterstützung des Faschismus in der Ukraine durch die EU/NATO, federführend durch die deutsche Regierung und deren Propaganda-Medien immer und immer wieder mit der WAHRHEIT!

Putins Rede vor der Staatsduma zum Referendum auf der Krim

Ich habe mich entschlossen, Putins Rede, die von Phoenix übertragen und unverfälscht übersetzt wurde, hier zu veröffentlichen, damit jeder die Wahrheit und tatsächlichen Worte Putins kennt, denn die Interpretationen seiner Rede, die sie ins genaue Gegenteil verkehren, ging schon gleich im Anschluss los. Und sie wird weiter entstellt werden, sie wird weiter umgedreht werden. Wir kennen ja die Infamie der westlichen und deutschen Massenmedien.

Ganz abgesehen davon lohnt es sich, diese Rede Wladimirs Putins anzuhören, um die Politik Russlands nach innen und außen kennen und verstehen zu lernen.

Zu der während der Rede eingeblendeten Meldung, dass Russland aus den G8 ausgeschlossen wurde, erinnere ich an diesen Artikel, der dieses Szenario voraussagte.

Meiner Meinung nach werden alle Sanktionen des Westens gegen Russland ins Leere laufen und wie Putin warnte, wie ein Boomerang an die Versender zurückkommen. Russland braucht den Westen weniger als der Westen Russland braucht.

Wladislaw Surkow, persönlicher Berater des Präsidenten der Russischen Föderation, über die US- und EU-Sanktionen gegen ihn:

“Ich bewerte Washingtons Entscheidung als eine Anerkennung meiner Verdienste um das Vaterland. Das ist eine große Ehre für mich. Konten im Ausland besitze ich keine. In den USA interessieren mich Tupac Shakur, Ellen Ginsberg und Jackson Pollock. Für den Zugang zu deren Werken, brauche ich kein Visum. Ich verliere also nichts.”

Das Original

Putins genialer Schachzug

Kollektive – unautorisierte – Übersetzung des heutigen (15. März 2014) Artikels auf FaktXeber

Russland hat einen GENIALEN ökonomischen „Schachzug” gemacht, sie alle um den Finger gewickelt und in nur ein paar Tagen über 20 Mrd. Dollar verdient. Dazu hat es etwa 30 % der Aktien der eigenen Monopole zurückgeholt. Putin verkaufte sowohl die EU als auch Amerika für dumm, und wie SCHÖN! Vor den Augen der ganzen Welt hat er alles wie nach Noten gespielt.

Putin

Früher gehörte ein Teil der Aktien der Energiegesellschaften ausländischen Investoren (den Amerikanern und den Europäern) – das bedeutet, dass fast die Hälfte der Einkünfte aus der Öl- und Gasindustrie nicht in die Staatskasse Russlands, sondern auf die Konten der “Finanzhaie” Europas ging. Im Zusammenhang mit der Situation auf der Krim fing der Rubel an, stark zu fallen, aber die Zentralbank machte nichts, um den Rubelkurs zu unterstützen. Es tauchten sogar Gerüchte auf, dass Russland einfach keinen Währungsvorrat für die Aufrechterhaltung des Rubelkurses hat.

Diese Gerüchte und die Erklärungen Putins, dass er bereit ist, die russischsprachige Bevölkerung der Ukraine zu schützen, haben zum großen Fall der Preise für die Aktien der Energiegesellschaften Russlands geführt, und die “Finanzhaie” fingen an, die Aktien für den Verkauf anzubieten, bevor die sich ganz entwertet haben. Putin wartete die ganze Woche und lächelte nur auf Presskonferenzen, als der Preis aber in den Keller fiel, gab er Anweisung, diese Aktien schnell und gleichzeitig bei allen Europäern und Amerikanern aufzukaufen.

Bis diese “Finanzhaie” kapierten, dass sie um den Finger gewickelt worden waren, war es schon zu spät: die Aktien waren in Russlands Händen. Nicht bloß, dass Russland in diesen Tagen über 20 Mrd. Dollar verdient hat, es hat auch die Aktien seiner Unternehmen nach Russland zurückgeholt. Jetzt wird das Einkommen aus Erdöl und Gas nicht ins Ausland abfließen, sondern in Russland bleiben, der Rubel erhebt sich von sich aus und für seine Unterstützung muss man keine Goldwährungsreserven Russlands verbrauchen, und die “Finanzhaie” Europas blieben „Neese“ und wurden um den Finger gewickelt. Ihre Aktien, die Milliarden Dollar bringen, wurden innerhalb von wenigen Minuten für ein paar Cent aufgekauft und haben sie ohne Einkünfte aus dem Erdöl und Gas gelassen. Eine solche glänzende Operation hat die Geschichte des Fondsmarktes noch nicht gesehen.

Sergey Schikunow

Nachtrag für alle, die daran zweifel(te)n, ob diese Meldung denn wahr sei.

Hier ist die Meldung des russischen Fernseh-Kanals 1 (das ist der Hauptfernsehsender Russlands).
In dem Video wird das ab etwa 5:30 gesagt, im Text ist das im unteren Drittel zu lesen. (google-Übersetzer mag demjenigen, der des Russischen nicht mächtig ist, behilflich sein).

1TV.ru

Es gab kein Geld, es gibt keins und es wird auch keins geben

Kollektive – unautorisierte – Übersetzung des gleichnamigen Artikels, erschienen am 14. März 2014 auf Putin Today.

Geld

Putin muss doch für die bloße Tatsache bei Lebzeiten ein Denkmal gesetzt werden, wie geschickt er diese euro-amerikanischen Gauner mit ihren eigenen Waffen besiegt hat. Dabei war praktisch nichts zu tun. Und warum sollte auch etwas getan werden, wenn alles schon im Voraus gemacht worden war und einfach abgewartet werden musste, bis die hungrige Meute mit aufgerissenem Maul in die vorbereitete Mausefalle kriecht.

In dem Vertrag über die Überlassung dieser allersten Tranche über 3 Mrd. an die Ukraine [von Russland – Anm. der Übersetzer] gibt es eine kleine Phrase, die, seltsam genug, aus dem Artikel 18 des Haushaltsgesetzes der Ukraine selbst stammt.

Im Prospekt der zweijährigen Eurobonds über 3 Mrd. Dollar ist gesagt, dass, “sich die Ukraine verpflichtet“, solange die Papiere im Umlauf sind, „das Gesamtvolumen der Staatsverschuldung und der Schulden, die vom Staat verbürgt sind, auf dem Niveau von nicht mehr als 60 % des jährlichen nominellen BIP zu halten“.

Diese Vorschrift wurde auf Drängen Russlands in die Bedingungen zur Bereitstellung der Tranche aufgenommen.

Und jetzt ergibt sich, dass allein eine kleine Phrase die Pläne der Junta endgültig durchkreuzt, vom Westen auch nur irgendetwas zu bekommen. Nicht zufällig haben sich sogar alle Gespräche über die erbärmliche amerikanische Finanzhilfe von 1 Mrd. US$, die man noch bis Ende Februar erwartet hatte, heute irgendwohin aufgelöst.

Die Rede geht natürlich nicht um die eine oder drei Milliarden. Um das eigene Gesicht zu retten, könnten sie solche Summe schon noch zusammenkratzen. Die Rede geht um viel mehr.

Es ist einfach auszurechnen. 2 Mrd. Schulden für Gas, 3 Mrd. Eurobonds, 12 Mrd. Strafe für den Verstoß gegen das Abkommen für dasselbe Gas. Insgesamt sind das ganze 17 Mrd. Dollar, die nach Russland transferiert werden müssen, bevor auch nur ein Dollar in die Hände der Junta gelangt. Dabei wird sie [die Ukraine] allein für ihren Lebensunterhalt in diesem Jahr nicht weniger brauchen.

Und solche Geldsummen gibt es weder in der EU noch in den USA. Noch lächerlicher ist, dass sogar, wenn die EU rein theoretisch völlig entschlossen ist, die Ukraine an sich zu reißen, sie dieses Geld bei Russland oder China borgen muss. Bei Letzteren, wenn Russland nicht widerspricht. Im Ergebnis muss sich die EU für 30+ Mrd. Dollar freiwillig in russische Schuldknechtschaft begeben, nur um die Handlungsfähigkeit der Kiewer Junta und die eigene Richtigkeit in dieser Frage zu beweisen. Dabei geht dieses Geld sowieso nach Russland.

Solche Idioten gibt es in der EU selbst heute nicht. Und es gibt sie auch in den USA nicht. Der amerikanische Wähler wird nach allen Auftritten der Politiker über «den blutigen Diktator» Putin mit Sicherheit nicht verstehen, warum er aus der eigenen Tasche diesem “Diktator” ein Paar Dutzende Milliarden zurückgeben soll, während ihm selbst ständig etwas gekürzt wird. Mal die sozialen Garantien, mal die Finanzierung der medizinischen Dienstleistungen, mal die Finanzierung der amerikanischen Armee.

Tatsächlich bedeutet dies, dass sich die EU und die USA, als sie das virtuelle Stückchen des ukrainischen Specks verschlangen, in einem Käfig wiederfanden, in den sie für diesen Speck freiwillig gegangen sind, ohne jede Möglichkeit für einen würdigen Ausgang mit glattem Pelz. Wer wird unter diesen Bedingungen an die Ukraine denken? Das eigene Gesicht ist zu retten.

Zur Vollständigkeit des Bildes erinnern wir uns daran, wer was gemacht hat oder faktisch im letzten Monat erklärt hat.

Russland hat juristisch nur zwei Aktionen gemacht. Sie hat den legitimen Präsidenten der Ukraine Janukowitsch bei sich aufgenommen und hat sich selbst erlaubt, im Fall der Fälle Truppen zum Schutz der russischen Bevölkerung in die Ukraine zu entsenden. Ach, hab’ noch vergessen. Es führt auch noch die Olympiade in allen Bereichen erfolgreich durch.

Die Ukraine verlor die Krim. Teils zur Sicherung der Pfründe der Junta schlachtete sie die eigenen Oligarchen aus, indem sie diese mit Versprechungen eines hellen Kreditmorgens fütterten. Sie unterschrieben die eigene Unfähigkeit, auch nur eine minimale Ordnung im Land aufrechtzuerhalten. Sie hat breite Massen der Bevölkerung im Süden und Osten des Landes gegen sich aufgebracht, wenn auch noch nicht genug für die vollkommene Niederlage. Sie überzeugte durch die Unfähigkeit, die eigenen Streitkräfte zu steuern, alle Spezialisten wurden aus der Miliz und Staatssicherheit entlassen und sie wurden durch halblegale (nach der tatsächlichen Steuerbarkeit) bewaffnete Bandenformationen ersetzt. Mit ihren Aufrufen und Handlungen schnitt sie sich die Wege für normale Beziehungen mit Russland vollständig ab. Lautstark hat sie die unverzügliche Bereitschaft des Westens angekündigt, die Junta mit allem Notwendigem zu helfen (womit sie ihm auch ein Bein stellte). Sie hat öffentlich die Bereitschaft erklärt, in die NATO, die EU und außerdem überall, wo sie genommen wird, einzutreten.

Die EU. Hat den Staatsstreich in der Ukraine öffentlich unterstützt. Sie hat Finanzhilfe versprochen (hat sie aber weder gegeben noch wird sie geben, siehe die Gründe höher). Sie hat versprochen, wird aber die Ukraine selbst als assoziierten Kandidaten nicht in die EU aufnehmen (es gibt kein Geld für den Erhalt der Junta). Sie hat freudig die Bereitschaft der Ukraine akzeptiert, der NATO beizutreten, wird sie aber nicht nehmen (wegen des Problems der Krim und der Unmöglichkeit, sich endgültig mit Russland zu entzweien). Hat Russland mit furchtbaren Sanktionen gedroht, kann sie aber nicht realisieren, um nicht auf den Gegenzug zu prallen.

Die USA. Ungefähr das Gleiche, wie mit der EU, nur wird es hier teurer. Die Unmöglichkeit, den Opponenten (Russland) durch politische Methoden zu den ihnen notwendigen Lösungen zu zwingen und gleichzeitig die Nichtbereitschaft zum realen Krieg bedeutet den vollkommenen Gesichtsverlust, der sich in dem Status des Dollars im Laufe von wenigen Monaten widerspiegeln wird.

Das heißt, die Situation ändert sich zum wiederholten Mal grundlegend.

Erst trat Russland für die Einheit des Landes auf und der Westen versuchte, ein großes Stück aus dem Westen an sich zu reißen. Dann aber, leichte Beute witternd, wollte der Westen die ganze Ukraine schon nur für sich, während Russland anscheinend unsicher und schwach um den Einfluss im Süd-Osten kämpfte. Jetzt hat sich Russland wieder die Krim als Preis gegriffen und wird bei völliger Widerstandslosigkeit des Westens die ganze Ukraine mitnehmen, dem bestenfalls übrig bleibt, sich lange den hartnäckigen ukrainischen Guano abzuwaschen, in den er freiwillig bis zu den Ohren hineingekrochen ist. Dabei Russland auf jede Weise überredend, in der Öffentlichkeit weniger an diesen Alptraum zu erinnern.

Wahrhaftig, wenn man ruhig am Fluss sitzt, kann darin die schwimmende Leiche deines Feindes gesehen werden. Das alles haben alle selbst erledigt. Die Junta, die EU, die USA. Ist es nach alldem ein Wunder, dass Russland schwieg, schweigt und weiterhin schweigen wird, bis alle es freundlich bitten werden, die Situation in irgendeiner ihm angenehmen Weise zu lösen? Und das ist nicht Schwäche. Das ist die höchste Manifestation von Kraft.

http://chipstone .livejournal.com

Die Zweite Front

von Petr Akopow am 05. März 2014 auf “Vsgljad” (Blick) veröffentlicht
(kollektive – unautorisierte – Übersetzung)

Diejenigen, die glauben, dass Putin ein wahnsinniges Risiko eingeht (oder gar verrückt geworden ist), verstehen nichts von seiner Politik und seinem Charakter. Und sie verstehen noch weniger, welch geopolitische Schlacht gerade unter dem Deckmantel der ukrainischen Krise ausgetragen wird.

Alle Aktionen des Präsidenten in der ukrainischen Krise zeugen davon, dass er sich nicht ein kleines bisschen verändert hat, nur waren wenige seiner Gegner in der Lage, seine Motive und Beweggründe seiner Regierung der letzten 14 Jahre zu verstehen.

Das einzige, was in den letzten Tagen mit Wladimir Putin geschah – er hat endgültig aufgehört, an die Fähigkeit der Führer der westlichen Mächte zu glauben, ihr Wort zu halten. Sie haben ihn am 21. Februar ganz banal belogen – und alle nachfolgenden Handlungen des Präsidenten beruhen grundsätzlich auf gerade dieser Tatsache.

Aus diplomatischen Quellen Sergej Lawrows [Außenminister Russlands] wurde bekannt, dass Barack Obama und Angela Merkel Putin darum baten, Viktor Janukowitsch zum Unterzeichnen eines Abkommens mit der Opposition zu bewegen, dessen Garanten drei europäische Außenminister waren. Putin ging darauf ein – und am nächsten Tag übernahmen die Opposition und der Maidan die Macht, sämtliche Vereinbarungen brechend. Sie sagen – Revolution, die Opposition konnte das Volk schon nicht mehr zurückhalten? Doch selbst wenn es eine “Revolution” ist – warum hat sich der Westen hier so beeilt, die neue Führung anzuerkennen und sich an die Vereinbarungen nicht einmal mehr zu erinnern? Warum hat der Westen nicht zumindest versucht, den Eifer der Gewinner zu bremsen? Zumindest dazu bestanden alle Möglichkeiten.

Oder wollte der Westen dieses Spiel nur zur Eskalation spielen, um den Konflikt noch weiter anzuheizen; und zwar mit absolut allen Mitteln (wie die Geschichte der geheimnisvollen Scharfschützen bestätigt, die gleichzeitig sowohl “Berkut”- Leute als auch „Maidan“-Leute umbrachten).

Die Antwort ist einfach: weil die Ankunft einer antirussischen Regierung vollkommen den Interessen des Westens entsprach, aber niemand vorhatte, Russland zu respektieren. Deswegen wurde so getan, als habe man vergessen, worum man Putin wortwörtlich noch am Vorabend bat.

So etwas nennt sich „Betrug“ – und gewöhnlich passiert das nicht umsonst. Umso mehr, wenn es sich um persönliche Beziehungen zwischen Staatsoberhäuptern handelt – wenn nicht nur Du, sondern auch Dein Land betrogen wird. Übrigens, das letzte Mal, vor drei Jahren, haben die USA auch Dmitri Medwedew betrogen, indem sie versprachen, bei russischer Unterstützung der UN-Resolution Libyen nicht anzugreifen – diesen Betrug nahm damals gerade Putin und nicht der amtierende Präsident übel.

Was muss Putin nach dem 21. Februar empfunden haben? Dass man absolut keinen Worten der sogenannten “Partner” trauen kann? Dass die Ukraine nicht nur von Russland abgerissen wird (das haben alle auch so verstanden), sondern dass versucht wird, das nach dem härtesten und beschleunigten Szenario zu tun. Die Umsetzung der Vereinbarungen vom 21. Februar ermöglichte es, die Wahlen zu organisieren und eine Verfassungsreform durchzuführen und dabei das Gleichgewicht der Interessen der verschiedenen Regionen der Ukraine zu wahren. So könnte das Land ein wenig zur Ruhe kommen und nüchtern alle Vor- und Nachteile der Zusammenarbeit mit Russland und dem Westen abwägen. Der Putsch brachte die Situation an den Rand der Spaltung des Landes.

Das Erlangen westlicher Macht bedeutete nicht nur den unvermeidlichen Angriff auf die Rechte des Süd-Ostens, sondern auch den forcierten Abschluss der Vereinbarungen mit der EU und kurze Zeit später den Eintritt in die NATO.

Der US-Außenminister kam nach Kiew, um die neuen Politiker, die an die Macht kamen, zu unterstützen. Auf dem Foto sieht man ihn zusammen mit dem Vertreter des Präsidenten der Ukraine, Oleksandr Turchynov (links) und Vertreter des Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk (rechts)

Der US-Außenminister kam nach Kiew, um die neuen Politiker, die an die Macht kamen, zu unterstützen. Auf dem Foto sieht man ihn zusammen mit dem Vertreter des Präsidenten der Ukraine, Oleksandr Turchynov (links) und Vertreter des Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk (rechts)

Unter diesen Bedingungen war Wladimir Putin einfach gezwungen, dem Westen zu demonstrieren, dass Russland auf keinen Fall „die Entführung der Ukraine“ zulassen wird. Genau darum hat er die Möglichkeit verkündet, Truppen einzusetzen, worauf er als Antwort die absurden Vorwürfe bekam, er habe der Ukraine angeblich den Krieg erklärt. Putin erklärte dem Westen den Krieg – allerdings nicht auf dem Territorium der Ukraine, sondern auf der geopolitischen Ebene. Die Unterstützung der Krim in diesem Krieg wurde einfach eine Demonstration dafür, dass Russland das große Gegenspiel startet und der Westen mit Russland die neue Konfiguration der Kiewer Regierung verabreden muss, anstatt so zu tun, als habe man die Existenz der Russen einfach vergessen.

Die Hysterie, die im Westen begann, ist ganz natürlich – wie denn, wir haben alles so wie immer gemacht und in der Vergangenheit klappte das auch alles. In der postsowjetischen Periode haben sich die Angelsachsen so sehr daran gewöhnt, dass nur sie die Spielregeln festlegen (und jederzeit beliebig ändern), dass sie einfach erstaunt waren, als sich herausstellte, dass Russland beschlossen hat, seine eigenen Regeln zu diktieren. Russland begann damit nicht etwa, weil Putin sich so sehr geändert und Erfahrung und Kraft gesammelt hat (obwohl es klar ist, dass 14 Jahre Führung eines der schwierigsten Länder der Welt und das Spielen auf der Weltbühne, auch noch nach den Regeln anderer, enorme Erfahrung geben), wesentlich wichtiger sind zwei andere Faktoren.

Erstens, ist in der Geopolitik der Zeitpunkt gekommen, in der das globale Gleichgewicht der Kräfte eine langsame, aber radikale Umstrukturierung erlebt – und das verstehen alle. Von der unipolaren driftet es zur mehrpolaren – entgegen dem Wunsch der USA, die sich mit dem Untergang ihrer Ära noch immer nicht abfinden können. Dabei fürchten die übrigen Länder der Welt, plötzliche Bewegungen vorzunehmen, weil sie weder den Einsturz der globalen Finanzarchitektur noch regionale Kriege provozieren wollen. Vor allem, da sie beobachten wie die USA mit ihrer Schwächung immer aggressiver werden, wobei sie hoffen, durch das Chaos in anderen Regionen, diese zu schwächen und dadurch die eigene Hegemonie zu verlängern.

Die finanzielle und allgemeine Sicherheit praktisch aller Länder der Erde befindet sich in verschiedenen Stufen in Abhängigkeit der FED, CIA und des Pentagon – und das gefällt zunehmend selbst denjenigen nicht, die sich an die Freiheit von den USA fast nicht mehr erinnern (zum Beispiel Deutschland). Alle wollen sich vor dem Fallen der Splitter der verminten, aber noch nicht gestürzten Türme in Sicherheit bringen, und niemand ist bereit, die Schnur anzuzünden. In dieser Situation kann die Ukraine zur Lunte werden. Putin, der eines der wichtigsten Machtzentren darstellt, ist bereit, den Prozess der Umformatierung dramatisch zu beschleunigen.

Die Welt auf amerikanische Art war auch so verurteilt, aber jetzt wird ihre Demontage nach dem beschleunigten Szenario laufen. Als die USA die Herausforderung auf die Ukraine warf, hat Putin die mögliche Reaktion Washingtons sehr gut berechnet – und er ist überhaupt nicht dagegen, dass die USA versuchen, Russland zu isolieren. Um dies zu tun, werden sie selbst eine Inspektion der vorhandenen Kräfte durchführen und den Prozess der Herausbildung der vielpolaren Welt anregen. Die USA wird einfach ohne Verbündete bleiben – außer einem Teil der NATO-Mitglieder wird niemand von den großen Mächten und den regionalen Blöcken Obama unterstützen. Lateinamerika, Afrika, Saudi-Arabien, ja, praktisch die ganze arabische und muslimische Welt, die Türkei, Südostasien, Indien, China – niemand wird an der Blockade Russlands teilnehmen.

In der Isolierung werden sich die Länder der „G-7″ selbst finden, genauer gesagt nur die USA (in der Gesellschaft Polens, Kanadas, Australiens und der Balten), denn weder für Deutschland, noch Frankreich, Japan, Italien, sogar Großbritannien ist der Bruch der Beziehungen mit Russland vorteilhaft. Aber viel wichtiger ist die Position der übrigen Welt – gerade dort hat sich eine Masse von Ansprüchen an die «goldene Milliarde» und Forderungen über die Veränderung der globalen Architektur angesammelt (vom kardinalen Reformieren des globalen Finanzsystems bis zur Erweiterung der Anzahl der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats). Die zähe Verteidigung der Interessen Russlands wird allen anderen Spielern Vertrauen in die eigenen Kräfte geben und Putin zu ihrem tatsächlichen Leader machen.

Zweitens war Putin jetzt einfach gezwungen, auf die direkte Bedrohung der Staatssicherheit Russlands zu reagieren, denn der Verlust der Ukraine für unser Land ist unannehmbar. Im vorigen Jahr hat Putin zweimal seine Bereitschaft demonstriert, den Schlag zu parieren: erst in der Geschichte mit Snowden und später auch in Syrien. Sein dritter Sieg – im November in der Ukraine –hat den Westen so verärgert, dass er sich entschieden hat, sich in Kiew um jeden Preis für alles zu revanchieren. Ohne erkennen zu wollen, ohne das Verständnis, wovor Putin warnte: „Niemand sollte Illusionen bezüglich einer Chance haben, eine militärische Überlegenheit über Russland zu erhalten. Wir werden das niemals zulassen“.

Die Eurointegration der Ukraine braucht der Westen nur für ihre nachfolgende Verschleppung in die NATO. Und Putin hat dies nach dem 21. Februar sehr gut verstanden als sich der Westen entschieden hat, mit den Interessen Russlands überhaupt nicht zu rechnen. Er hat gesehen, dass die atlantische Absorption der Ukraine schon eine Frage der nächsten Zukunft sein wird. Putin konnte sich einfach nirgendwohin mehr zurückziehen. Es war nötig, schnell unsere Entschlossenheit zu demonstrieren dieses Szenario nicht zuzulassen.

Im Ergebnis stehen wir an der Schwelle des ernstesten Konfliktes mit den USA der letzten 30 Jahre – nicht eines militärischen Zusammenstoßes sondern eines harten politischen und wirtschaftlichen Bruches, der die Änderung der gesamten globalen Architektur startet. Dahin steuerte alles schon seit vielen Jahren – sowie Russland begann, sich vom Status eines halbabhängigen Landes zu befreien. Je freier Putin agierte, je klarer es für den Westen wurde, dass Russland unwiderruflich auf die Rolle des „Juniorpartners“ endgültig verzichtete, desto schneller näherte sich der Moment, an dem sie versuchen mussten uns unseren Platz zuzuweisen.

Während der gesamten letzten zwei Jahre nach der Rückkehr in den Kreml bereitete sich Putin darauf vor, nicht nur an der Außen-, sondern auch an der inneren Front. Mit der Nationalisierung der Elite, mit der Andeutung der moralischen und ideologischen Grenze zwischen uns und dem Westen, mit dem Beseitigen von korrupten und kosmopolitischen Kadern, mit der Forderung der Beendigung der offshore-Wirtschaft festigte er Russlands Rücken. Natürlich, sehr vieles innerhalb des Landes konnte er noch nicht korrigieren, er konnte es nur aufzeigen. Macht nichts – jetzt wird die Operation “Befreiung” an zwei Fronten im beschleunigten Tempo vorangehen.

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