Ein Ring um Russland

Übernahme  von german-foreign-policy.com

03.09.2014

WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) – Auf ihrem morgen beginnenden Gipfeltreffen wird die NATO eine Vergrößerung ihrer militärischen Schlagkraft und eine verschärfte Einkreisung Russlands beschließen. Wie NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ankündigt, soll die NATO Response Force (NRF) – die “Schnelle Eingreiftruppe” des Kriegsbündnisses – eine neue “Speerspitze” erhalten, die aus mutmaßlich rund 4.000 Soldaten bestehen und binnen 48 Stunden ohne räumliche Einschränkung einsetzbar sein wird. Für sie sollen in den Mitgliedstaaten Militärbasen verfügbar sein, die vollständig ausgerüstet sind und von der neuen NRF-“Speerspitze” jederzeit als Kriegsstützpunkt genutzt werden können. Solche Stützpunkte sollen Berichten zufolge auch in Osteuropa installiert werden, womöglich mit Beteiligung der Bundeswehr. Um die Einkreisung Russlands voranzutreiben, wird auch Finnland sich für eine NATO-Präsenz öffnen; das offiziell neutrale Land grenzt auf über 1.300 Kilometern an Russland. Darüber hinaus intensiviert das Kriegsbündnis seine Kooperation mit Georgien, das unmittelbar an Russlands Süden grenzt. Den Planungen stimmt offenbar auch die Bundesregierung zu. Führende deutsche Außenpolitiker wollen es sich allerdings vorbehalten, in fernerer Zukunft auch wieder eine nationale Machtpolitik zu betreiben – gegebenenfalls mit Rückendeckung aus einem erheblich geschwächten Moskau.

Die Speerspitze der NATO
Zu den Maßnahmen, mit denen die NATO auf ihrem morgen beginnenden Gipfel in Newport ihre militärische Macht deutlich vergrößern will, gehört insbesondere eine Verstärkung der Schlagkraft der NATO Response Force (NRF). Diese besteht derzeit aus bis zu 25.000 Soldaten, die jeweils aus unterschiedlichen Mitgliedstaaten kommen; dieses Jahr stellt Deutschland rund 2.400 Militärs für sie ab. Wie NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen mitteilt, soll künftig ein Teil der NRF – es ist von einer rund 4.000 Soldaten umfassenden “Speerspitze” die Rede – an jedem beliebigen Ort binnen kürzester Frist – genannt werden 48 Stunden – einsetzbar sein. Dabei soll sie auf Infrastruktur, Ausrüstung und Nachschub aus den Mitgliedstaaten zurückgreifen können, deren Militäreinrichtungen deswegen auf den neuesten Stand gebracht und mit jederzeit nutzbarem Material ausgestattet werden sollen. Rasmussen erklärt, es werde in Zukunft mehr Kriegsübungen an verschiedenen Orten mit einer größeren Anzahl an Kriegsszenarien geben. Ergänzend sollen die Geheimdienste die Spionage und den Austausch von Informationen forciert modernisieren. Letzteres bezieht sich offenkundig auf die Spionagekooperation etwa des BND mit der NSA.

Präsenz auf dem Boden
Berichten zufolge wird der Auf- und Ausbau der in kürzester Frist nutzbaren Stützpunkte, auf denen die für die Kriegführung notwendige Ausrüstung immer bereitsteht, auch fünf Staaten in Ost- und Südosteuropa einbeziehen. Demnach sind entsprechende Militärbasen in Estland, Lettland, Litauen, Polen und Rumänien geplant. Dort sollen insbesondere Logistiker stationiert werden, die sich um die vor Ort gelagerte Ausrüstung kümmern, aber auch Militärstrategen und Spione. Größere Truppen werden jeweils zu Manövern eingeflogen und sind sonst binnen 48 Stunden kriegseinsatzbereit. Wie es heißt, soll “im Zuge der Rotation von NATO-Kampftruppen” auch eine Kompanie der Bundeswehr mit rund 150 Soldaten nach Osteuropa verlegt werden. Mit der Bereitstellung von Militärbasen und der Rotation größerer Truppen könne der Wortlaut der NATO-Russland-Grundakte vom Mai 1997 eingehalten werden, heißt es; in dem Dokument sichert das westliche Kriegsbündnis zu, dass es in Osteuropa nicht “substantielle Kampftruppen dauerhaft stationiert”. Auf die Frage, ob eine dauerhafte Stationierung nicht unerlässlich sei, antwortet der NATO-Generalsekretär: “Es kommt nicht auf die Worte an, sondern auf die tatsächliche Präsenz auf dem Boden.” Diese aber ist auch mit der Rotation “substantieller Kampfgruppen” oder mit deren blitzschneller Einsatzfähigkeit gegeben.

Nicht mehr neutral
Das neue NATO-Konzept erfordert eine gewisse Formalisierung der Beziehungen zwischen dem westlichen Kriegsbündnis und den formal neutralen Staaten Finnland und Schweden. Beide Länder sind zwar Mitglied der EU, die eine gemeinsame Militärpolitik betreibt, haben jedoch ihre offizielle Neutralität bislang beibehalten – nicht zuletzt, weil eine Mehrheit der Bevölkerung einer Aufhebung nicht zustimmen würde. Faktisch kooperieren sie allerdings längst eng mit der NATO, deren “Partnership for Peace” sie seit deren Gründungsjahr 1994 angehören. Beide haben an Interventionen der NATO teilgenommen, etwa in Afghanistan, Schweden darüber hinaus auch in Libyen. Zudem beteiligen sich beide an der NATO Response Force (NRF). Auf dem NATO-Gipfel in Newport werden sie nun, wie angekündigt wird, ein “Host Nation Support Agreement” unterzeichnen. Dieses sieht vor, dass NATO-Truppen sich im Land aufhalten und die Infrastruktur nutzen dürfen – Militärstützpunkte, Flughäfen, Häfen und anderes mehr. Zulässig ist das nicht nur zu Friedenszeiten und für Manöver, sondern auch im Kriegsfall. Notwendig ist lediglich eine formelle Einladung des “Gastlandes”. Ins Gewicht fällt für die aktuellen Auseinandersetzungen vor allem das Abkommen mit Helsinki: Finnland hat eine mehr als 1.300 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit Russland.

Militärischer Kapazitätsaufbau
Setzt die NATO ihre Einkreisung Russlands damit im Norden bis in arktische Gefilde fort, so baut sie sie auch südlich Russlands aus – in Georgien. Wie NATO-Generalsekretär Rasmussen bestätigt, wird das Kriegsbündnis auf seinem morgen beginnenden Gipfel auch seine Beziehungen zu Georgien intensivieren. Georgien kooperiert schon längst mit der NATO, hat sich mit bis zu 2.000 Soldaten am Irak-Krieg beteiligt – bei lediglich 4,5 Millionen Einwohnern – und war zuletzt in Afghanistan mit fast 1.600 Soldaten der größte Truppensteller außerhalb der NATO. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl entspräche Letzteres der Entsendung von rund 30.000 deutschen Militärs. Künftig soll die NATO nun auch die georgischen Streitkräfte und insbesondere das Verteidigungsministerium beim sogenannten Kapazitätsaufbau “beraten”; georgische Truppen sollen häufiger als bisher an NATO-Manövern teilnehmen; es soll mehr NATO-Manöver in Georgien selbst geben – unmittelbar an der russischen Südgrenze; und es werden möglicherweise ein NATO-Verbindungsbüro und ein NATO-Trainingszentrum in Georgien errichtet.

Eine Doppelstrategie
Die skizzierte Einkreisung Russlands mit Hilfe von Militärstützpunkten, die jederzeit für Kriege nutzbar sind und binnen kürzester Frist von hochspezialisierten Kampftruppen bemannt werden können, trifft offenkundig auf die Zustimmung der Bundesregierung. Insbesondere von Ländern, die im aktuellen Konflikt den USA näher stehen, waren zum Beispiel die Kündigung der NATO-Russland-Grundakte sowie eine dauerhafte Stationierung von Kampftruppen an der russischen Grenze verlangt worden, zudem eine Aufnahme der Ukraine und Georgiens in das Kriegsbündnis. Berlin hatte dies kategorisch abgelehnt. Die Bundesregierung sucht sich nach wie vor für eine fernere Zukunft die Option offenzuhalten, bei Bedarf die eigene Weltmachtpolitik auch ohne die USA und mit einer gewissen Rückendeckung aus Russland zu treiben, das dann allerdings deutlich geschwächt wäre. Exemplarisch hat dies der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, Anfang der Woche in einem Pressebeitrag beschrieben. “Was wir brauchen, ist eine Doppelstrategie”, heißt es in dem Artikel, “mit der wir einerseits Putin machtpolitische Zugriffsmöglichkeiten in Europa verwehren und andererseits mit ihm den Dialog über die Zusammenarbeit führen und fortsetzen, so schwierig das unter den derzeitigen Umständen auch sein mag”. Zugleich müsse man “sicherstellen, dass alle Entscheidungen über Sanktionen und Embargos politisch auch wieder rückgängig gemacht werden können”, fordert Ischinger zugunsten einer nationalen deutschen Machtpolitik: “Es darf nicht sein, dass unsere Russland-Politik vom amerikanischen Kongress oder von Entscheidungsträgern in europäischen Parlamenten in Geiselhaft genommen werden kann!”

Konflikte der Zukunft
Weitgehend unbeachtet bleibt bei der aktuellen Fokussierung der öffentlichen Debatte auf den eskalierenden NATO-Russland-Konflikt, dass die Verstärkung der Schlagkraft des westlichen Kriegsbündnisses sich nicht auf Osteuropa beschränkt. Australische Medien berichten, auch ihr Land werde auf dem Gipfel in Newport seine “Partnerschaft” mit der NATO “erweitern”. Dies verschaffe Canberra einen dauerhaften Zugang zu den Operationsplanungen und sichere eine australische “Präsenz” in den NATO-Führungsgremien. Australien dient den USA als Militärstützpunkt im Machtkampf gegen die Volksrepublik China. Auch Deutschland bemüht sich, seine Kooperation mit dem Land auszubauen – militärische Maßnahmen inklusive (german-foreign-policy.com berichtete). Australiens NATO-Aktivitäten deuten die Vorbereitung des westlichen Kriegsbündnisses auf künftige Konflikte in Ost- und Südostasien an.

Links und Quellen im Original-Artikel auf german-foreign-policy.com

Ukrainische Parlamentsabgeordnete Schilowa zum Bürgerkrieg in der Ukraine

Übersetzung des Artikels auf professorsblogg.com: Solveigh Calderin

In einer grundsätzlichen Rede fordert die Ukrainische Parlamentsabgeordnete Viktoria Schilowa die Regierung Poroschenko auf, den Bürgerkrieg zu beenden und nennt die tatsächlichen Zahlen der Kriegsverluste.

Ein wichtiges Dokument: Ein Mitglied des Ukrainischen Parlaments, Frau Viktoria Schilowa, wandte sich in einem Video an die Öffentlichkeit über die grundsätzlichen Fragen des andauernden Bürgerkrieges in der Ukraine. Ihre Rede beinhaltet wertvolle Informationen über die tatsächliche Anzahl der durch die ukrainischen Armee erlittenen Verluste, die durch die Poroschenko Regierung gegenüber der Öffentlichkeit verheimlicht werden. Hier unten ist ein Transkript ihrer mutigen Anti-Kriegs-Rede.

„Ich nenne das BÜRGERKRIEG, bestimmt NICHT Anti-Terror-Operation“
„Ich nenne das BÜRGERKRIEG, bestimmt NICHT Anti-Terror-Operation“

I.

Hallo, mein Name ist Viktoria Schilowa. Ich bin ein Mitglied des ukrainischen Parlaments und repräsentiere den Dnepropetrowsker Bezirk. Ich werde russisch sprechen, so können mich alle slawischen Brüder verstehen.

 

Wollen die ukrainischen Menschen Krieg?

Bitte, stellen Sie sich diese Frage zunächst selbst. Wollen Sie Krieg? Wollen Sie, dass unschuldige Menschen sterben? Wollen Sie, dass Ihre Verwandten, Familienmitglieder, Kinder, Ihr Ehemann oder Ihre Ehefrau, Ihre Großmutter oder Ihr Großvater getötet werden? Ich bin zu einhundert Prozent sicher, dass Ihre Antwort NEIN ist.

Was passierte dann in den letzten vier Monaten in der Ukraine? Ich nenne es Bürgerkrieg, ganz bestimmt nicht Anti-Terror-Operation. In meinen Augen können nur SWAT Einheiten oder Anti-Terror Einheiten eine Anti-Terror-Operation durchführen. Wie wäre es möglich, dass über acht Millionen Terroristen im Donbass wohnen?

Acht Millionen Terroristen, auf ihrem (eigenen ukrainischen) Boden, so nennt Poroschenko das. Einschließlich Kinder und ältere Menschen. Was denken Sie, kann eine behinderte Person ein Anti-Luft-Abwehrsystem abfeuern? Oder vielleicht ist es ein Kind, wie Jegor Aleksandrow, der in den Armen seiner Mutter getötet wurde. Einfach in der Nähe von Kramatorsk getötet, hielt er eine Waffe? Natürlich nicht.

 

Heute sind die Mörder in unserer Regierung

Wir, die ukrainischen Menschen haben den Janukowitsch-Dieb (der vorherige Präsident) durch Poroschenko, den Mörder ersetzt! Und heute denkt unsere Regierung, dass die Mehrheit der ukrainischen Menschen durch die Propaganda des nationalen Fernsehens gehirngewaschen ist. Ich möchte sie enttäuschen: Die neueste unabhängige soziale Umfrage ergibt, dass 75 % der Ukrainer gegen den Krieg sind.

Die meisten von ihnen fürchten, Ihre Meinung in der Öffentlichkeit zu sagen, weil sei eingesperrt, verhört, gekidnappt oder sogar getötet werden könnten. Alles kann in der Ukraine heute geschehen, weil wir Diebe durch Mörder ersetzt haben!

Was geschieht im Donbass? Acht Millionen Menschen sind unter Beschuss; sie nennen mich einen Terroristen, aber was werden sie darüber sagen, was die Soldaten der 27. 79. und 24. Brigade tun, wenn sie zurückkommen? Was sagt Nadeshda Sawtschenko? Nun, sie sagt, dass im Donbass dieselben Ukrainer leben, unsere Brüder, dieselben Menschen, die in Lwow, in Iwano-Frankowsk und in Kiew leben und sie sind ganz bestimmt keine Terroristen!

Sie sind Rebellen, Bergarbeiter, unsere Bürger. Aber natürlich wird das nicht in unserem nationalen TV gezeigt. Einzig, weil alle diese TV-Kanäle den Oligarchen gehören! Alle unsere nationalen Fernsehsender gehören unseren größten Oligarchen-Feinden.

 

Und die Oligarchen?

Sie sind Blutsauger. Wie Vampire, sie saugen unser Blut, das Blut der ukrainischen Menschen.

Seit 23 Jahren haben sie unsere Seelen ausgesaugt, aber das ist für sie nicht genug. Und nun, nach dem virtuellen Blutsaugen, begannen sie, wirkliches Blut zu saugen, das Blut unserer Kinder im Donbass, das Blut unserer Mütter und Schwestern, unserer Söhne, Ehemänner und –frauen.

 

Zu den realen Zahlen der Verluste im ukrainischen Krieg:

Kennen Sie die reale Zahl der getöteten Zivilisten? Ich werde es Ihnen erzählen. Und es ist die Wahrheit. Es sind ungefähr 6.000 Zivilisten getötet worden. Jeden Tag werden etwas 170 bis 200 Menschen getötet. Die ukrainische Armee tötet sie mit 122-mm-Mehrfachraketenwerfern, nur weil ihnen erzählt wurde, sie würden gegen russische Terroristen kämpfen. Nur weil es ihnen so von Poroschenko und dem nationalen TV erzählt wurde.

Wie aber die Zeit vergeht, erkennt unsere Armee, was im Donbass wirklich passiert. Und jeder der diesen blutigen Krieg erfahren hat, beginnt jetzt, die Wahrheit zu erzählen; gegen Poroschenko. Sie sagen, dass ihnen im Donbass ukrainische Menschen gegenübersgtehen. Sie sagen, dass wir mit Verhandlungen anfangen sollten. Wir sollten diesen blutigen Bürgerkrieg beenden.

 

Und jetzt. Lassen Sie uns über die Verluste der ukrainischen Armee sprechen:

Viktoria Schilowa über die Verluste in der ukrainischen Armee: „Es sind ungefähr 11.000 Soldaten verloren. Es kann durch gehackte e-mails des ukrainischen Verteidigungsministeriums überprüft werden. Und etwa 19.000, wenn wir die verlorenen und verletzten Soldaten zählen. Verletzte, das sind die im Krankenhaus, was ist mit den Verletzten, die zurück gelassen wurden?"

Viktoria Schilowa über die Verluste in der ukrainischen Armee:
„Es sind ungefähr 11.000 Soldaten verloren. Es kann durch gehackte e-mails des ukrainischen Verteidigungsministeriums überprüft werden. Und etwa 19.000, wenn wir die verlorenen und verletzten Soldaten zusammenzählen.
Verletzte, das sind die im Krankenhaus, was ist mit den Verletzten, die zurück gelassen wurden?”

 

Es sind ungefähr 11.000 Soldaten verloren. Es kann durch gehackte e-mails des ukrainischen Verteidigungsministeriums überprüft werden. Und etwa 19.000, wenn wir die verlorenen und verletzten Soldaten zusammenzählen.

Verletzte, das sind die im Krankenhaus, was ist mit den Verletzten, die zurück gelassen wurden?

Und was ist mit den anderen, die die Wahrheit sagen und in psychiatrische Kliniken geschickt wurden?

 

II.

Ukrainer, ukrainische Menschen überall auf der Welt, ich bitte Sie, die ukrainische Propaganda zu druchbrechen.

Mein Herz leidet für die Menschen aus Lwow, Drobowotsche, Lugansk und Donezk.

Aber heute schmerzt mein Herz wegen der Menschen in Donezk und Lugansk. Weil dort Kinder getötet werden.

Und nun, Mütter, frage ich, was würden Sie sagen zu diesem neuen Präsidenten, wenn Ihr Haus zerstört oder schlimmer, ihre Kinder getötet würden?

Würden Sie ihn unterstützen? Natürlich nicht. Darum sinkt die Unterstützung für ihn und sie wird weiter sinken, weil er mit Blut bedeckt ist.

Und wenn die Anzahl toter unschuldiger Menschen höher als 22,000 sind – einschließlich die der Armee – ist es nicht mehr möglich, die Wahrheit zu verstecken. Die Wahrheit kommt durch sich selbst heraus und darum sehen wir andere Gesichtspunkte. Nicht nur in Russland, sondern auch in Europa und den USA. Deutsche Journalisten, Briten, Italiener und Franzosen protestieren gegen den Krieg im Donbass und gegen Poroschenko, der die eigenen Leute tötet. So, was haben wir getan und was habe ich, Viktoria Schilowa, getan? Wir haben ein Dokument vorbereitet und haben es unabhängigen Rechtsanwälten in der Ukraine gegeben, um diese Angelegenheiten unseren Gerichten zu übergeben. Und wissen Sie, was dort geschrieben steht?

Wir fordern dass entschieden wird, dass es verfassungswidrig ist, die sogenannte Anti-Terror-Operation im Donbass durchzuführen. Wir fordern, dass die Menschen, die darin verwickelt sind, unsere Verfassung zu brechen, zu bestrafen, die Mitglieder des ukrainischen Parlamentes, die gesetzwidrig im Kongress abgestimmt haben. Sie, die wiederrechtlich die von Poroschenko unterschriebenen Eingaben zur sogenannten Anti-Terror-Operation bestätigt haben. Das beinhaltet den gesetzwidrigen Einsatz der ukrainischen Armee gegen die Zivilbevölkerung der Ukraine.

Wir haben keinen Krieg. Wir haben kein offiziell verkündetes Kriegsrecht. Da das Kriegsrecht offiziell nicht gilt, wie konnte die ukrainische Armee auf dem Territorium des Donbass eingesetzt werden? Gesetzwidriger Einsatz der Militär-Reserve. Und nach der Verfassung kann sich jeder Bürger der Ukraine selbst gegen jede Aggression verteidigen, um sein Leben zu schützen.

Eine Armee darf nicht die eigenen Bürger auf seinem Boden verletzen. Und es ist in unserer Verfassung geschrieben. Bitte öffnen Sie dieses goldene Buch, das Verfassungsbuch, und schauen sie selbst nach. Aber leider haben wir die Regierung der Diebe durch die Regierung der Mörder ersetzt. Und jetzt fließt das Blut überall in unserem Land, der Ukraine.

 

Ich wende mich an alle Menschen der Ukraine

An alle, die Bogdan Hmelnickiy, Taras Schewtschenko achten und an all diejenigen, die sich an die gelb-blaue Flagge erinnern, die durch Gruschewskij erschaffen wurde. Ich wende mich an all die 75 Prozent der Ukrainer, die gegen den Krieg und für den Frieden sind.

Wir sollten uns vereinen und ein neu gewählte Regierung fordern, um das Recht und die Verfassung zu respektieren.

Stoppt die so genannte Anti-Terror-Operation, den blutigen Bürgerkrieg. Und wir fangen an zu verhandeln, wir liefern humanitäre Hilfe, helfen den Menschen, die Katastrophe zu überleben.

 

An diejenigen, die an der Seite Poroschenkos kämpfen:

Warum kämpfen Sie mit Poroschenko gegen die Kinder des Donbass?

Sie können das nicht tun, denn sie werden bestraft. Die Menschen haben den Preis für diese unmenschlichen Fehler zu bezahlen. Das Tribunal von Hague erwartet Sie. Darum wird unsere Armee nicht mehr auf Sie hören. Und darum wird Ihnen ihre Militärmobilisation nicht mehr helfen. Tag für Tag erkennen die Menschen und finden die Wahrheit, sie wollen nicht Teil Ihrer Morde sein.

 

An die Oligarchen:

Sie, die Sie Ihr Kapital jeden Tag akkumulieren, haben diesen Krieg begonnen. Sie sind diejenigen, die diesen Krieg brauchen, weil sie dann den Krieg für die Wirtschaftskrise verantwortlich machen können, das ist der Grund, warum der Krieg wirklich begonnen wurde. In der Ukraine wird nun dank Ihnen Blut vergossen.

Aber die ukrainischen Menschen sind gegen den Krieg. Die Ukrainer wollen keinen Krieg.

Aber wir wollen Frieden.

 

III.

Menschen:

Bitte lassen Sie uns vereinen.

Lassen Sie uns gegen diesen Krieg protestieren. Lassen Sie uns gehört werden, genau wie während des Vietnamkrieges.

————

Wie lange wollen Sie uns bombardieren? Wie lange wollen Sie auf uns schießen?

Wie lange?

Wir werden seit Monaten bombardiert.

Bitte stoppen Sie das. Ich kann nicht glauben, dass sie keinerlei Güte in sich haben.

Sind sie keine Menschen?

Was tun Sie? Uns bombardieren, beschießen?

Was tun Sie?

Viktoria Schilowa

Puschkin: Den Verleumdern Russlands

Schiller

 

Das fand ich soeben auf facebook. Es ist so eindringlich, so deutlich, dass ich es den Lesern meines Blogs nicht vorenthalten kann.

Dieses Gedicht schrieb Puschkin am 16. August 1831 als Reaktion auf die massive Kampagne in Frankreich – angeführt durch Lafayette, Lamarque und Mauguin – für eine militärische Intervention zur Unterstützung des polnischen Aufstandes von 1830/31.

 

 

Alexander Sergejewitsch Puschkin

Den Verleumdern Rußlands

Was lärmt Ihr, Volksredner, in schwindelnder Bethörung?
Was flucht und drohet Ihr dem heil’gen Russenland?
Was hat Euch so erregt? des Polenlands Empörung?
Schweigt! Diese Frage löst nicht Euer Unverstand;
Es ist ein alter Streit im slawischen Geschlechte,
Und keines Fremden Blick entscheidet hier das Rechte.

Uralt und vielfach sind die Leiden
Die dieser Hader schon erzeugt;
Schon oft ward ein Volk von den beiden
Durch des Gewitters Sturm gebeugt.

Wer wird im ungleichen Kampfe als Sieger erscheinen?
Neigt sich dem Polen, dem falschen — dem treuen Russen die Wage?
Werden die slawischen Flüsse im russischen Meere sich einen,
Wird es austrocknen? das ist die gewichtige Frage!

O schweigt! Für Euch sind nicht geschrieben
Die blut’gen Tafeln der Geschichte,
Ihr seid dem Streite fremd geblieben
Und unbefähigt zum Gerichte!
Für Euch sind Kremlin, Praga stumm,
Nach neuem Kampf seht Ihr Euch um —
Tollkühnes Wagen ist Euch Lust,
Haß gegen uns füllt Eure Brust…

Warum? Weil wir auf den Ruinen
Im Flammenmeer von Moskaus Brande,
Uns widersetzten dem zu dienen,
Der Euch in Knechtschaft schlug und Bande?
Weil wir ihn in den Abgrund zwangen,
Ihn, der die Welt gedrückt mit seinem Heere,
Weil wir mit unserm Blut errangen
Europa’s Freiheit, Frieden, Ehre?

In Worten seid Ihr stark — versucht es in der That,
Denkt Ihr, von Ismail der alte Feldsoldat
Vermag aufs Neue nicht sein Bajonnet zu schwingen?
Denkt Ihr, des Zaren Wort wird ungehört verklingen?
Ist’s neu für uns mit Europa zu kriegen,
Hat der Russe verlernt zu kämpfen und siegen?
Sind unsrer wenig? Oder von Perm bis Tauris Land,
Von Finnlands kalten Felsen bis zum heißen Kyrosstrand,
Von wo der Kremlin golden blinkt
Bis wo sich Chinas Mauer schlingt,
Erhebt sich Rußland nicht alsbald
Gleich wie ein Stahl- und Eisenwald?
Drum, eitle Schwätzer, lärmt nicht mehr!
Schickt Eure Söhne zu uns her,
Sie finden Platz im Russenland,
Bei Gräbern, ihnen wohlbekannt.

Aus dem Russischen von Friedrich Martin von Bodenstedt

Dazu auch das Gedicht Alexander Blocks “Skythen”

Offener Brief an W.W. Putin von Prof. Cees Hamelink

gefunden auf: neopresse

Sehr geehrter Herr Präsident Putin,

hiermit möchten wir uns im Namen eines Teils niederländischer Bürger für unsere Regierung und unsere Medien entschuldigen.
Die Wahrheit wird verdreht um Sie und Ihr Land in ein schlechtes Licht zu rücken.
Machtlos müssen wir zusehen wie der Westen, unter der Führung der Vereinigten Staaten, Russland der Aktivitäten beschuldigt an denen sie selber beteiligt sind. Das planmäßige Messen mit zweierlei Maß ist verwerflich. Der Westen verurteilt ohne genügend Beweise zu erbringen. Wie Sie, ohne Beweise, verurteilt werden für das Verüben von sogenannten Verbrechen, ist eine äußerst freche und anstößige Angelegenheit.

Sie haben uns, während des Syrien-Konflikts, vor einem Weltkrieg gerettet. Der Gasangriff auf syrische Bürger wurde Assad in die Schuhe geschoben, obwohl Al- Qaida-ähnliche-Typen, trainiert und bewaffnet von den Vereinigten Staaten und bezahlt von Saudi-Arabien, diesen Massenmord auf ihrem Gewissen haben. Hiermit hoffte der Westen, dass die Welt sich gegen Assad wenden und ein Angriff auf das Land gutheißen würde.

Nicht lange danach haben westliche Organisationen die Opposition der ukrainischen Regierung aufgebaut, bewaffnet und trainiert um die Regierung zu stürzen. Die neuen Machthaber wurden durch den Westen in Windeseile anerkannt. Dieser neuen Regierung wurde von unserem Steuergeld Kredite als Belohnung vergeben, um sie damit zu verpflichten.

Die Bevölkerung der Krim war damit nicht einverstanden und zeigte das mittels friedlicher Demonstrationen. Gewalt, angewendet von anonymen Heckenschützen und später durch die ukrainische Armee hat dazu geführt, dass die Bewohner der Krim sich von der Ukraine trennen wollten. Ob Sie nun die Separatisten unterstützt haben oder nicht, es steht unserer Regierung nicht zu, Ihnen deshalb Vorwürfe zu machen.

Russland wird zu Unrecht, ohne Untersuchung und lückenlose Beweise, der Lieferung eines Waffensystems beschuldigt, das womöglich ein Passagierflugzeug abgeschossen hat. Aus oben genannten Gründen meint unsere Regierung Russland mit Sanktionen zu belegen.

Wir wache Niederländer, die diese Propaganda der westlichen Medien und die Lügen unserer Politiker durchschauen und ablehnen, wollen uns hiermit bei Ihnen entschuldigen. Es ist leider so, dass unsere Medien jede Art gesunder und unabhängiger Kritik verloren haben, und nur berichten was die Politik vorschreibt.

Dadurch haben die Bürger des Westens ernsthafte Probleme die Wahrheit zu erkennen, und versäumen so die Möglichkeit ihren Politikern bei den Wahlen einen Denkzettel zu verpassen.
Sehr geehrter Herr Präsident Putin, wir hoffen auf Ihre Weisheit. Wir wollen Frieden. Wir sehen, dass die westliche Politik gegen ihre Bürger und für einen Plan für eine Neue Weltordnung arbeitet. Das Vernichten von souveränen Staaten und das Töten von unzähligen Millionen Menschen ist für unsere westlichen Weltführer anscheinend das Opfer das dargebracht werden muss, um ihr Ziel zu erreichen. Wir, die Bürger der Niederlande wollen Gerechtigkeit und Frieden, auch mit Russland.
Wir wollen Ihnen hiermit deutlich machen, dass die niederländische Regierung nur für sich spricht. Wir hoffen mit dieser Erklärung unseren Anteil beitragen zu können, um die steigende Spannung zwischen unseren Staaten zu entschärfen.

Hochachtungsvoll,
Professor Cees Hamelink.

Link zur deutschen Originalfassung (pdf)

—————————–

Sehr geehrter Wladimir Wladimirowitsch Putin,

auch ich, eine einfache Frau aus dem deutschen Volk, unterschreibe diesen Brief.

Freundlichst

Solveigh Calderin

 

Please RT! Simple equation: United States+Israel=#Gaza MASSACRE! Via @al_tagreer #GazaUnderAttack

Please RT! Simple equation: United States+Israel=#Gaza MASSACRE! Via @al_tagreer #GazaUnderAttack.

united-states-israel-gaza-altagreer

 

Ukraine-Konflikt: Transatlantische Propaganda dreht durch

Wenn es aussieht wie eine konzertierte Aktion, wenn es sich liest, wie
eine konzertierte Aktion, dann ist es eine konzertierte Aktion. SPIEGEL
ONLINE veröffentlichte gestern Schlag auf Schlag gleich 3 inhaltlich fragwürdige Hetzartikel mit klarer propagandistischer Stoßrichtung gegen Russland. Zu einem BND-Bulletin, das “Brüche im Machtblock Putins” herbei halluziniert und einer mehr als dubiosen Infratest-Umfrage, die zu einem Aufruhr auf Facebook und einer Schließung des SPIEGEL ONLINE-Forums führte, gesellte sich rein zufällig noch ein Bericht über einen Bericht des Economist, der Russlands Wirtschaftsattraktivität für Investoren noch unter der von  Iran, Argentinien oder Simbabwe einordnet und daraus einen Billionen-Verlust konstruiert.

Weiterlesen auf:

Ukraine-Konflikt: Transatlantische Propaganda dreht durch.

viaUkraine-Konflikt: Transatlantische Propaganda dreht durch.

+++ Botschaft des Widerstandes +++ faschistische Terrorakte in Ukraine erwartet +++

Verteilen ausdrücklich erwünscht!

Übersetzung des Videos: Solveigh Calderin

—————————

Genossen, Freunde, Brüder und Schwestern. Ich bin Anton Guljanjow. Im Namen der Widerstandskräfte, deren Ehre ich habe, zu vertreten, überbringe ich jetzt eine offizielle Botschaft. Der Text der Botschaft liegt vor mir, um in Details nicht zu irren, werde ich von Zeit zu Zeit darauf schauen:

Nach unseren Informationen planen die Faschisten der Kiewer Junta, in den nächsten Tagen einen großen Terrorakt oder eine Serie von Terrorakten auf dem Territorium der Ukraine durchzuführen. Die Informationsvorbereitung läuft schon seit einigen Tagen durch Herrn Awakow und seinem Helfer Tschirik. Das Ziel ist, Russland für die Durchführung dieser Terrorakte zu beschuldigen, in der Ukraine das Regime der totalen Diktatur einzuführen, aber im Maximum es zu schaffen, die Miltärs der NATO im Rahmen des polnisch-litowsker Kontingents ins Land zu holen. Die Verantwortung für die Operation mit dem Namen [mir unverständlich - ich bitte um Ergänzung] liegt bei dem Major des SBU, der sich als Alexej Nikonow vorstellt, ein dem Herrn Naliwajtschenko Nahestehender. Die Angaben der Information wurden uns von einem hochstehenden Beamten in Kiew übermittelt, der um seine Zukunft fürchtet, nachdem die Kiewer Junta untergegangen ist, was unumgänglich ist.
Und so folgen die ukrainischen Faschisten ihren Vorläufern, den deutschen Faschisten.
Jetzt werden sie die Analogie des Reichstagsbrandes durchführen.
Nun, sie folgen den Spuren ihrer Vorläufer.
Was sollen die einfachen Menschen, die jetzt diese Botschaft hören, tun? Besuchen Sie in den nächsten Tagen keine Ort, mit großem Publikumsverkehr. Versuchen Sie, entweder gar nicht oder nur, wenn es unbedingt nötig ist, öffentliche Verkehrsmittel, insbesondere die Metro zu benutzen. Achten sie besonders aufmerksam auf die Kinder. Haben sie Acht auf ihre Höfe und Aufgänge, dass keine fremden Menschen dorthin kommen, um dort unbekanntes Gepäck abzulegen.

Verteilen Sie diese Information an ihre Bekannten, Freunde, Nachbarn, wem immer sie nur können.

Und möge uns Gott helfen.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 7.124 Followern an

%d Bloggern gefällt das: